Aygül Özkan und die christlichen Traditionen

27. April 2010

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Heute wurde im Leineschloss die erste muslimische Ministerin mit hamburger Migrationshintergrund vereidigt.

www.aygueloezkan.de

Obwohl wir in Niedersachsen eigentlich genug Arbeitslose mit Migrationshintergrund haben, ist dies eine grundsätzlich zu begrüßende politische Entwicklung der bourgeoisen Herrschaftsstrukturen. Doch aus ihren politischen  Äußerungen noch vor der Amtseinführung wird deutlich, dass zwischen bürgerlichem und sozialdemokratischem Multikultigeplärre einerseits und proletarischem Internationalismus andererseits Welten liegen.
Zwar sollten religiöse Symbole in staatlichen Einrichtungen und besonders in Schulen nichts zu suchen haben, wie selbst die Klassenjustiz schon sehr richtig erkannt hat; doch genau dies sollte sich aber nur auf die Innen – Architektur selbst beziehen.
Ob sich Schülerinnen und Schüler oder Lehrerinnen und Lehrer ein Kreuz oder einen Shahadaschriftzug oder einen Davidstern um den Hals hängen oder ein Kopftuch tragen, geht die Methöken genau so wenig an wie die First Nations in eben diesen verantwortlichen Positionen!
Wenn sich irgend welche Kolleginnen und Kollegen der Bürgerin Aygül Özkan um die christlichen Traditionen unseres Landes sorgen, dann sollten sie sich lieber für den Erhalt des Leineschlosses und gegen einen Abriss zugunsten eines Neubaus einsetzen.
Schließlich war unser Landtag ursprünglich ein Kloster aus dem zwölften Jahrhundert. So etwas sollte doch schon aus historischen Gründen unbedingt erhalten bleiben.
Dieses Geld solte man lieber in die Infrastruktur und langfristige Arbeitsplätze investieren.
Schon die Welfen wollten diese alte Bausubtanz nach der Reformation erhalten und bauten diese zu einem Schloss aus.
Was die aktuell herrschende Bourgeoisie vermutlich noch mehr abschreckt als den damaligen Feudalismus, ist die Tatsache, dass unser Leineschloss einmal ein Minoritenkloster war,  also in der Tradition der Franziskaner, einem Bettelorden stand. Diese mussten damals schon vorsichtig agieren, weil sie Reichtum ablehnten, was den Protagonisten der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen schon seit Anbeginn des Zerfall der Menschheit in Klassen ein Dorn im Auge war.


Offener Brief

19. April 2010

Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Guido Westerwelle und die Justizministerin der Bundesrepublik Deutschland, Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
an den Ministerpräsidenten der Republik Türkei, Herrn Recep Tayyip Erdogan, den

Zur Kenntnis an sämtliche Abgeordnete des Deutschen Bundestags, die Deutsche Botschaft in Ankara und die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Erdogan, sehr geehrter Herr Außenminister Westerwelle, sehr geehrte Frau Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger,

im Zeitraum vom 17. März 2010 bis zum 26. März 2010 hielten sich mehrere Menschenrechtsdelegationen aus der Bundesrepublik Deutschland in der Türkei und deren südöstlichen, kurdischen Provinzen auf. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern befanden sich Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Delegierte von Bundestags- und Landtagsabgeordneten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sowie Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtler.

Mit großer Besorgnis mussten wir feststellen, dass in der Türkei noch immer gravierende Menschenrechtsverletzungen begangen werden. In Übereinstimmung mit dem Fortschrittsbericht der Europäischen Kommission 2008 und den letztveröffentlichten Jahresberichten von Amnesty International und Human Rights Watch sind wir zu der Erkenntnis gelangt, dass vor dem Hintergrund politischer Instabilität und militärischer Auseinandersetzungen Berichte über Misshandlungen und Folter in der Türkei erneut massiv zunehmen. Allein in den kurdischen Provinzen des Landes beträgt die Zunahme derartiger dokumentierter Fälle von 2005: 284 Fälle auf 2008: 798 Fälle. Auch die dokumentierten Fälle extralegaler Hinrichtungen durch staatliche und paramilitärische Kräfte häufen sich besorgniserregend. Deutlich geworden ist ebenfalls, dass türkische Behörden auf kritische Äußerungen noch immer mit Einschüchterungs- und Strafverfolgungsmaßnahmen reagieren und Beamte mit Polizeibefugnissen, selbst bei gravierendsten Menschenrechtsverletzungen, straflos bleiben. (Vergleiche auch die Studie von Human Rights Watch: Closing Ranks against Accountability/Barriers to Tackling Police Violence in Turkey)

Besonders möchten wir Sie auf die folgenden Verstöße gegen internationale und nationale Menschenrechtsregulierungen aufmerksam machen. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie darum bitten, diese Verstöße an den jeweils entscheidenden Stellen zu thematisieren und im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten juristische Schritte und Sanktionen gegen die für die Menschenrechts-verletzungen Verantwortlichen einzufordern oder einzuleiten – und darüber hinaus alles in ihren Möglichkeiten liegende zu unternehmen, derartig abscheuliche Vergehen in Zukunft zu verhindern:

1. Im Dorf Kel (Buğulukaynak), in der Nähe der Kleinstadt Caldiran (nahe der Türkisch-Iranischen Grenze, in der Provinz Van) wurden am 7. Oktober 2009 drei Personen festgenommen, danach Sondereinheiten des Militärs (Özel Teams) übergeben – und von diesen extralegal hingerichtet. Unter den Ermordeten befand sich der 17jährige Gymnasiast Ibrahim Atabay.

Mitglieder der Jandarma übergaben die 3 Festgenommenen direkt (vor dem Haus der Familie Atabay) den Sondereinheiten, die sie nach lang andauernden Folterungen am Rande einer Schlucht (ca. 500m vom Dorf entfernt gelegen) mit Gewehrsalven hinrichteten. Die Festgenommenen waren nach übereinstimmenden Aussagen mehrerer Augenzeugen unbewaffnet. Bei zwei von ihnen handelte es sich um Guerillas, der Dritte, Ibrahim Atabay, war ein 17 jähriger Gymnasiast aus Kel. Die Leichen hatten zertrümmerte Finger, weitere zertrümmerte Körperteile und zertrümmerte Schädel. Am Rande der Schlucht (dem Tatort) wurden auf einer Strecke von 30 Metern Körperreste und Blutspuren gefunden.

Gleichzeitig zu dieser extralegalen Hinrichtung wurden weitere Familienmitglieder von Ibrahim Atabay in einem Haus der Familie misshandelt und gefoltert. Die Familie Atabay ist wegen Errichtung eines, mittlerweile auf Weisung des türkischen Innneministers Atalay eingerissenen, Mahnmals am Tatort mit einem Gerichtsverfahren konfrontiert. Ein von der Familie wegen des Vorwurfs der extralegalen Hinrichtungen angestrengtes Gerichtsverfahren wurde unterdessen vom zuständigen Gericht eingestellt.

Sicherheitskräfte und Militärs bedrohten seitdem Mitglieder der Familie Atabay mehrmals. Die betroffene Familie und weitere Dorfbewohner leben in ständiger Angst vor erneuten Übergriffen oder Morden. Selbst der Rechtsanwalt der Atabays ist Drohungen ausgesetzt und kann daher keine effektive Wahrnehmung der Interessen seiner Mandanten umsetzen. Der Bruder Ibrahim Atabays befindet sich seit dem Tag der beschriebenen Tat ohne Anklage im Gefängnis von Van.

Eine weitere Version des Tathergangs, nach der es sich bei der Tat um einen bewaffneten Konflikt zwischen Soldaten und drei Guerillas gehandelt habe, ist aller Erkenntnis nach nicht glaubwürdig. Selbst zum Zeitpunkt der extralegalen Hinrichtungen am Tatort anwesende Soldaten bestätigten den Vorfall, wie oben ausführlich geschildert, detailliert.

