Am Sonnabend, dem 13. Juni 2009, trafen sich tschechische und deutsche Mitglieder des RFB in Lidice, um sich am Gedenken zu beteiligen, das den Toten des grausamen faschistischen deutschen Okkupationsverbrechens 1942 in Lidice gewidmet war. Eingeladen hatte, wie schon Jahre zuvor, die Kommunistische Partei Böhmen und Mähren.
Auf Bitte der Veranstalter sprach nach den Gedenkworten des Abgeordneten der KSCM im Parlament der Vorsitzende des RFB für die Mitglieder des deutsch–tschechischen Freundschaftsbundes Worte des Gedenkens und der Mahnung.
Vor Beginn des Gedenkaktes trafen sich die teilnehmenden RFB–Mitglieder. Die Genossen Maria und Jiři B. erhielten ihre Mitgliedsausweise. Außerdem wurden die ersten RFB–Mitgliedsabzeichen mit dem Bildnis Ernst Thälmanns übergeben.
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| Maria und Jiři Bureš erhalten die RFB–Ausweise mit dem Bildnis Ernst Thälmanns | Die Teilnehmer des Gedenkens, zu dem die KSČM eingeladen hat, begeben sich zum Friedhof des niedergebrannten Dorfes Lidice |
| Fotos: K. – H. Wendt |
Liebe Freunde,
liebe Genossinnen und Genossen!
Nichts und niemand darf vergessen sein, wenn es um die Erinnerung an die Opfer von faschistischen Okkupations- und Kriegsverbrechen geht und wenn diese Erinnerung mahnt, uns zum Widerstand zu vereinen gegen das Wiedererstarken von Rassismus und Herrenmenschentum, gegen Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt gegen Andersdenkende sowie gegen den Antikommunismus unserer Zeit.
Die geschichtlichen Erfahrungen lehren uns: Faschismus und Antikommunismus waren Zwillinge. Und sie sind es heute noch!
In dieser Zeit der Krise des kapitalistischen Systems wird erneut deutlich, wie sich die ganze politische Rechte systemerhaltend profiliert; wie sie den Antikommunismus benutzt, den durch Arbeitslosigkeit, Lohnraub, Rüstung und militärische Interventionen geschundenen Völkern jeden Gedanken, jede Hoffnung an ein antikapitalistisches, wahrhaft humanistisches alternatives Gesellschaftssystem wie den Sozialismus zu verweigern. Mit Beschlüssen und Vorgaben der Europäischen Union werden die nationalen Regierungen gedrängt, durch Strafgesetze Ideologie und Meinungsäußerungen zu verfolgen, die der herrschenden antikommunistischen Staatsideologie widersprechen.
Die Herrschenden in der BRD, in der Tschechischen Republik und vornehmlich in NATO – und EU – Mitgliedsländern arbeiten daran, die Kritik an der Fälschung der Geschichte des realen Sozialismus unter Strafe zu stellen. Sie bedienen sich der Gleichsetzung von Faschismus und Sozialismus. Sie bezahlen spezielle Behörden, Nachrichtenzentralen, Medien und Institute, wie zum Beispiel das Institut für Totalitarismusforschung in Dresden. Diese Meinungsfabriken erhalten große Geldsummen aus den Steuern der Bevölkerung.
Die Herrschenden haben in zwei Jahrzehnten deshalb geduldet oder selbst inszeniert, dass Hunderte Denkmale des antifaschistischen Widerstandes, Orte der Erinnerung der Arbeiterbewegung, Zeugnisse des heldenhaften sozialistischen Aufbaus beseitigt oder verfälscht wurden.
Dabei werden sie von den neofaschistischen Parteien tatkräftig unterstützt und von Nazis in den Parlamenten zum Handeln sogar herausgefordert. So geschehen zum Beispiel mehrfach im Sächsischen Landtag. Mit dem Begriff des Linksextremismus wurde durch den Innenminister das konsequente antifaschistische Wirken unseres deutsch–tschechischen Freundschaftsbundes und die Unterstützung der jährlichen internationalen antifaschistischen Traditionstreffen im Riesengebirge verleumdet und mit dem „Rechtsextremismus“ der Neonazis gleichgesetzt.
Der antifaschistische Widerstand der Kommunisten und die große Zahl der Opfer unter Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschaftern in diesem Widerstand werden in der Erinnerungspolitik systematisch ausgeblendet oder falsch dargestellt.
Seit 1990 kämpfen Antifaschisten, Linke und Kommunisten um den Erhalt der Ernst – Thälmann -Gedenkstätte in Ziegenhals bei Berlin. Seit 2003 sind der Freundeskreis der Gedenkstätte als Eigentümer und die Öffentlichkeit durch einen privaten Grundstücksbesitzer ausgesperrt.
Diese Gedenkstätte ist jener Ort, an dem Funktionäre der KPD mit dem Vorsitzenden der KPD, Ernst Thälmann, – im Februar 1933 bereits verfolgt und in der Illegalität! – als erste Deutsche die 1933 mit der Machtübergabe durch die deutsche Industrie an die Nazis entstandene politische Situation analysierten und Ziele sowie Aufgaben für den Widerstand und zur Bekämpfung des Faschismus sowie die Verhinderung der Kriegspläne formulierten. Dieser authentische Ort der Geschichte muss ein öffentlicher Ort für Information, Gedenken und Mahnung bleiben!
