Böse Pornokommis

1. September 2010

Foto: Pascal Hesse

Schultüten mit einem pink-weißen Plastikstift mit einem durch drei Minibatterien gespeistem Taschenlämpchen im Stiftkopf haben Aktivistinnen und Aktivisten der Deutschen Kommunistischen Partei  unter anderem an der Adolf-Reichwein Schule in Essen verteilt.

Diese Lämpchen werfen allerdings “obszöne” Bilder, also offensichtlich leicht bekleidete Bürgerinnen an die Wand. Deswegen haben faschistoide antikommunistische Hassagitatoren auch prompt Anzeige erstattet. Da die Genossinnen und Genossen das Schulgelände nicht betreten haben, kann man sie nicht wegen Hausfriedensbruch belangen. Deshalb ermittelt die Polizei nach eigenen Angaben wegen der Verbreitung pornografischer Schriften. Der DKP sei die Geschichte extrem peinlich. Eine ehrenamtlich Helferin habe die Kulis „nichtsahnend bei einem Discounter in Recklinghausen erworben“.

Und was macht die DKP in so einem schwerwiegendem Fall? Bei Hitler oder Adenauer hätte es sicher schon Verhaftungswellen gegeben.

Doch heutzutage prüft sie laut dem Monopolmedium “Der Westen” rechtliche Schritte gegen einen Verkäufer der sich offensichtlich auch nicht für sämtliche Funktionen dieses Konsumobjektes interessiert hat.

DKP-Sprecher Patrik Köbele: „Wir bedauern dies zutiefst und sind empört, wie derartiges, an Pornografie grenzendes Material in normalen Läden und ohne besonderen Hinweis über die Theke verkauft werden kann“. Die DKP bietet betroffenen Eltern sogar eine Umtauschaktion an: Meldungen ans DKP-Kreisbüro, s 23 56 45. Mail: dkp.essen@dkp-essen.de.

Seid Ihr bekloppt? Tauscht ruhig die albernen Stifte um, wenn Ihr das als notwendig erachtet und gebt jedem noch einen Lolli;

aber lasst doch die von extremer Ausbeutung Betroffenen Werktätigen im Einzelhandel in Ruhe.

http://www.dkp-ruhr.de/dkp-essen/index.php?option=com_content&view=article&id=362:zum-schulanfang-alles-gute&catid=43:dkp-gruppen&Itemid=55

http://www.derwesten.de/staedte/essen/DKP-verteilte-obszoene-Kulis-an-Erstklaessler-id3633947.html


DSU Funktionär will Journalistin einschüchtern

12. Juni 2009

Nach gut einem Monat im Web hat Die Rostige Laterne ~ 70 Leser pro Tag, einige Fanpost und auch schon den ersten Stalker.

Dabei handelt es sich um einen gescheiterten Republikflüchtling, den der dänische Staat aus welchem Grund auch immer nicht bei sich aufnehmen wollte.

Dieser Protagonist der Ausreisebewegung engagiert sich heute in der DSU. Einer Partei, die immer “Toleranz und Meinungsfreiheit” fordert, wenn sie in Görlitz gegen Polen oder anderswo gegen sonstige Migranten und alles Mögliche hetzt, was nicht dem eingeschränken Weltbild dieser Partei entspricht oder in Schulen Bilder an Wände malt, auf dem dann Kelten oder Turmkreuze auf Markthallen zu sehen sind. Die sollen dann aus deren Sicht auch noch dort bleiben. Wenn nicht machen deren Vertreter im Stadtrat richtig Randale, bis sich die anderen Parteien nicht anders zu helfen wissen als den Schutz der Polizei anzufordern, wie das z.B. in Karl Marx Stadt geschehen ist.

Wenn man aber über einen ihrer Aktivisten berichtet bekommt man Drohmails, in denen teilweise sogar juristische Schritte angedroht werden.

Bereits am 12.März bekam ich wegen eines Beitrags in einem Forum eine E-Mail, in der Dr. phil.

Wolfgang Mayer schrieb:

Sehr geehrte Frau Brederecke,
im GBM-Diskussionsforum (siehe Anhang) verbreiten Sie Sachverhalte, die ich als ehrverletzend empfinde.
Warum schreiben Sie derart beleidigende Behauptungen über mich im Internet? Sie kennen mich doch gar nicht.
Ist Ihnen nicht klar, welch immenser Schaden mir damit entstehen kann?