Wir sind erschüttert über ein derartiges, gegen internationale und nationale Menschenrechts-regulierungen verstoßendes Verbrechen und die Kontinuität der Menschenrechtsverletzungen durch das Vorgehen staatlicher Behörden und Beamten. Wir fordern die Aufklärung der Verbrechen und dass die dafür Verantwortlichen juristisch zur Rechenschaft gezogen werden. Zudem bitten wir Sie darum, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, die Drohungen und Misshandlungen gegen die Familienmitglieder Ibrahim Atabays und weitere Dorfbewohner sofort zu unterbinden.

2. Mit Erschrecken mussten wir feststellen, dass wenige Tage nach der Rückkehr der Delegationen in die Bundesrepublik, der 14jährigen Junge Mehmet Nuri Tamcoban ebenfalls von türkischen Soldaten in der Nähe von Caldiran verstümmelt und erschossen worden ist.

Auch diesbezüglich fordern wir die Aufklärung des Verbrechens und eine juristische Sanktionierung der dafür Verantwortlichen.

3. In der Nähe der Stadt Sirnak erschossen Soldaten Anfang März den 26-jährigen Kerem Gün. Er war der ehemalige Vorsitzende der Jugendorganisation der Demokratik Toplum Partisi (DTP) in Senoba. Berichten zufolge wurde er gezielt von Soldaten an einem Kontrollpunkt erschossen. In der behördlichen Legitimation wurde von einem bewaffneten Konflikt mit Schmugglern gesprochen. Der Betroffene war unbewaffnet und in Begleitung von sechs Freunden, die allesamt ohne weitere Anklage oder Vorwürfe unbehelligt aus der Situation hervorgingen. Es wurde nach Zeugenaussagen ohne Ankündigung das Feuer eröffnet und die ärztliche Versorgung des Schwerverletzten behindert. Dem Tod des 26-jährigen gingen nach Zeugenaussagen Todesdrohungen durch Angehörige des Militärs voraus.

Auch in diesem Fall fordern wir die Aufklärung des Verbrechens und eine entsprechende Sanktionierung der dafür Verantwortlichen. Es ist erschreckend und unverantwortlich, in welcher Regelmäßigkeit in der Türkei immer wieder Menschenleben (insbesondere von Jugendlichen) von Soldaten oder Staatsbediensteten mit Polizeibefugnissen ausgelöscht werden.

4. Insgesamt wurden in der Türkei seit 2006 mehr als 400 Kinder wegen Teilnahme an Demonstrationen oder vermeintlichen Steinwürfen auf Demonstrationen, entgegen der UNO Kinderrechtsresolution, zu 4-12 Jahren Haft durch für Erwachsene vorgesehene Schwurgerichte für schwere Straftaten verurteilt. Ca. 5000 ähnliche Strafverfahren gegen Kinder und Jugendliche sind noch anhängig. Als Grundlage der Verfahren wird in den meisten Fällen Artikel 8 des “Anti Terror Gesetzes” benutzt. Demzufolge kann eine Teilnahme an einer Veranstaltung, die die Behörden einer kriminellen oder terroristischen Vereinigung zuschreiben, als Unterstützung oder Propaganda für – oder Mitgliedschaft in derselben ausgelegt werden. Viele Kinder befinden sich in diesem Zusammenhang über eine lange Zeit (teilweise mehr als 9 Monate) in Untersuchungshaft. Die Arbeit von Anwälten wird in vielen Punkten – u.a. mangelnde oder zu späte Akteneinsicht, das Abhören von Mandantengesprächen, Kriminalisierung von und Berufsverbot gegen Anwälte in politischen Verfahren – nicht nur in Verfahren gegen Kinder behindert. Eine effektive Verteidigung ist auf diese Weise kaum möglich.

Wir sind betroffen von einem derartigen Umgang mit Kindern und Jugendlichen und fordern die Einhaltung der UN Kinderrechtsresolution, sowie die Umsetzung des Rechts auf ein faires Verfahren durch die Türkische Justiz.

5. Eine friedliche und demokratische Lösung des türkisch-kurdischen Konflikts ist anerkannterweise ein zentraler Aspekt der Demokratisierung und perspektivischen Entwicklung der Türkei. Auch der türkische Staatspräsident, Herr Abdullah Gül, ist dieser Ansicht. Um eine realistische Beilegung der jahrzehntelangen Auseinandersetzung möglich zu machen, die ihr zugrunde liegenden Konflikte zu beheben und die begangenen Menschenrechtsverletzungen zu heilen, sind unserer Ansicht nach – und den Erfahrungen der Lösung weiterer, zumindest in Grundzügen vergleichbarer Konflikte entsprechend – u.a. die folgenden Maßnahmen notwendig:

a.    die sofortige Beendigung der Kriminalisierung von Vertreterinnen und Vertretern der kurdischen Bevölkerung, von Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtlern, von Journalistinnen und Journalisten und politischer Aktivistinnen und Aktivisten – auch in Europa und Deutschland;

b.    die Freilassung der ab April 2009 inhaftierten ca.1500 Politikerinnen und Politiker, unter denen sich 8 gewählte Bürgermeister der Baris Demokrasi Partisi (BDP), Menschenrechtler (u.a. Regionalvorsitzende des Menschenrechtsvereins Insan Halklari Dernegi / IHD) und Anwältinnen und Anwälte befanden;

c.    die Anerkennung sämtlicher kultureller Rechte der kurdischen Bevölkerung;

d.    eine positive Erwiderung, der immer wieder seitens der kurdischen Guerilla erklärten einseitigen Waffenstillstände,

e.    die Anerkennung des politischen Willens des mehrheitlichen Anteils der kurdischen Bevölkerung, die Abdullah Öcalan als wichtigen Vertreter und Ansprechpartner in einem möglichen Friedensprozess ansehen. Dieser Wille wurde u.a. auf den Newrozfesten der letzten Jahre, bei Kommunal- und Parlamentswahlen, sowie in Petitionen, bei Umfragen und auf Veranstaltungen deutlich zum Ausdruck gebracht;

f.     langfristige Konzepte zur Integration der kurdischen Guerilla und sämtlicher politischer Gefangener in die demokratischen Gesellschaftsabläufe – denn ähnlich wie in Südafrika, Nordirland und mehreren südamerikanischen Staaten, ist ein anhaltender Frieden unserer Ansicht nach nur unter Einbeziehung sämtlicher Konfliktparteien möglich.

Wir bitten Sie, sehr geehrter Herr Ministerpräsident Erdogan, sehr geehrter Herr Außenminister Westerwelle und sehr geehrte Frau Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, mit positivem Bezug auf die Menschenrechte und das Völkerrecht, darum den von uns formulierten Anliegen Ihre Aufmerksamkeit zu widmen, die Anliegen 1. – 5.d. sofort umzusetzen (oder im Fall der bundesdeutschen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner auf eine sofortige Umsetzung hinzuwirken) – und die Maßnahmen 5.e. bis 5.f., im Sinne einer wissenschaftlichen Analyse, zur Ermöglichung eines anhaltenden Friedens in der Türkei, in Anbetracht der benannten historischen Erfahrungen zu bedenken und schrittweise zu verwirklichen.