Diese politische Forderung wird mit beeindruckenden Aktionen national und international erhoben und unterstützt. Die politisch Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene stellen sich taub. Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, der Sozialdemokrat Platzeck, hat noch nicht einen der Tausenden kollektiven wie individuellen Proteste beantwortet. Das wirft ein bezeichnendes Licht auf die politischen Verhältnisse und die politische Haltung der Regierenden.
Am 18. August 2009 jährt sich zum 65. Male die heimtückische Ermordung des wohl bekanntesten deutschen Antifaschisten, des Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands, Ernst Thälmann. Nach elfjähriger Haft wurde er heimlich im Krematoriumshof des KZ Buchenwald erschossen. Dieser Jahrestag wird uns Anlass sein, mit ideenreichen Aktionen erneut antifaschistische Politik einzufordern und die Öffentlichkeit über die Gefahren des Wiedererstarkens der faschistischen Bewegung und ihre Vernetzung mit der Politik der imperialistisch orientierten Regierungen aufzuklären.
Liebe Freunde,
es ist gut so, dass 67 Jahre nach dem Verbrechen der faschistisch – deutschen Okkupanten, begangen durch Gestapo, SD, Schutzpolizei und mit Unterstützung der tschechischen Gendarmerie in Lidice, kein Gras über dieses furchtbare Kapitel der Geschichte wachsen konnte! Der politische Druck in der tschechischen und internationalen Öffentlichkeit erzwang, dass dieser Gedenkort Lidice auch nach der Konterrevolution mit gepflegtem Rosengarten und Memorial sowie restauriertem Museum ein würdiger Ort der Erinnerung, Mahnung und Begegnung ist. Für die zahlreichen toten und wenigen überlebenden Bewohner des Ortes Lidice gelte der Schwur, den die befreiten Häftlinge des KZ Buchenwald am 19. April 1945 leisteten:
„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig.“
Die tschechischen und deutschen Mitglieder des Revolutionären Freundschaftsbundes (RFB) und zahlreiche Sympathisanten in Europa sehen sich dem politischen Erbe Ernst Thälmanns verpflichtet.
In diesem Sinne vereinen wir unsere Mahnung angesichts der Opfer des faschistischen Verbrechens in Lidice:
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
mit der Willenserklärung:
für die Überwindung des kapitalistischen / imperialistischen Systems zu kämpfen, das der Nährboden für Rüstung, Aggressionskriege, Polarisierung von Reichtum und Armut, der Nährboden für Unfreiheit ist.
Gerd Hommel
Vorsitzender des Revolutionären Freundschaftsbundes e. V. (RFB)
Lidice 13.06.200


26. Juni 2009 um 10:37 |
Meine Gebte und gedenken liegen bei den Opfern von Lidice.
Aber
Ihr Instrumentalisiert diese Opfer um euer trübes Süpchen zu kochen.
Es waren nich nur Kommunisten die gegen die Nazi Barbarei gekämpft haben.
Es waren grötenteils einfache Leute (denen eure Ideologie am Arsch vorbeiging) die diesen Kampf geführt haben.
Wo war den Gottwald ? Er hat sich in Moskau gut gehen lassen ohne seinen Kopf zu riskieren
Aber es gab auch andere
Wie zum Beispiel
Milada Horáková ist u. a. dank ihrer Tapferkeit, mit der sie sich selbst als Juristin in dem konstruierten Prozess verteidigte, zum Symbol für eine kompromisslose Haltung gegenüber einem totalitären Regime geworden. Die Politikerin, die sich bereits vor dem Zweiten Weltkrieg für die Rechte der sozial Schwachen und der Frauen einsetzte, wurde für ihre Widerstandstätigkeit von den Nazis zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach dem kommunistischen Putsch im Februar 1948 legte sie aus Protest ihr Abgeordnetenmandat nieder.
Vor genau 55 Jahren – am 27. Juni 1950 – wurden vier unschuldige Menschen von den Kommunisten hingerichtet. Sie waren Opfer des ersten großen politischen Schauprozesses, den die Kommunisten mithilfe sowjetischer Berater als Abschreckung inszeniert hatten. Der Tag, an dem Milada Horáková, Jan Buchal, Oldrich Pecl und Závis Kalandra hingerichtet wurden, wird seit dem vergangenen Jahr in Tschechien als Gedenktag für die Opfer des kommunistischen Regimes begangen. Mehr von Martina Schneibergova.
Die Kommunisten haben versucht die Namen dieser Freiheitskämpfer aus dem Gedächtniss aller TSchechen zu tilgen.-Ergenisslos-
Die Namen der Kommunsitischen Gewaltvergrchen fallen der Vergessenheit anheim oder werden von ihren Sockeln gestürzt!
So sind sie alle, die sich auf Marx und Lenin und schlimmer noch, auf Stalin berufen. Sie gehören auf den Müllhaufen der Geschichte! Und vergesse niemand, das die politischen Enkel dieser Verbrecher genauso werden. Es sind und bleiben potenzielle Mörder! Nieder mit allen sozialistischen und bolschewistischen Verbrechern!