Gern lade ich Sie nach Erfurt ein, in meinem Unterricht zu hospitieren. Bei dieser Gelegenheit würde ich Sie darüber aufklären, wieviel Zeit und Mühe notwendig ist, eine solche Dok.-Seite zu erstellen und zu betreiben. Und dass das Geld kostet, muss ich wohl nicht extra erwähnen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie rasch und freiwillig für die Beseitigung dieser öffentlichen Schmähungen sorgten.
Mit freundlichen Grüßen Dr. Wolfgang Mayer.

P.S.: Die Kopie Ihrer Schmähungen hat mir heute einer meiner Kollegen übergeben.

Als faire Journalistin suchte ich natürlich den Dialog und mailte gleich eine Antwort.

Sehr geehrter Herr Dr. Mayer

Ich danke Ihnen für Ihre freundliche Einladung.
Sie sind mir nur durch Ihre Website bekannt. Auf Diese und auf ihre Einträge im Gästebuch der Website von Herrn Gustav Rust bezieht sich meine Kritik an Ihnen.
Wenn Sie mir mitteilen könnten, welche meiner Angaben über Sie, Sie als wahrheitswidrig oder gar ehrverletzend empfinden, werde ich gern in Erwägung ziehen, Ihrer Bitte zu entsprechen.
In Anbetracht der Äußerungen über GEZ Fahnder in Ihrem Forum bin ich von dem Adjektiv “freiwillig” im letzten Satz Ihres Schreibens etwas irritiert. Könnten Sie mir dies etwas näher erläutern, bevor Ich mich entscheide, ob ich Ihrer interessanten Einladung Folge leiste. Eventuelle Drohungen währen ja sicher keine gute Basis, für eine vernünftige Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen

Angela Brederecke

Leider erhielt ich keine Antwort. Dabei müsste Dr. Mayer doch in der Lage sein,  sich entsprechend zu artikulieren. Er ist ja schließlich Lehrer an der Ludwig Erhard Schule in Erfurt.

Da ich auf keinerlei Recherchefehler hingewiesen wurde, veröffentlichte in meine Artikel in einigen kleinen Zeitungen und eben auch in der Die Rostige Laterne.

Worauf ich prompt folgende Mail von ihm erhielt:

Ihre Webseite enthält seit 18. Mai 2009 einige ehrverletzende, vor allem unwahre Aussagen zu meiner Person unter dem Titel

“Schule in der B”R”D”.

Da mir dadurch beruflicher Schaden entstehen wird, fordere ich Sie auf, diesen Schmutz schnellstens zu beseitigen.

Per 3. Juni 2009 werde ich mit juristischen Mitteln dagegen vorgehen.

Mit freundlichen Grüßen:

W. Mayer.

Ich erlaube mir daher mich hier öffentlich an meinen kritischen Leser Dr. Mayer zu wenden.

Bitte helfen Sie mir. Anstatt meine journalistische Arbeit als Schmutz zu verunglimpfen, teilen Sie mir bitte mit:

Was habe ich falsch über sie recherchiert?

Warum sollte Ihnen “beruflicher Schaden” entstehen, wenn meine Artikel zu widerlegen sind?

Zur Erinnerung, hier noch einmal der kritisierte Artikel.

Schule in der B”R”D

18. Mai 2009

Als vor nun mehr fast 20 Jahren der antiimperialistische und antifaschistische Schutzwall fiel, wurden zunächst einmal die ganzen “SED Bonzen” und Stasispitzel aus dem Bildungssystem der nun annektierten DDR entfernt und durch pro westliche vorgeblich demokratische Lehrkräfte ersetzt.

Einer dieser “Demokraten” ist der Dr. phil. Wolfgang Mayer.

Dr. Mayer ist ein politisch sehr aktiver Berufsschullehrer aus Erfurt, der sich für die Rechte so genannter Stasiopfer engagiert, wie dem antikommunistischen Lügner und Hetzer Fritz Schaarschmidt und dem vorbestraften, gewaltätigen Nazi Gustav Rust.