Hochachtungsvoll,

Prof. Dr. Norman Paech, Völkerrechtler

Jürgen Klute, Mitglied des Europaparlaments

Ulla Jelpke, Mitglied des Bundestags

Christiane Schneider, Mitglied der Hamburger Bürgerschaft

Martin Dolzer, Soziologe

Michael Knapp, Historiker

Dr. Elmar Millich, Physiker

Sinje Kätsch, Kunsttherapeutin

Robert Jarowoy, Mitglied der Bezirksversammlung Hamburg Altona

Julia Körperich, Rechtsanwältin

Britta Eder, Rechtsanwältin

Brigitte Reis, Physiotherapeutin

Jana Behrens, Medizinische Flüchtlingssolidarität Hannover

Christian Jakob, Journalist

Julia Neuse, Sozialarbeiterin Beate Reis

Wilhelm Engels

Ludger Schulte

Sabine Caspar

Antje Steinberg, Lehrerin, GEW


Der Eyjafjallajökull hält die Bonzen am Boden

18. April 2010

Wie die Sagen der alten Wikinger berichten bricht circa alle 200 Jahre der Eyjafjallajökull aus, was immer ein bis zwei Jahre dauert. In dieser Zeit spuckt er fast durchgehend Asche, wobei sich Eyjafjalla alle paar Monate mit heftigeren Eruptionen zu Wort meldet.
Vom 22. – 23. März 2010 begann dies mit Eruptionswolken und starker Gletscherschmelze.
Am 31. März öffnete sich eine circa 300 Meter lange Ausbruchsspalte.
Es folgten am 6. und 12. April 2010 Erdbeben der Stärke 3,7 und 3,2.
Am 14. April öffnete sich schließlich eine 2 Kilometer lange Ausbruchsspalte mit fünf Kratern.
Der Ausstoß von Asche in die Hemisphäre erzeugte den angenehmen Efekt, dass die reichen bzw. besser verdienenden Leute mit ihren Flügen kein Kerosin verschwenden und die Umwelt vergiften können.
Viele Reisende steigen jetzt auf die Bahn um, was in einem kapitalistischen Unrechtssystem wohl leider zu Fahrpreiserhöungen führen wird.
Speditionen werden jetzt vom Flugverkehr auf den umweltfreundlicheren Transport per Schiff oder Bahn umsteigen müssen.
Ein Ausweg wäre auch eine Rückbesinnung auf die wesentlich energieeffizientere Zeppelintechnologie. Damit könnte man mit niedrigerem Energieverbrauch in geringerer Höhe fliegen und trotzdem stattfindende Triebwerksausfälle hätten weniger dramatische folgen.

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Für den Menschen ist die Vulkanasche wohl nicht schädlich. Fluor z.B. ist sogar sehr gesundund wird sogar Lebensmitteln wie Salz zugesetzt; nur in zu hohen Mengen führt es zu Vergiftungen.
Gestern zumindest war ein sehr schöner sonniger Tag mit tiefblauem Himmel ohne hässliche Kondenzstreifen, den ich an unserem wunderschönen Maschsee verbrachte.

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Sicher hatte auch die Flugsicherung einen angenehmen ruhigen Arbeitstag.
Wenn keine Bonzenbomber unterwegs sind können diese auch nicht geklaut und von irgendwelchen Extremisten in irgendwelche Imperialistentempel geballert werden.

Da dem Eyjafjalla traditionell der Katla und dem der wesentlich größere Mýrdálsjökull mit noch stärkeren Ausbrüchen folgt, wird dieser Zustand wohl noch ein paar Jahre anhalten.

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Mountainous countryside near Maelifellssandur, Myrdalsjökull Region, Iceland

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Einige Kapitalisten aus der Luftfahrtbranche wollen zwar trotz des von ihnen als gering eingestuften Risikos fliegen, doch die ersten Abstürze werden sie wohl gegebenenfalls eines Besseren belehren.
Wenn sich die eurasische Platte von der Amerikanischen entfernt drückt diese gegen andere, was natürlich zu erhöhter seismischer Aktivität führt. Z.B.schiebt sie sich unter die Australische, was in einigen Jahren oder Jahrzehnten auch zu einem erneuten schrecklichen Ausbruch des Krakataus führt.

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Deshalb sollten alle fortschrittlichen Kräfte die politisch Verantwortlichen zum konsequenten Aufbau entsprechender Frühwarnsysteme drängen.
Hoch die internationale Solidarität!


SPD back to Marx?

7. April 2010

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Der SPD Landtagsabgeordnete Mathias Brodkorb hat einen frühen Text unseres Genossen Karl Marx analysiert.

Dies ist ein sehr guter Artikel; besonders wenn man bedenkt, dass er von einem Mitglied der heutigen SPD verfasst wurde:

http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=4256:zur-judenfrage-war-marx-antisemit?&Itemid=618

http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=4683:zur-judenfrage-war-karl-marx-ein-antisemit?-teil-2&Itemid=618

Natürlich „hasste“, wenn man dieses Wort schon verwenden will, der Genosse Karl Marx nicht die Kapitalisten sondern wenn überhaupt nur den Kapitalismus. In seinem großartigen Werk, Das Kapital stellt er in seiner typischen Genialität fest, das der Kapitalist in diesem System, bei Strafe des eigenen Untergangs dazu verdammt ist, ein größerer Ausbeuter als sein Konkurent zu sein. Wenn man auf politisch korrekt machen will, muss man heute natürlich Mitbewerber sagen/schreiben.
Was die Haltung unseres Genossen zur „Judenfrage“ angeht, so kann man dies eigentlich anhand einer Stelle dort schon deutlich machen:Der Jude der als ein besonderes Glied in der bürgerlichen Gesellschaft steht, ist nur die
besondere Erscheinung von dem Judentum der bürgerlichen Gesellschaft. (…)
Aus ihren Eingeweiden erzeugt die bürgerliche Gesellschaft fortwährend den Juden.“
Die herrschende Bourgeoisie braucht den Juden oder sonst wen als Sündenbock, ist natürlich auch eine Metapher aus der Tora, für ihre eigene permanente, systembedingte, kriminelle Energie.
Moses war Jahrhunderte vor Spartacus und Jahrtausende vor Müntzer, bis zur Oktoberrevolution 1917 der einzige erfolgreiche Revolutionär. Nur war es damals auf Grund der Entwicklung der Produktivkräfte noch nicht möglich, eine Klassenlose Gesellschaft aufzubauen. Deshalb griffen die Juden auf die Ideologie des Echnaton zurück.
Siegmund Freud vermutete ja, dass sie auch Moses ermordet haben, genau wie gemeinsam mit den römischen Imperialisten auch Jesus.
Dies halte ich auch für wahrscheinlich.
Schließlich haben die Deutschen ja auch Müntzer, Liebknecht, Luxemburg, Thälmann, Meinhoff und viele andere ermordet, weil ihre Herrschenden die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen aufrechterhalten wollten.

Das ist eben der Fluch des Echnaton.

Hoffentlich wird sich die SPD auch in ihrer sonstigen Politik wieder auf ihre Wurzeln beziehen, back to August Bebel, Wilhelm Liebknecht, etc..