26. Juni 2009 um 13:14 |
@Eisfeuer
Es wäre besser gewesen mit Honecker und Konsorten
nach der Ceaușescus-Methode umzugehen.
Ein sauberer Strich unter einer verbrecherrischen Diktatur.
26. Juni 2009 um 13:45 |
An solchen Kommentaren sieht man was 1989 für eine „Demokratie“ ausgebrochen ist.
Der antifaschistische Schutzwall war dringend erforderlich. Sein Ende ist die größte humanitäre Katastrophe seit dem zweiten imperialistischen Weltkrieg.
26. Juni 2009 um 15:41 |
@ Frank
Ist zwar eine verlockende Idee aber es hätte nur Märtyrer geschaffen.
Honecker ist in Chile unter der Erde der Lila Drachen
flattert dort noch in den letzten Atemzügen rum.Und hier geben sie auch nach und nach den Löffel ab.
Man sollte sie garnicht aufwerten.Sicherlich scharren sie ein paar unverbesserliche Dummköpfe und Tagträumer um sich-aber das sind doch nur die Looser und Verlierer.
Ach Angela die Mauer war doch nur da damit euch die Leute nicht abhauen.
Ich habe 19 Jahre lang in dem Arbeiter und Bauernparadies gelebt!Ein Jugendtouristreise nach
Frankreich gab mir die Möglichkeit abzuhauen.Ich könnte heute noch lachen wie ich alle auch meine Eltern
(ehemalige hohe Parteifunktionäre) hinters Licht geführt habe.
Die Humanitär Katastrophe wäre gekommen wenn die Mauer nicht gefallen wäre.
Aber es wäre sicherlich ein guter Anblick gewesen wenn hungernde denn Parteibonzen das Fell über die Ohren gezogen hätten.
Wir haben gewonnen ihr habt verloren so steht es geschrieben und so bleibt es !
GL
27. Juni 2009 um 09:19 |
Lila Haartönung erfreut sich aber gerade in der annektierten DDR dank der Genossin Margot besonders bei jüngeren Leuten großer Beliebtheit.
Ob die Konterrevolution die Krone der Geschichte ist oder ob sich die Menschheit auch mal wieder weiterentwickeln wird, kann nur die Geschichte selbst entscheiden.
Was hat Dir denn in der DDR nicht gefallen?
27. Juni 2009 um 09:59 |
Hallo Angela!
Ich weiß nicht ob du in der DDR geboren und aufgewachsen
bist.
Ich denke eher vom Hörensagen. Und aus den Märchen und Sagen hast du Dir eine Traumwelt zusammen gezimmert.
Warum es mir in der DDR nicht gefallen hat.
Da fallen mir einige Sachen ein.
Ich bin in einer Sozialistischen Vorzeigefamilie aufgewachsen Mutter und Vater hohe Parteifunktionäre.
Als ich bin mit einem goldenen Löffel im Hintern aufgewachsen.
Aber ich verspürte schon in frühester Jugend den Druck immer der beste zu sein.
Mir war der Weg schon vorgezeichnet.
Freunschaftratvorsitzender-FDJ-und der Weg in den Zentralrat der FDJ stand weit offen.
Auszeichnungen wurden mir regelmäßig nach geschmissen
AFG in Gold Arthur-Becker Medaille u.s.w.
Ich wachte auf als die Rote Armee in Afghanistan einmarschierte.Als ich dieses mit Vietnam verglich war zu Hause der Teufel los.
Als ich ein Mädchen kennen lernte zeigte sie mir den real existierenden Sozialismus
-Versorgungsengpässe
-Vetternwirtschaft
-Bespitzelung
-Keine Meinung zu haben außer die der Partei
u.s.w
Mein Eltern bekamen raus das ich dieses Mädchen liebte
und ihre Beziehungen zur Stasi zerstörten dieses.
Ich hätte meine Eltern am liebsten…………….!
Das war der Zeitpunktt wo ich mir sagte Heul mit den Wölfen und such den richtigenZeitpunktt zur Flucht
Diese kam 1980 im Vorfeld einer Wirtschaftsdelegation nach Frankreich wo wir unsere Kommunistischen Kampfessbrüder besuchten.
Ich nutzte die Chance und verschwand in den Westen.Was für meine Eltern ein Katastrophe darstellte.
1984 holte ich durch eine Fluchthilfeorganisation
meine Freundin und ihre Eltern in den Westen.
Jetzt leben wir abwechselnd in Deutschland und Australien wo ich mehrere Firmen betreibe.
Ob der Kapitalismus die Krönung der Evolution -keine Ahnung!
Aber wer zielstrebig seinen Weg geht Hindernisse beseitigt
macht seine Weg.Den Leistung zahlt sich aus! Nicht wie im Sozialismus durch seine Planwirtschaft dieses Segment abgewürgt hat.
Jetzt habe ich aber genug geplaudert.
P.S Ich habe meinen Eltern verziehen und finnanziere ihren Lebensabend
GL