Weil der Fritz Schaarschmidt vor kurzem einen Prozess vor dem Oberlandgericht München verloren hat, darf er nicht mehr behaupten, dass seine Tochter in der DDR kein Abitur machen durfte, nur weil er mit seiner Familie einen Ausreiseantrag gestellt habe. Dadurch sind ihm Gerichts und Anwaltskosten in vierstelliger Höhe entstanden. Das ist natürlich eine Menge Geld. Deshalb hilft der Dr. Mayer ihm auch so viel Geld zusammen zu bekommen, z.B. mit “Soliparties” im Malzhaus in Berlin und mit Spendenaufrufen auf seiner Website.

Der Dr. Mayer ist auch im Bundesvorstand und im thüringischen Landesvorstand der DSU. Die Deutsch Soziale Union ist während der Konterrevolution 1989/90 in der DDR gegründet worden. Zunächst als angeblich “mitteldeutsche” Schwesterpartei der CSU. Heute arbeitet die DSU mit den Republikanern, der so genannten Sächsischen Volkspartei und sogar mit den PRO Gruppen in Wahlbündnissen zusammen. PRO Köln hat zum Beispiel die bundesweit in die Schlagzeilen geratene Naziveranstaltung organisiert, mit Rassisten aus ganz Europa.

Auf der Website des Dr. Mayer gibt es auch ein Diskussionsforum. Dort geht es sehr kämpferisch zu und Spitzel mag man dort gar nicht. Im Diskussionsstrang, “Comeback der IMs” verherrlicht ein Klaus Knopf sogar Gewalt gegen GEZ Fahnder. In dem Diskussionstrang, “Wie die Wissenschaft die DDR weichzeichnet” befindet sich auch ein sehr vielsagendes Zitat von Klaus Knopf: “Er hat nicht widerrufen! Und der Papst hat ihn nicht wieder ausgeschlossen! Sind wir nun gerade dabei eine Jahrhundertlüge zu erkennen,……?”

In wie weit Lehrer wie der Dr. phil Wolfgang Mayer mit zu einem Anstieg von Rechtsextremismus und Gewalt gerade auch in der annektierten DDR beitragen, kann man nur spekulieren.

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Verfasst von dierostigelaterne

Vorwärts, für eine antifaschistische und demokratische Neuorientierung Deutschlands!



Schule in der B”R”D

18. Mai 2009

Als vor nun mehr fast 20 Jahren der antiimperialistische und antifaschistische Schutzwall fiel, wurden zunächst einmal die ganzen “SED Bonzen” und Stasispitzel aus dem Bildungssystem der nun annektierten DDR entfernt und durch pro westliche vorgeblich demokratische Lehrkräfte ersetzt.

Einer dieser “Demokraten” ist der Dr. phil. Wolfgang Mayer.

Dr. Mayer ist ein politisch sehr aktiver Berufsschullehrer aus Erfurt, der sich für die Rechte so genannter Stasiopfer engagiert, wie dem antikommunistischen Lügner und Hetzer Fritz Schaarschmidt und dem vorbestraften, gewaltätigen Nazi Gustav Rust.

Weil der Fritz Schaarschmidt vor kurzem einen Prozess vor dem Oberlandgericht München verloren hat, darf er nicht mehr behaupten, dass seine Tochter in der DDR kein Abitur machen durfte, nur weil er mit seiner Familie einen Ausreiseantrag gestellt habe. Dadurch sind ihm Gerichts und Anwaltskosten in vierstelliger Höhe entstanden. Das ist natürlich eine Menge Geld. Deshalb hilft der Dr. Mayer ihm auch so viel Geld zusammen zu bekommen, z.B. mit “Soliparties” im Malzhaus in Berlin und mit Spendenaufrufen auf seiner Website.

Der Dr. Mayer ist auch im Bundesvorstand und im thüringischen Landesvorstand der DSU. Die Deutsch Soziale Union ist während der Konterrevolution 1989/90 in der DDR gegründet worden. Zunächst als angeblich “mitteldeutsche” Schwesterpartei der CSU. Heute arbeitet die DSU mit den Republikanern, der so genannten Sächsischen Volkspartei und sogar mit den PRO Gruppen in Wahlbündnissen zusammen. PRO Köln hat zum Beispiel die bundesweit in die Schlagzeilen geratene Naziveranstaltung organisiert, mit Rassisten aus ganz Europa.