Exzerpte aus: Karl Marx (1844): Zur Judenfrage
in: Deutsch-französische Jahrbücher, Leipzig (Reclam) 1981
S.270:
Hat der Standpunkt der politischen Emanzipation das Recht, (…) vom Menschen überhaupt
die Aufhebung der Religion zu verlangen?
5.272:
Die politische Emanzipation von der Religion ist nicht die durchgeführte, die widerspruchs-
lose Emanzipation von der Religion, weil die politische Emanzipation nicht die durchge-
führte, die widerspruchslose Weise der menschlichen Emanzipation ist.
S.273f:
Es folgt ferner, dass der Mensch auf einem Umweg durch ein Medium, wenn auch durch ein
notwendiges Medium sich befreit,- indem er sich politisch befreit. (…) Die Religion ist eben
die Anerkennung des Menschen auf einem Umweg. Durch einen Mittler. Der Staat ist der
Mittler zwischen dem Menschen und der Freiheit des Menschen. Wie Christus der Mittler ist,
dem der Mensch seine ganze Göttlichkeit, seine ganze religiöse Befangenheit aufbürdet, so ist
der Staat der Mittler, in den er seine ganze Ungöttlichkeit, seine ganze menschliche
Unbefangenheit verlegt. Die politische Erhebung über die Religion teilt alle Mängel und alle
Vorzüge der politischen Erhebung überhaupt. Der Staat als Staat annulliert z.B. das
Privateigentum, der Mensch erklärt auf politische Weise das Privateigentum für aufgehoben,
(…) Ist das Privateigentum nicht ideell aufgehoben, wenn der Nichtbesitzende zum
Gesetzgeber des Besitzenden geworden ist? (…) Dennoch ist mit der politischen Annullation
des Privateigentums das Privateigentum nicht nur nicht aufgehoben, sondern vorausgesetzt.
(…)
Der vollendete politische Staat [= die Demokratie] ist seinem Wesen nach das Gattungsleben
des Menschen im Gegensatz zu seinem materiellen Leben. Alle Voraussetzungen dieses
egoistischen Lebens bleiben ausserhalb der Staatssphäre in der bürgerlichen Gesellschaft
bestehen, aber als Eigenschaften der bürgerlichen Gesellschaft. Wo der politische Staat seine
wahre Ausbildung erreicht hat, führt der Mensch nicht nur im Gedanken, im Bewusstsein,
sondern in der Wirklichkeit, im Leben ein doppeltes, ein himmlisches und ein irdisches Leben,
das Leben im politischen Gemeinwesen, worin er sich als Gemeinwesen gilt, und das Leben in
der bürgerlichen Gesellschaft, worin er als Privatmensch tätig ist, die anderen Menschen als
Mittel betrachtet, sich selbst zum Mittel herabwürdigt und zum Spielball fremder Mächte
wird. Der politische Staat verhält sich ebenso spiritualistisch zur bürgerlichen Gesellschaft
wie der Himmel zur Erde. Er steht in demselben Gegensatz zu ihr, er überwindet sie in
derselben Weise wie die Religion die Beschränktheit der profanen Welt, d.h., indem er sie
ebenfalls wieder anerkennen, herstellen, sich selbst von ihr beherrschen lassen muss. Der
Mensch in seiner nächsten Wirklichkeit, in der bürgerlichen Gesellschaft, ist ein profanes
Wesen. Hier, wo er als wirkliches Individuum sich selbst und anderen gilt, ist er eine unwahre
Erscheinung. In dem Staat dagegen, wo der Mensch als Gattungswesen gilt, ist er das
imaginäre Glied einer eingebildeten Souveränität, ist er seines wirklichen individuellen
Lebens beraubt und mit einer unwirklichen Allgemeinheit erfüllt.
S.275 f:
Die Differenz zwischen dem religiösen Menschen und dem Staatsbürger ist die Differenz
zwischen dem Kaufmann und dem Staatsbürger, zwischen dem Taglöhner und dem
Staatsbürger, zwischen dem Grundbesitzer und dem Staatsbürger, zwischen dem lebendigen
Individuum und dem Staatsbürger. Der Widerspruch, in dem sich der religiöse Mensch mit
dem politischen Menschen befindet, ist derselbe Widerspruch, in welchem sich der Bourgeois
mit dem Citoyen, in welchem sich das Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft mit seiner
politischen Löwenhaut befindet.
Diesen weltlichen Widerstreit, auf welchen sich die Judenfrage schliesslich reduziert, das
Verhältnis des politischen Staates zu seinen Voraussetzungen, mögen dies nun materielle
Momente sein, wie das Privateigentum etc., oder geistige, wie Bildung, Religion, den
Widerstreit zwischen dem allgemeinen Interesse und dem Privatinteresse, die Spaltung
zwischen dem politischen Staat und der bürgerlichen Gesellschaft, diese weltlichen
Gegensätze lässt [der linkshegelianische Kritische Kritiker Bruno] Bauer bestehen, während
er gegen ihren religiösen Ausdruck polemisiert.
S.276f:
Die politische Emanzipation ist allerdings ein großer Fortschritt; sie ist zwar nicht die letzte
Form der menschlichen Emanzipation überhaupt, aber sie ist die letzte Form der
menschlichen Emanzipation innerhalb der bisherigen Weltordnung. Es versteht sich: wir
sprechen hier von wirklicher, von praktischer Emanzipation.
Der Mensch emanzipiert sich politisch von der Religion, indem er sie aus dem öffentlichen
Recht in das Privatrecht verbannt. Sie ist nicht mehr der Geist des Staats, wo der Mensch —
wenn auch in beschränkter Weise, unter besonderer Form und in einer besonderen Sphäre —
sich als Gattungswesen verhält, in Gemeinschaft mit anderen Menschen; sie ist zum Geist der
bürgerlichen Gesellschaft geworden, der Sphäre des Egoismus, des bellum omnium contra
omnes [Krieg aller gegen alle]. Sie ist nicht mehr das Wesen der Gemeinschaft, sondern das
Wesen des Unterschieds. Sie ist zum Ausdruck der Trennung des Menschen von seinem
Gemeinwesen, von sich und den anderen Menschen geworden — was sie ursprünglich war.
(…) Sie ist unter die Zahl der Privatinteressen hinabgestoßen und aus dem Gemeinwesen als
Gemeinwesen exiliert.
Aber man täusche sich nicht über die Grenze der politischen Emanzipation. Die Spaltung des
Menschen in den öffentlichen und den Privatmenschen, die Dislokation [= Versetzung] der
Religion aus dem Staat in die bürgerliche Gesellschaft, sie ist nicht eine Stufe, sie ist die
Vollendung der politischen Emanzipation, die also die wirkliche Religiosität des Menschen
ebensowenig aufhebt als aufzuheben strebt.
S.277:
Die Zersetzung des Menschen (…) in den religiösen Menschen und den Staatsbürger, diese
Zersetzung (…) ist keine Umgehung der politischen Emanzipation, sie ist die politische
Emanzipation selbst, sie ist die politische Weise, sich von der Religion zu emanzipieren.
Allerdings:
In Zeiten, wo der politische Staat als politischer Staat [= radikale Demokratie: in der
Jakobiner-Diktatur der Französischen Revolution, die hier gemeint ist] gewaltsam aus der
bürgerlichen Gesellschaft heraus geboren wird, wo die menschliche Selbstbefreiung unter der
Form der politischen Selbstbefreiung sich zu vollziehen strebt, kann und muss der Staat bis
zur Aufhebung der Religion, bis zur Vernichtung der Religion fortgehen, aber nur so, wie er
zur Aufhebung des Privateigentums, zum Maximum [gesetzlich festgelegte Höchstpreise], zur
Konfiskation, zur progressiven Steuer, wie er zur Aufhebung des Lebens, zur Guillotine
fortgeht. In den Momenten seines besonderen Selbstgefühls sucht das politische Leben seine
Voraussetzung, die bürgerliche Gesellschaft und ihre Elemente, zu erdrücken und sich als .das
wirkliche, widerspruchslose Gattungsleben des Menschen zu konstituieren. Es vermag dies
indes nur durch gewaltsamen Widerspruch gegen seine eigenen Lebensbedingungen, nur
indem es die [politische, demokratische] Revolution für permanent erklärt, und das politische
Drama endet daher ebenso notwendig mit der Wiederherstellung der Religion, des
Privateigentums, aller Elemente der bürgerlichen Gesellschaft, wie der Krieg mit dem Frieden
endet.
S.278ff:
Der Staat [ist in seiner Vollendung als Demokratie] die wirkliche Ausführung des
menschlichen Grundes der Religion, (…) [und darin, dass] der vollendete Staat wegen des
Mangels, der im allgemeinen Wesen des Staates liegt, die Religion unter seine
Voraussetzungen zählt, (…) zeigt sich die Unvollkommenheit selbst der vollendeten Politik in
der Religion. (…)
Der demokratische Staat, der wirkliche Staat, bedarf nicht der Religion zu seiner politischen
Vervollständigung. Er kann vielmehr von der Religion abstrahieren, weil in ihm die
menschliche Grundlage der Religion auf weltliche Weise ausgeführt ist. (…)
Aber der religiöse Geist kann auch nicht wirklich verweltlicht werden, denn was ist er selbst,
als die unweltliche Form einer Entwicklungsstufe des menschlichen Geistes? Der religiöse
Geist kann nur verwirklicht werden, insofern die Entwicklungsstufe des menschlichen
Geistes, deren religiöser Ausdruck er ist, in ihrer weltlichen Form heraustritt und sich
konstituiert. Dies geschieht im demokratischen Staat. Nicht das Christentum, sondern der
menschliche Grund des Christentums ist der Grund dieses Staates. Die Religion bleibt das
ideale, unweltliche Bewusstsein seiner Glieder, weil sie die ideale Form der menschlichen
Entwicklungsstufe ist, die in ihm durchgeführt wird.
Religiös sind die Glieder des politischen Staats durch den Dualismus zwischen dem
individuellen und dem Gattungsleben, zwischen dem Leben der bürgerlichen Gesellschaft und
dem politischen Leben; religiös, indem der Mensch sich zu dem seiner wirklichen
