Tag der deutschen’Zukunft’

13. Januar 2010

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Noch eine Naziveranstaltung, die die kapitalistische Klassenjustiz vermutlich nicht verhindern will.

Hinter dem Faschismus steht eben das Kapital und sein Staat.

Norddeutsche Nazis wollen im Sommer dieses Jahres erneut durch Hildesheim marschieren. Die Kundegebungen samt Umzug vom Bahnhof bis zum Hindenburgplatz und zurück hat der Neonazi Dieter Riefling aus dem Landkreis Hildesheim bei der Stadt bereits angemeldet. Riefling zählt zu den führenden Köpfen in der norddeutschen Naziszene der so genannten “Kameradschaften” und “freien Nationalisten”. Rieflings Ehefrau Ricarda war bei der gerade vergangenen Bundestagswahl im Wahlkreis Hildesheim die Direktkandidatin der rechtsextremen Partei NPD, er selbst bei der letzten Landtagswahl. Die Demonstration am 5. Juni kündigen die Nazis als “Tag der deutschen Zukunft” und “Signal gegen Überfremdung” an.

Bereits im vergangenen Juni waren Nazis, unter ihnen auch Dieter Riefling, unter diesem Motto durch Pinneberg gezogen.

Am 5. Juni um 12-00 Uhr soll Nazihetzveranstaltung am Bahnhof in Hildesheim starten.


Rotenburger Kirchenkreis unterstützt Unterschriftenaktion des Flüchtlingsrats

28. Oktober 2009

Rotenburger Rundschau vom 14.10.2009

Flüchtlinge brauchen Hilfe
Aufruf der Kirche: Petition soll Roma vor Abschiebung schützen
Mit einer Petition soll der Aufenthalt von kosovarischen 
Roma-Flüchtlingen in Deutschland sichergestellt werden, um ihnen eine 
echte Lebensperspektive zu eröffnen

Landkreis Rotenburg . (ivr). Der Rotenburger Kirchenkreis beteiligt sich 
an einer Unterschriftenaktion des niedersächsischen Flüchtlingsrates. 
Mit einer Petition soll der Aufenthalt von kosovarischen 
Roma-Flüchtlingen in Deutschland sichergestellt werden, um ihnen eine 
echte Lebensperspektive zu eröffnen. Superintendent Hans-Peter Daub 
bittet in einem Schreiben alle Bürger der Region um Unterstützung. 
Bislang haben 663 Personen unterschrieben.

Aktueller Anlass für den Aufruf: Auch im Landkreis Rotenburg sind 
Menschen ganz konkret von der Abschiebung bedroht. Die Regierung in 
Pristina hat nach der Unabhängigkeitserklärung der Republik Kosovo vom 
Februar 2008 die Europäische Menschenrechtskonvention unterschrieben und 
erklärt, dass sie eine multiethnische Gesellschaft aufbauen möchte. 
Flüchtlinge aus dem Kosovo können deshalb seit Juli 2009 wieder 
zurückgeschickt werden. Davon betroffen ist auch Familie Shala, die seit 
mehr als 20 Jahren in Rotenburg lebt und deren Kinder in Deutschland 
geboren wurden.

"Die Argumentation des Aufrufes fußt nicht allein auf der anhaltenden 
Bedrohung der Roma. Eingedenk der massenhaften Vernichtung von Roma und 
Sinti in der Zeit des Nationalsozialismus, würde es gerade Deutschland 
gut anstehen, der europaweiten Verdrängungspolitik gegen diese 
Volksgruppen zu widerstehen und eine lebenswerte Zukunft zu 
ermöglichen“, betont Daub.

In der Petition heißt es dazu: "Es wirkt unglaubwürdig, wenn wir heute 
den faschistischen Völkermord an Juden, Sinti und Roma als Verbrechen 
brandmarken und verurteilen, aber den Angehörigen dieser Verfolgten 
einen vorbehaltlosen Schutz verweigern.“ Weil ein Leben in Sicherheit 
und Würde im Kosovo für Minderheiten nicht gewährleistet sei, müssten 
die Roma-Flüchtlinge einen sicheren Aufenthalt in Deutschland erhalten.

Daub betont: "Ich würde mich freuen, wenn viele Menschen auf eine 
schnelle und klare Weise ihre Unterstützung dieses Anliegens deutlich 
machen würden.“

Die Petition wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes 
(VVN/BdA) und den Flüchtlingsräten entworfen. Sie soll am 8. Dezember 
der Bundesregierung übergeben werden. 1938 erging an diesem Tag Himmlers 
Runderlass "zur Regelung der Zigeunerfrage aus dem Wesen der Rasse heraus”.