Auf der Website des Dr. Mayer gibt es auch ein Diskussionsforum. Dort geht es sehr kämpferisch zu und Spitzel mag man dort gar nicht. Im Diskussionsstrang, “Comeback der IMs” verherrlicht ein Klaus Knopf sogar Gewalt gegen GEZ Fahnder. In dem Diskussionstrang, “Wie die Wissenschaft die DDR weichzeichnet” befindet sich auch ein sehr vielsagendes Zitat von Klaus Knopf: “Er hat nicht widerrufen! Und der Papst hat ihn nicht wieder ausgeschlossen! Sind wir nun gerade dabei eine Jahrhundertlüge zu erkennen,……?”

In wie weit Lehrer wie der Dr. phil Wolfgang Mayer mit zu einem Anstieg von Rechtsextremismus und Gewalt gerade auch in der annektierten DDR beitragen, kann man nur spekulieren.


Die Habilitation der Bürgerin Schwan

15. Mai 2009

Die bekennende Antikommunistin, die ihre Dissertation über das Werk des polnischen Philosophen Leszek Kolakowski “Eine Philosophie der Freiheit nach Marx” geschrieben hat, habilitierte 1975 über die “philosophischen und politischen Vorrausetzungen der Gesellschaftskritik von Karl Marx”.

Mit der in ihren Arbeiten offensichtlich werdenden Geisteshaltung war sie auch Mitbegründerin des Seeheimer Kreis.

Die Kandidatur der Bürgerin Schwan zum Amt der Bundespräsidentin sollte Anlass genug sein, ihre Habilitation und die darin definierte “persönlich-maßvolle Beziehung zu Marx”  genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein Schwerpunkt darin ist das Verhältnis des Marxismus zur Philosophie.

Sie rechtfertigt eine weitere “philosophische” Schrift über den Marxismus mit dem Hinweis auf die zunehmende Komplexität hochindustrieller Gesellschaften, in denen viele Beziehungen in die Brüche gingen, so dass viele, vorwiegend junge Menschen bei Marx Ordnung im Chaos suchten.

Nun gut; als Ergebnis einer chaotischen Ehescheidung greifen  beide hinterher zum “Kapital”.

Doch der Marxismus entwickelt bekanntlich die Lehre von den Bedingungen der Befreiung des Proletariates von der Lohnarbeit und vom Kapital, wie denn auch diese Dialektik durch alle oberflächlich komplizierten Chaosgebilde der spätkapitalistischen Gesellschaft hindurch als roter Faden im Auge zu behalten ist, wie der Genosse Lenin, für den der Marxismus die allerrevolutionäste Doktrin der Welt war, in seinem großartigen Werk, Staat und Revolution erkannt hat.

Das Verhältnis des Marxismus zur Philosophie ist seit der späten Schrift des Genossen Friedrich Engels “Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie” geklärt. Die Frage des Verhältnis des Denkens zum Sein, des Geistes zur Natur, die höchste Frage der gesamten Philosophie hat also nicht minder als alle Religion ihre Wurzel in der bornierten und unwissenden Vorstellung des Wildheitszustandes. Der Marxismus, führt Genosse Engels weiter aus, entschloss sich die wirkliche Welt, Natur und Geschichte so aufzufassen, wie sie sich selbst einem jedem gibt, der ohne vorgefasste idealistische Schrullen an sie herantritt; man entschloss sich, jede idealistische Schrulle unbarmherzig zum Opfer zu bringen, die sich mit den in ihrem eigenen Zusammenhang und in keinem phantastischen, aufgefassten Tatsachen, nicht in Einklang bringen ließ. Weiter heisst Materialismus überhaupt nichts. Auf diese Schlüsselschrift, die vor dem Werk “Materialismus und Empiriokritizismus” des Genossen Lenin, das durchdachteste philosophische Werk des Marxismus ist, geht die Bürgerin Schwan nicht ein einziges mal ein. Dafür aber um so mehr und um so ausführlicher auf einen unausgereiften Text des jungen Genossen Karl Marx, den dieser vom April bis August 1844 im Pariser Exil schrieb und der jahtzehntelang im Berliner Archiv der SPD lagerte. Erst 1932 erschienen erstmals vollständig in deutscher Sprache die Pariser Manuskripte des jungen 26. jährigen Genossen Karl Marx, denen man den Titel “Ökonomisch Philosophische Manuskripte” gab. Diese nicht zur Veröffentlichung sondern zur Selbstverständigung, zu dem fragmentarischen Manuskripte trugen noch einen geringen idealistischen und einen größeren anthropologistischen Charakter.  Gerade auf diese beiden Schwachstellen stürzten sich die Revisionisten wie eine lechzende Meute, allen vorran Herbert Marcuse. Nun sei Marx doch überwiegend ein Philosoph gewesen, seine Theorie habe eine durchgehende philosophische Basis, ja eine Korrektur am späten Engels sei notwendig, Marx habe “… die innere Verbundenheit der revolutionären Theorie mit der Philosophie Hegels in aller Deutlichkeit ausgesprochen”.