Individualität jenseitigen Staatsleben als seinem wahren Leben verhält; religiös, insofern die
Religion hier der Geist der bürgerlichen Gesellschaft, der Ausdruck der Trennung und der
Entfernung des Menschen vom Menschen ist.
Christlich ist die politische Demokratie, indem in ihr der Mensch, nicht nur ein Mensch,
sondern jeder Mensch, als souveränes. als höchstes Wesen gilt, aber der Mensch (…), wie er
durch die ganze Organisation unserer Gesellschaft … sich selbst verloren, veräussert, unter die
Herrschaft unmenschlicher Verhältnisse und Elemente gegeben ist, mit einem Wort. der
Mensch, der noch kein wirkliches Gattungswesen ist. Das Fantasiegebilde, der Traum, das
Postulat des Christentums, die Souveränität des Menschen, aber als eines fremden, von dem
wirklichen Menschen unterschiedenen Wesens, ist in der Demokratie sinnliche Wirklichkeit,
Gegenwart, weltliche Maxime.
S.282:
Das religiöse und theologische Bewusstsein selbst gilt sich in der vollendeten Demokratie um
so religiöser, um so theologischer, als es scheinbar ohne politische Bedeutung, ohne irdische
Zwecke, Angelegenheit des weltscheuen Gemütes, Ausdruck der Verstandes-Borniertheit,
Produkt der Willkür und der Fantasie, als es ein wirklich jenseitiges Leben ist. (…) Das
religiöse Bewusstsein schweigt [hier, in der vollendeten Demokratie,] in dem Reichtum des
religiösen Gegensatzes und der religiösen Mannigfaltigkeit.
Wir haben also gezeigt: Die politische Emanzipation von der Religion lässt die Religion
bestehen, wenn auch keine privilegierte Religion. (…) Die Emanzipation des Staates von der
Religion ist nicht die Emanzipation des wirklichen Menschen von der Religion.
S.283ff:
Betrachten wir einen Augenblick die sogenannten Menschenrechte (…) Die droits de
l‘homme, die Menschenrechte, werden als solche unterschieden von den droits du citoyen,
von den Staatsbürgerrechten. Wer ist der vom citoyen [= politischer, Staats-Bürger]
unterschiedene homme [=Mensch]? Niemand anders als das Mitglied der bürgerlichen
Gesellschaft. Warum wird das Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft, ´Mensch‘, Mensch
schlechthin, warum werden seine Rechte Menschenrechte genannt? Woraus erklären wir dies
Faktum? Aus dem Verhältnis des politischen Staats zur bürgerlichen Gesellschaft, aus dem
Wesen der politischen Emanzipation.
Vor allem konstatieren wir die Tatsache, dass die sogenannten Menschenrechte, die droits de
l‘homme im Unterschied von den droits du citoyen, nichts anderes sind als die Rechte des
Mitglieds der bürgerlichen Gesellschaft, d.h. des egoistischen Menschen, des vom Menschen
und vom Gattungswesen getrennten Menschen. (…)
Worin besteht die liberté ? (…) Es handelt sich um die Freiheit des Menschen als isolierter auf
sich zurückgezogener Monade. (…) Aber das Menschenrecht der Freiheit basiert nicht auf der
Verbindung des Menschen mit dem Menschen, sondern auf der Absonderung des Menschen
von dem Menschen. Es ist das Recht dieser Absonderung, das Recht des beschränkte, auf sich
beschränkten Individuums. Die praktische Nutzanwendung des Menschenrechts der Freiheit
ist das Menschenrecht des Privateigentums.
S.286f:
Das Menschenrecht des Privateigentums ist (…) das Recht des Eigennutzes. Jene individuelle
Freiheit, wie diese Nutzanwendung derselben, bilden die Grundlage der bürgerlichen
Gesellschaft. Sie lässt jeden Menschen im anderen Menschen nicht die Verwirklichung
sondern vielmehr die Schranke seiner Freiheit finden. (…)
Die égalité, hier in ihrer nichtpolitischen Bedeutung, ist nichts anderes als die Gleichheit der
oben beschriebenen liberté nämlich: dass jeder Mensch gleichmäßig als solche auf sich
ruhende Monade betrachtet wird. (…)
Und die súreté ? (…) Die Sicherheit ist der höchste soziale Begriff der bürgerlichen
Gesellschaft, der Begriff der Polizei, dass die ganze Gesellschaft nur da ist, um jedem ihrer
Glieder die Erhaltung seiner Person, seiner Rechte und seines Eigentums zu garantieren.
Hegel nennt in diesem Sinn die bürgerliche Gesellschaft “den Not- und Verstandesstaat“ [G.
WF.Hegel: Grundlinien der Philosophie des Rechts. §183]. Durch den Begriff der Sicherheit
erhebt sich die bürgerliche Gesellschaft nicht über ihren Egoismus. Die Sicherheit ist
vielmehr die Versicherung ihres Egoismus.
Keines der sogenannten Menschenrechte geht also über den egoistischen Menschen hinaus,
über den Menschen, wie er Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft, nämlich auf sich, auf sein
Privatinteresse und seine Privatwillkür zurückgezogenes und vom Gemeinwesen
abgesondertes Individuum ist. Weit entfernt, dass der Mensch in ihnen als Gattungswesen
aufgefasst wurde, erscheint vielmehr das Gattungsleben selbst, die Gesellschaft, als ein den
Individuen äusserlicher Rahmen, als Beschränkung ihrer ursprünglichen Selbständigkeit. Das
einzige Band, das sie zusammenhält, ist die Naturnotwendigkeit, das Bedürfnis und das
Privatinteresse, die Konservation ihres Eigentums und ihrer egoistischen Person.
S.2 88ff:
Die politische Revolution ist die Revolution [bloß innerhalb in Hegels Sinne:] der
bürgerlichen Gesellschaft. (…) Die politische Revolution, welche (…) die
Staatsangelegenheiten zu Volksangelegenheiten erhob, welche den politischen Staat als
allgemeine Angelegenheit, d.h. als wirklichen Staat [= moderne demokratische Republik]
konstituierte, (…) zerschlug die bürgerliche Gesellschaft in ihre einfachen Bestandteile,
einerseits in die Individuen, andererseits in die materiellen und geistigen Elemente, welche
den Lebensinhalt, die bürgerliche Situation dieser Individuen bilden. Sie entfesselte den
politischen Geist, (…) befreite ihn von seiner Vermischung mit dem bürgerlichen Leben und
konstituierte ihn als die Sphäre des Gemeinwesens, der allgemeinen Volksangelegenheit in
idealer Unabhängigkeit von jenen besonderen Elementen des bürgerlichen Lebens. Die
bestimmte Lebenstätigkeit und die bestimmte Lebenssituation sanken zu einer nur
individuellen Bedeutung herab. (…) Die öffentliche Angelegenheit als solche ward vielmehr
zur allgemeinen Angelegenheit jedes Individuums und die politische Funktion zu seiner
allgemeinen Funktion.
Allein die Vollendung des Idealismus des Staats war zugleich die Vollendung des
Materialismus der bürgerlichen Gesellschaft.
(…) aufgelöst in ihren Grund, in den Menschen aber in den Menschen, wie er wirklich ihr
Grund war, in den egoistischen Menschen.
Dieser Mensch, das Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft, ist nun die Basis, die
Voraussetzung des politischen Staats [= der modernen Demokratie]. Er ist von ihm als solche
anerkannt in den Menschenrechten.
Die Freiheit des egoistischen Menschen und die Anerkennung dieser Freiheit ist aber
vielmehr die Anerkennung der zügellosen Bewegung der geistigen und materiellen Elemente,
welche seinen Lebensinhalt bilden.
Der Mensch wurde daher nicht von der Religion befreit, er erhielt die Religionsfreiheit. Er
wurde nicht vom Eigentum [= Privateigentum an den Produktions- und Lebensbedingungen]
befreit. Er erhielt die Freiheit des Eigentums. (…)
S.290f (= MEW 1, S. 369f):
Die Konstitution des politischen Staats und die Auflösung der bürgerlichen Gesellschaft in die
unabhängigen Individuen – deren Verhältnis das Recht ist, wie das Verhältnis der Standes-
und Innungsmenschen das Privilegium war – vollzieht sich in einem und demselben Akt. Der
Mensch, wie er Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft ist, der unpolitische Mensch, erscheint
aber notwendig als der natürliche Mensch. Die droits de l‘homme [Menschenrechte]
erscheinen als droits naturels [Naturrechte], denn die selbstbewusste Tätigkeit konzentriert
sich auf den politischen Akt Der egoistische Mensch ist das passive, nur vorgefundene
Resultat der aufgelösten Gesellschaft, Gegenstand der unmittelbaren Gewissheit, also
natürlicher Gegenstand. Die politische Revolution löst das bürgerliche Leben in seine
Bestandteile auf, ohne diese Bestandteile selbst zu revolutionieren und der Kritik zu
unterwerfen. Sie verhält sich zur bürgerlichen Gesellschaft, zur Welt der Bedürfnisse, der
Arbeit, der Privatinteressen, des Privatrechts als zur Grundlage ihres Bestehens, als zu einer
nicht weiter begründeten Voraussetzung daher als zu ihrer Naturbasis Endlich gilt der
Mensch, wie er Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft ist, für den eigentlichen Menschen, für
den homme im Unterschied zu dem citoyen, weil er der Mensch in seiner sinnlichen
individuellen nächsten Existenz ist, während der politische Mensch nur der abstrahierte,
künstliche Mensch ist, der Mensch als eine allegorische[= gleichnishafte], moralische Person.
Der wirkliche Mensch ist erst in der Gestalt des egoistischen Individuums, der wahre Mensch
erst in der Gestalt des abstrakten citoyen anerkannt.
(…)
Alle Emanzipation ist Zurückführung der menschlichen Welt, der Verhältnisse, auf den
Menschen selbst.
Die politische Emanzipation ist die Reduktion des Menschen, einerseits auf das Mitglied der