Wer den Flüchtlingsrat unterstützen möchte, findet den entsprechenden 
Link im Internet unter 
www.nds-fluerat.org/keine-abschiebung-von-roma-fluechtlingen. 
Postadressen der Unterzeichner werden nicht veröffentlicht, lediglich 
der Name und gegebenenfalls die Organisation. "Es besteht auch die 
Möglichkeit, den Aufruf zu unterschreiben, ohne namentlich genannt zu 
werden“, erklärt Pressesprecher Kai Weber. 

Nazis bei der hildesheimer Polizei?

13. Juni 2009

In der Schuhstraße in bester Innenstadtlage in Hildesheim befindet sich seit zehn Jahren das “Last Resort”. Dort und im “Bulletproof” in Munster verdienen die wegen Fortführung der verbotenen Naziorganisation “Blood & Honour / Division Deutschland” vom Landgericht Halle 2008 Verurteilten Johannes Knoch und Hannes Franke ihr Geld mit Tattoos etc. , die vorwiegend dem faschistischen Livestile entsprechen.

Am 24. Februar 2007 sind sogar Nazis aus diesem Laden herraus gestürmt und haben Teilnehmer einer antifaschistischen Demonstration angegriffen.

Gegen diese Zustände haben inzwischen auch der Rat der Stadt und der Kreistag des Landkreises Hildesheim Stellung bezogen.

Heute fand um 12:00 Uhr  in Hildesheim  Auf der Lilie eine Demo unter dem Motto; ” Schöner leben ohne Naziläden, in Hildesheim und anderswo” statt.

Die ca. 250 Teilnehmer zählende Demo war überaus friedlich. Selbst als wir am Hindengurgplatz in die Schuhstraße kamen und dort vor der Bierbar “mini mumm” ein Nazi den Arm zu Hitlergruß hob, gingen lediglich ein paar Leute dort hin und fragten ihn was das denn solle worauf er nicht antwortete sondern sich in die Kneipe zurück zog.

Die Polizei war aber mal wieder gar nicht friedlich, sondern schubste die Demonstranten auf rücksichtslose aggressive Art zurück. Als ich zu einem der Beamten ging und ihm erklärte, dass der Nazis seinen Arm in Augenhöhe gehoben hatte, was doch eine verbotene Symbolik darstelle, schubste dieser auch mich brutal zurück. Dabei erwischte er mich mit seiner Hand an der linken Brust, was auch schmerzhaft war. Nach Stunden zwickte sie noch. Deutlicher kann ein Polizist wohl kaum für die Nazis Partei ergreifen.

Wenn jemand den Nazi kennt, er ist ca. 1,70m groß, schlank, hat kurze brünette Haare und einen Schnauzer, trug heute ein rotes T-Shirt mit dunklen dünnen Streifen, eine hellblaue Jeans und weisse Turnschuhe, kann er oder sie den Vorfall ja auch noch mal der Polizei in Hildesheim melden. Vielleicht sind dort ja nicht alles Nazisymphatisanten.

Positiv aufgefallen ist mir eine Rede der SPD Landtagabgeordneten Jutta Rübke, in der sie sich grundsätzlich gegen Fremdenfeindlichkeit aussprach.

Auf meine Nachfrage, warum denn die SPD geführte Landesregierung in Berlin erst vor kurzem 104 Vietnamesen deportiert hat, distanzierte sie sich sehr deutlich davon. Sie wäre schließlich MdL in Niedersachsen und würde sich in ihrem Wahlkreis sehr gegen Fremdenfeindlichkeit engagieren und wäre auch grundsätzlich für ein Bleiberecht für jeden, der hier leben möchte. Dafür würde sie sich auch im Landtag einsetzen. Sie könne aber nur von Niedersachsen reden.

Hochachtung für diese Einstellung. Hoffentlich bleibt sie dabei, wenn die SPD in Niedersachsen mal wieder regiert.

Ansonsten ist Hildesheim schon wegen seiner hübschen Altstadt eine Reise wert.

Kampf dem Faschismus!



Naziläden in Hildesheim

16. Mai 2009

In der Schuhstraße in bester Innenstadtlage in Hildesheim befindet sich seit zehn Jahren das “Last Resort”. Dort und im “Bulletproof” in Munster verdienen die wegen Fortführung der verbotenen Naziorganisation “Blood & Honour / Division Deutschland” vom Landgericht Halle 2008 Verurteilten Johannes Knoch und Hannes Franke ihr Geld mit Tattoos etc. , die vorwiegend dem faschistischen Livestile entsprechen.

Am 24. Februar 2007 sind sogar Nazis aus diesem Laden herraus gestürmt und haben Teilnehmer einer antifaschistischen Demonstration angegriffen.

Gegen diese Zustände haben inzwischen auch der Rat der Stadt und der Kreistag des Landkreises Hildesheim Stellung bezogen.

Am 13. Juni um 12:00 Uhr findet in Hildesheim  Auf der Lilie eine Demo unter dem Motto; ” Schöner leben ohne Naziläden, in Hildesheim und anderswo” statt.

Kampf dem Faschismus!


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