Offensichtlich vergessen werden soll die präzise Aussage des Genossen Karl Marx im Nachwort zur zweiten Auflage des Kapital, dass seine dialektische Methode “der Grundlage der Hegelschen nicht nur verschieden, sondern ihr direktes Gegenteil” sei.

Die idealistische Dialektik Hegels ist unbrauchbar, wie der Genosse Friedrich Engels schon sehr richtig erkannt hat, weil sie politisch auf eine ständische Monarchie hinaus lief. Diese Dialektik kann die Arbeiterklasse nicht gebrauchen!

Gesine Schwan, die sich offen zur “philosophischen”, fast möchte man sagen hegelschen Tradition im Marxismus bekennt, radikalisiert Marcuse noch weiter nach rechts, geht noch weiter in die philosophische Wildnis zurück.

Marcuse räumt immerhin ein, dass die Philosophie mit dem Hinweis auf die Möglichkeit der Entfremdung aus dem Wesen des Menschen ihre Grenze erreicht habe und das Aufzeigen des realen Ursprungs der Entfremdung  Sache der ökonomisch-historischen Analyse sei.

Da Marx die Entfremdung intransingent aufheben wolle, deren Ursache er wie alle anderen Philosophen nie richtig geklärt habe, falle seine Theorie der Unglaubwürdigkeit anheim.

Was die Bürgerin Schwan auf gar keinen Fall möchte, ist eine Überwindung der kapitalistischen Ausbeutung und Unterdrückung. Deshalb beschäftigt sie sich vornehm philosophisch mit dem Marxismus und schreibt ihren philosophischen Unsinn hinter das Original Marx, um den Marxismus zu entwaffnen!

Der Genosse Friedrich Engels bezeichnete gerade die materialistische Dialektik als unser bestes Arbeitsmittel und unsere schärfste Waffe.  Denn nur sie erfasst die schroffen Wendungen und Sprünge; die Blitze der Geschichte! Die Aprilthesen des Genossen Lenin im Jahr 1917 waren genau so ein Gedankenblitz, der eine neue Welt erschuf; die auch der materialistische Gelehrte Plechanov, der die Oktoberrevolution als Fieberphantasie abtat nicht verstanden hatte.

Von solchen “Fieberphantasien” ist auch die Bürgerin Schwan weit ernfernt, wenn sie schreibt: “Wir können den bedeutenden Hinweis aufgreifen, mit dem Marx auf Zusammenhänge zwischen der Arbeitswelt und den übrigen Daseinsweisen des Menschen zeigt. Diese Zusammenhänge   zu orten, wäre ein wichtiges Feld für die Wissenschaft, die sich in den Dienst einer praktischen Politik stellt, mit dem Ziel der schrittweisen Befreiung des Menschen von allen Unterordnungen, die er nicht selbstbewusst eingeht…”

Der Schlusssatz ihrer Habilitation kann da kaum noch überraschen: “Wer den Wert der marxschen Theorie nicht daran misst, ob sie als Heilslehre in ihren Jüngern innere Sicherheit, Selbstbestätigung und Überlegenheitsbewusstsein zu nähren vermag, sondern daran, welchen Beitrag sie für die Lösung der sozialen Probleme der konkreten Menschen hier und jetzt leistet, der wird zu dem Schluss kommen; Karl Marx – aber mit Maßen”.

Hier ist nun jegliche Dialektik, egal ob materialistisch oder idealistisch, über Bord geworfen worden.

Sollte die Bürgerin Schwan tatsächlich Bundespräsidentin werden, so darf man auf ihre Beiträge, zur schrittweisen Verbesserung der komplexen hochindustriellen Gesellschaft, zur schrittweisen Befreiung des Menschen von allen Unterordnungen usw. , gespannt sein.