bürgerlichen Gesellschaft, auf das egoistische unabhängige Individuum, andererseits auf den
Staatsbürger, auf die moralische Person.
Erst wenn der wirkliche individuelle Mensch den abstrakten Staatsbürger in sich
zurücknimmt und als individueller Mensch in seinem empirischen Leben, in seiner
individuellen Arbeit, in seinen individuellen Verhältnissen Gattungswesen geworden ist, erst
wenn der Mensch seine forces propres [= seine eigenen Kräfte, Wesenskräfte] als
gesellschaftliche Kräfte erkannt und organisiert hat und daher die gesellschaftliche Kraft nicht
mehr in der Gestalt der politischen Kraft von sich trennt, erst dann ist die menschliche
Emanzipation vollbracht.
S.292ff:
[Der linkshegelianistische Kritische Kritiker Bruno]Bauer verwandelt (…) die Frage von der
Judenemanzipation in eine rein religiöse Frage. (…) Bauer fasst das ideale abstrakte Wesen
des luden, seine Religion als sein ganzes Wesen. (…)
Wir versuchen, die theologische Fassung der Frage zu brechen. Die Frage nach der
Emanzipationsfähigkeit des Juden verwandelt sich uns in die Frage, welches besondere
gesellschaftliche Element zu überwinden sei, um das Judentum aufzuheben ? Denn die
Emanzipationsfähigkeit des heutigen Juden ist das Verhältnis des Judentums zur
Emanzipation der heutigen Welt. Dies Verhältnis ergibt sich notwendig aus der besonderen
Stellung des Judentums in der heutigen geknechteten Welt.
Betrachten wir den wirklichen weltlichen Juden, nicht den Sabbatsjuden, wie Bauer es tut,
sondern den Alltagsjuden
Suchen wir das Geheimnis des Juden nicht in seiner Religion, sondern suchen wir das
Geheimnis der Religion im wirklichen Juden.
Welches ist der weltliche Grund des Judentums ? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz
Welches ist der weltliche Kultus des Juden ? Der Schacher. Welches ist sein wirklicher Gott?
Das Geld.
Nun wohl! Die Emanzipation vom Schacher und vom Geld, also vom praktischen, realen
Judentum, wäre die Selbstemanzipation unserer Zeit.
Eine Organisation der Gesellschaft, welche die Voraussetzungen des Schachers, also die
Möglichkeit des Schachers aufhöbe, hätte den Juden unmöglich gemacht. Sein religiöses
Bewusstsein würde wie ein fader Dunst in der wirklichen Lebensluft der Gesellschaft sich
auflösen. Andererseits: wenn der Jude dies sein praktisches Wesen als nichtig erkennt und an
seiner Aufhebung arbeitet, arbeitet er aus seiner bisherigen Entwicklung heraus, an der
menschlichen Emanzipation schlechthin und kehrt sich gegen den höchsten praktischen
Ausdruck der menschlichen Selbstentfremdung.
Wir erkennen also im Judentum ein allgemeines gegenwärtiges antisoziales Element, welches
durch die geschichtliche Entwicklung, an welcher die Juden in dieser schlechten Beziehung
eifrig mitgearbeitet, auf seine jetzige Höhe getrieben wurde, auf eine Höhe, auf welcher es
sich notwendig auflösen muss.
S.294f:
Der Jude hat sich auf jüdische Weise emanzipiert, nicht nur, indem er sich die Geldmacht
angeeignet, sondern indem durch ihn und ohne ihn das Geld zur Weltmacht und der
praktische Judengeist zum praktischen Geist der christlichen Völker geworden ist. Die Juden
haben sich insoweit emanzipiert, als die Christen zu Juden geworden sind. (…)
Der Widerspruch, in welchem die praktische politische Macht des Juden zu seinen politischen
Rechten steht, ist der Widerspruch der Politik und Geldmacht überhaupt. Während die erstere
ideal über der zweiten steht, ist sie in der Tat zu ihrer Leibeigenen geworden. (…).
Der Jude, der als ein besonderes Glied in der bürgerlichen Gesellschaft steht, ist nur die
besondere Erscheinung von dem Judentum der bürgerlichen Gesellschaft. (…)
Aus ihren Eingeweiden erzeugt die bürgerliche Gesellschaft fortwährend den Juden.
S.296f:
Welches war an und für sich die Grundlage der jüdischen Religion.? Das praktische
Bedürfnis, der Egoismus. [Karl Marx folgt hier dem materialistischen Religionskritiker
Ludwig Feuerbach, der in Das Wesen des Christentums den Begriff der Praxis noch a!s
pragmatisch-utilitaristisch fasst: ‘Aber der Utilismus, der Nutzen ist die wesentliche
Anschauung des Judentums.“ Der Juden “Prinzip, ihr Gott ist das praktische Prinzip von der
Welt – der Egoismus (…)“] (…)
Das praktische Bedürfnis, der Egoismus ist das Prinzip der bürgerlichen Gesellschaft und tritt
rein als solches hervor, sobald die bürgerliche Gesellschaft den politischen Staat vollständig
aus sich herausgeboren. Der Gott des praktischen Bedürfnisses und Eigennutzes ist das Geld
S.296:
Das Geld ist der eifrige Gott Israels, vor welchem kein anderer Gott bestehen darf. Das Geld
erniedrigt alle Götter des Menschen – und verwandelt sie in eine Ware. Das Geld ist der
allgemeine, für sich selbst konstituierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die
Menschenwelt wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt. Das Geld ist das dem
Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dies fremde Wesen
beherrscht ihn, und er betet es an.
Der Gott der Juden hat sich verweltlicht, er ist zum Weltgott geworden. Der Wechsel ist der
wirkliche Gott des Juden. Sein Gott ist nur der illusorische Wechsel. (…)
Was in der jüdischen Religion abstrakt liegt, die Verachtung der Theorie, der Kunst, der•
Geschichte, des Menschen als Selbstzweck, das ist der wirkliche bewusste Standpunkt, die
Tugend des Geldmenschen. Das Gattungsverhältnis selbst, das Verhältnis von Mann und
Weib etc. wird zu einem Handelsgegenstand! Das Weib wird verschachert.
Die chimärische Nationalität des Juden ist die Nationalität des Kaufmanns, überhaupt des
Geldmenschen.
S.297ff:
Das Judentum erreicht seinen Höhepunkt mit der Vollendung. der bürgerlichen Gesellschaft;
aber die bürgerliche Gesellschaft vollendet sich erst in der christlichen Welt. Nur unter der
Herrschaft des Christentums, welche alle nationalen, natürlichen, sittlichen, theoretischen
Verhältnisse dem Menschen äusserlich macht, konnte die bürgerliche Gesellschaft sich
vollständig vom Staatsleben trennen, alle Gattungsbande des Menschen zerreissen, den
Egoismus, das eigennützige Bedürfnis an die Stelle dieser Gattungsbande setzen, die
Menschenwelt in eine Welt atomistischer, feindlich sich gegenüberstehender Individuen
auflösen.
Das Christentum ist aus dem Judentum entsprungen. Es hat sich wieder in das Judentum
aufgelöst. Das Christentum hatte das reale Judentum nur zum Schein überwunden. Es war zu
vornehm, zu spiritualistisch, um die Roheit des praktischen Bedürfnisses anders als durch die
Erhebung in die blaue Luft zu beseitigen.
Das Christentum ist der sublime Gedanke des Judentums, das Judentum ist die gemeine
Nutzanwendung des Christentums, aber diese Nutzanwendung konnte erst zu einer
allgemeinen werden, nachdem das Christentum als die fertige Religion die Selbstentfremdung
des Menschen von sich und der Natur theoretisch vollendet hatte.
Nun erst konnte das Judentum zur allgemeinen Herrschaft gelangen und den entäusserten
[hier noch wie bei Hegel = entfremdeten] Menschen, die entäusserte Natur zu veräusserbaren,
verkäuflichen, der Knechtschaft des egoistischen Bedürfnisses, dem Schacher
anheimgefallenen Gegenständen machen.
Die Veräusserung ist die Praxis der Entäusserung [= Entfremdung]. Wie der Mensch, solange
er religiös befangen ist, sein Wesen nur zu vergegenständlichen weiss, indem er es zu einem
fremden fantastischen Wesen macht, so kann er sich unter der Herrschaft des egoistischen
Bedürfnisses nur praktisch betätigen, nur praktische Gegenstände erzeugen, indem er seine
Produkte, wie seine Tätigkeit, unter die Herrschaft eines fremden Wesens stellt und ihnen die
Bedeutung eines fremden Wesens – des Geldes – verleiht.
Wir erklären die Zähigkeit des Juden nicht aus seiner Religion, sondern vielmehr aus dem
menschlichen Grund seiner Religion, dem praktischen [=utilitaristischen] Bedürfnis, dem
Egoismus. Weil das reale Wesen des Juden in der bürgerlichen Gesellschaft sich allgemein
verwirklicht, verweltlicht hat, darum konnte die bürgerliche Gesellschaft den Juden nicht von
der Unwirklichkeit seines religiösen Wesens, welches eben nur die ideale Anschauung des
praktischen [=utilitaristischen] Bedürfnisses ist, überzeugen. Also nicht nur im Pentateuch
[die Fünf Bücher Mosis] oder im Talmud, in der jetzigen Gesellschaft finden wir das Wesen
des heutigen Juden, nicht als ein abstraktes, sondern als ein höchst empirisches Wesen, nicht
nur als Beschränktheit des Juden, sondern als die jüdische Beschränktheit der Gesellschaft.
Sobald es der Gesellschaft gelingt, das empirische Wesen des Judentums, den Schacher und
seine Voraussetzungen, aufzuheben, ist der Jude unmöglich geworden‘ weil sein Bewusstsein
keinen Gegenstand mehr hat, weil die subjektive Basis des Judentums, das praktische
[=utilitaristische] Bedürfnis, vermenschlicht, weil der Konflikt der individuell-sinnlichen
Existenz mit der Gattungsexistenz des Menschen aufgehoben ist.
Die gesellschaftliche Emanzipation des Juden ist die Emanzipation der Gesellschaft vom
Judentum.


Loddfáfnirs Lehren

5. April 2010

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In domini Urda et Werdandi et Skulda

Aus der Edda:

Mit Schimpf und Hohn verspotte nicht

Den Fremden noch den Fahrenden.

Selten weiß der zu Hause sitzt

Wie edel ist, der einkehrt.

Hávamál Vers 133

Frohes Fest.

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Ein präspartacistischer Held

4. April 2010

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In Domini Urda et Werdandi et Skulda
Wenn Freyr und Gullinborsti durchs Land maschieren und wieder alles zum grünen und zum blühen bringen, feiern die Anhänger der monotheistischen Religionen den Befreiungskampf ägyptischer Sklaven unter der Führung eines großen präspartacistischen Helden gegen eine der ersten Diktaturen der Klassengesellschaft, gegen Mizraym.
Moses selbst werden in der Literatur der monotheistischen Religion enge Kontakte zum Hof des Pharao nachgesagt und aus dieser Ecke kommt auch diese damals noch neue Idee.

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Echnaton einer der Amtsvorgänger von Ramses II, dem Gegenspieler unseres ägyptischen Freiheitskämpfers, als den ihn schon Freud erkannte,

wollte seine durch das Privateigentum an Boden und Produktionsmitteln, in der Epoche der Sklaverei einschließlich Menschen, in der neuen Klassengesellschaft dadurch erweitern und festigen, dass er die Götter abschafft und nur noch Aton, dessen Sohn er seiner Ansicht nach war, von „seinem“ Volk anbeten lassen. Dadurch wurde er der „legitime“ Herrscher der Menschheit von „Gottes Gnaden“.

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Die Geschichte vom ‚goldenen Kalb‘ deutet dieses Gift an, was mit der Klassenherrschaft unter die Menschen gekommen war und bis zu ihrem Ende immer wieder durch das Streben nach Geld und Macht, zur Ausbeutung des Menschen durch den Menschen führen wird.
Dieser Sklavenaufstand Jahrhunderte vor Spartacus und Jahrtausende vor Müntzer,  war bis zur Oktoberrevolution der einzige einer unterdrückten Klasse, der von den Herrschenden nicht niedergeschlagen werden konnte.
Doch die Entwicklung der Produktionsverhältnisse erlaubte noch keine kollektive Produktionsweise und so endete auch die Freiheit des neuen Volkes.