Wer radikale Veränderungen, hin zu einer gerechteren, klassenlosen Gesellschaft fürchtet, kann beruhigt sein. Da wird mit Sicherheit niemand an den höchsten Repräsentanzposten der Diktatur der Bourgeoisie herrangelassen, der die Axt an die Wurzel der bürgerlichen Staatsmaschinerie legen will. Dafür sorgt schon der Wahlmodus.


Feind ist, wer anders denkt?

12. Mai 2009

Vom 30. März bis 17. April gastierte im Leineschloss, dem Sitz des niedersächsischen Landtages eine Wanderausstellung der “Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik”.

Die Ausstellung hat den selbst erklärten Anspruch, über die Funktionen des Ministeriums für Staatssicherheit in der “SED Diktatur” zu informieren und seine Struktur, Tätigkeit und Wirkungsweise aufzuzeigen. Besondere Aufmerksamkeit wolle die Ausstellung den Menschen zuteil werden lassen, die in das Visier der Staatssicherheit geraten seien.

Die Ausstellung mit dem Namen: “Feind ist, wer anders denkt; Eine Ausstellung über die Staatssicherheit der DDR”; ist in drei “Hauptebenen” aufgeteilt.

Eine MfS – Ebene, in der festgestellt wird, dass Misstrauen, Kontrolle und politische Unterdrückung die Politik der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland gegenüber der DDR – Bevölkerung bestimmt hätten. Lebensformen und politische Vorstellungen, die nicht der Norm entsprächen, hätten als staatsfeindlich gegolten und wären verfolgt worden.

Nach außen hin wäre das MfS als Hüterin sozialistischer Gerechtigkeit aufgetreten, dass für die Sicherheit der Bürger sorgt; die Wirklichkeit hätte aber anders ausgesehen. Unerbittlich hätte die “Stasi” Menschen verfolgt, die sich für Frieden und Abrüstung engagierten, sich kulturell frei entfalteten oder eine Flucht aus der DDR vorbereiteten.

Eine “Betroffenen – Ebene”, in der Menschen vorgestellt wurden, die der Strafverfolgung durch das MfS ausgesetzt waren.

Mit einigen Oppositionellen aus der Kirche und der Umweltbewegung wurde wohl auch nicht richtig umgegangen. Eine Mitunterzeichnerin des “Berliner Appels” z.B. wurde drei Monate wegen “staatsfeindlicher Hetze” inhaftiert. Aber auch ein Karl Wilhelm Fricke, ein führendes Mitglied der von der CIA und dem BND finanzierten Terror- und Spionageorganisation KgU und dessen Nachfolgeorganisation der UFJ, wird dort als unschuldiges Stasiopfer vorgestellt. Dass die so genannte Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit volkseigene Betriebe, Schienenwege und Telephonekästen mit Thermitsprengsätzen zerstörte, Brandanschläge gegen landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften verübte und sogar Giftanschläge gegen die Trinkwasserversorgung der DDR plante, was unsere Helden an der unsichtbaren Front zu verhindern wussten, wurde in dieser Ausstellung natürlich verschwiegen.

Dass der herrschende Imperialismus, der nichts anderes ist, als verfaulender parasitärer Kapitalismus, wie der Genosse Lenin schon sehr richtig erkannt hat, vor keinem Verbrechen zurückschreckt, um sein unausweichliches Ende zu verlängern und den Aufbau einer gerechteren Gesellschaftsordnung weiter zu verhindern, soll das Volk offensichtlich nicht erfahren.

Die dritte Ebene ist eine Zeitleiste, deren Anspruch die “historisch-politische Kontextualisierung” sei. Dort wird die Geschichte von 1949 bis 1989 in Bild und Text komprimiert aus B”R”D Sicht erläutert.

Im Begleitprogramm zur Ausstellung ist auch eine “Lehrerfortbildung” geplant! In diesen dunklen Zeiten von Lohn-, Demokratie- und Sozialabbau sowie neuer militärischer Abenteuer des deutschen Imperialismus müssen die Menschen eben von klein auf vor der ach so bösen “SED Diktatur” gewarnt werden.

Feind ist in der B”R”D offensichtlich, wer überhaupt denkt!


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