Nach dem es  40. Jahre durch die Wüste geirrt war und äußerst bescheiden sein Dasein gefristet hatte, viel es in das Land der Kanaaniter ein, plünderte es und gründete ein eigenes Königreich mit den damals üblichen Ausbeutungsverhälnissen und dem damals modernen Staatsverständnis Echnatons.
Jahrhunderte konnte sich dieses neue Reich damit gegen die benachbarten Großmächte behaupten, bis es zu einer römischen Provinz wurde.
Wie es von der Antike bis heute üblich ist arangierten sich die herrschenden Klassen, der Adel, die Bourgeoisie und selbstverständlich auch der Klerus mit den imperialistischen Besatzern und beuteten gemeinsam das Volk aus. Devide et impera.
Der durch die Ausbeutung sich entwickelnde Kampf des Volkes gegen die Herrschenden wurde seit jeher auch durch Idealisten aus den Ausbeuterklassen mit organisiert und oft auch durch neue, manchmal auch gute Ideen bereichert.
Der Spross einer Handwerker und/oder Händlerfamilie, dem selber eine Tätigkeit als Tischler nachgesagt wird, jagte die Reichen und ihre Geldwechsler, die Banker der Antike, aus dem Tempel und prangerte die Kollaboration der Herrschenden, besonders des Klerus, mit den imperialistischen Besatzern an.
Während die Stadthalter Roms, die ihre Provinz auch gern ausgebeutet hätten ohne mit den jüdischen Kollaborateuren zu teilen, ihre Hände „in Unschuld“ wuschen, schrieen diese nach der Vernichtung eines neuen Befreiungstheologen.
Die monotheistischen Quellentexte deuten an, das Jesus am Kreuz das Bewusstsein verlor, aber lebend vom Kreuz genommen wurde. Ein Toter blutet nicht mehr wenn man ihn mit einer Lanze sticht, schon gar nicht stark, „Blut und Wasser“, etc. pp., was damals nur wenigen bekannt war. Es waren  damals auch schon Pflanzen bekannt, deren Wirkung die Vitalfunktionen verlangsamen bzw. vorrübergehend fast aussetzen konnten. Diese konnten sicher auch durch einen „in Essig getränkten Schwam“ verabreicht werden.
Verschieden Quellen gehen davon aus dass Jesus nach seiner Kreuzigung je nach religiösem Background in Gallien, Britanien oder Indien bzw. dem heutigen Pakistan gelebt hat.
Da Jesus auf seine Art Brüderlichkeit unter den Unterdrückten predigten, auch mit den weniger angesehenen Jobs, Zöllner, Prostituierte, usw., wurde und blieb er im Volk beliebt; auch in anderen römischen Provinzen.
Durch Echnatons Idee des Alleinherrschaftsanspruchs wurde seine Sekte später auch für die Monarchie interessant und durch die Herrschenden mit großem Erfolg korumpiert.

Den alten Ägyptern war der Monotheismus trotz ihres Pharaokultes suspekt.
Echnaton war nach seinem Tod schnell in Ungnade gefallen und wurde samt seines Kultes aus dem kulturellen Leben verbannt. Seine von ihm errichtete Hauptstadt wurde der Wüste überlassen. Archäologische untersuchungen haben ergeben, dass sein Volk hungerte wie nie zuvor während in seinen neuen Kultstätten Lebensmittel und Luxusgüter aufgebahrt wurden, von ihm und seinen Verwanten verprasst wurden und wohl auch massenhaft vergammelten.
Sicher hatten auch die Priester der alten polytheistischen Religion ein großes Interesse an der Restauration der alten Verhältnisse.
Die polytheistischen Religionen sind schon vor dem Zerfall der Menschheit in Klassen entstanden, als die Menschen die Natur beobachteten und versuchten sich die Welt zu erklären.
Die Priester der Pharaonen hatten über Jahrtausende verstanden sich den von den Werktätigen erschaffenen Mehrwert anzueignen in saus und braus zu leben und imposante Sakralbauten zu erichten, ohne diese in Verzweiflung und Elend zu treiben, ähnlich wie die kapitalistischen Diktaturen Westeuropas zwischen dem zweiten imperialistischen Weltkrieg und der Kontterrevolution in Ost- und Mitteleuropa gelernt hatten, dem Volk genug zum Leben zu lassen.
Vor dem Zerfall der Menschheit in Klassen lebten die Menschen und Völker einfach und bescheiden aber in Einheit und Harmonie.
Anne Ross schreibt in ihrem Buch Pagan Celtic Britain:
„Wir müssen uns eine starke Mischung von keltisch und teutonisch sprechenden Menschen westlich des Rheins vorstellen, ohne von einer grundlegenden Feindschaft oder Verschiedenheit zwischen ihnen ausgehen zu können.“
Warum auch? Auch die Germanen östlich des Rheins lebten sicher friedlich mit ihren keltischen und slavischen Nachbarn zusammen, bevor sie durch den Konsumterror der römischen Imperialisten kompromittiert wurden, ihre Nachbarn überfielen, oft auch versklavten und schließlich auch dem einst mächtigen Rom ein Ende bereiteten, dem ihre inzwischen leider etablierten herrschenden Klassen leider nacheiferten.
Der Genosse Friedrich Engels vergleicht unsere Vorfahren in seinen Werken, Zur Geschichte der Urgermanen, mit den First Nations in Nordamerika und weist somit nach, dass dort auch Kriegsgefangene keine Sklaven waren sondern gleichberechtigt im Stamm lebten, was auch aus fortschrittlicher Trivialliteratur hervorgeht. Hier wird die bürgerliche Geschichtsschreibung der Lüge überführt.

Überall lebten die Menschen in Einheit und Harmonie bevor sie in Klassen zerfielen. Auch aus dem Yajurveda ersieht man, dass die Veden für alle Menschen gelten. Erst als im Sudra die indische Gesellschaft in Kasten zerfiel, verrieten die Herrschenden dieses zutiefst humanistische Prinzip.
Davon war auch der große indische Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi überzeugt. Am 24. April 1924 schrieb er in der Young India:
„Es ist das Glück oder Unglück des Hinduismus, dass er über kein offizielles Glaubensbekenntnis verfügt. Um mich vor Missverständnissen zu schützen, habe ich daher Wahrheit und Gewaltlosigkeit zu meinen Glaubenssätzen erwählt. Sollte ich den Hinduismus beschreiben, würde ich einfach sagen: Er ist die Suche nach Wahrheit mit gewaltlosen Mitteln. Ein Mensch muss nicht einmal an Gott glauben und könnte sich dennoch als Hindu bezeichnen. Hinduismus ist die schonungslose Suche nach Wahrheit. Und wenn der Hinduismus heute todgeweiht, unbeweglich und unempfänglich für Entwicklungen scheint, so nur deshalb, weil wir erschöpft sind. Sobald diese Erschöpfung jedoch vorübergeht, wird der Hinduismus vielleicht die Welt überstrahlen wie nie zuvor. Natürlich ist der Hinduismus die toleranteste aller Religionen. Sein Glaube ist allumfassend.“

Auch haben diese alten polytheistischen Religionen aus der Zeit vor dem Zerfall der Menschheit in Klassen eine ganz andere Haltung zu Minderheiten.

Homosexualität gilt z.B. in den antiken Hochkulturen noch als etwas völlig normales, gesellschaftlich akzeptiertes. In Indien haben die Hidjeras noch heute eine besondere gesellschaftliche Stellung und ihnen werden besondere Kräfte nachgesagt. Diese Tradition hat sich auch bei den Kusras in Pakistan erhalten. Auch in der germanischen Mythologie wird aus Njörd Fjörgyn, die erst Frau Odins, eine Transe! Diese ist die Mutter von Thor und Tyr, der erst im laufe seines Lebens zu einem männlichen Gott wird, der die Welt an der Seite Odins vor dem Fenriswolf bewahrt.

Ein gefährliches Raubtier, dass die Welt bedroht. Gibt es eine bessere Beschreibung für die letzte Epoche der Klassenherrschaft, in der sich die Ausbeutung der Menschen durch den Menschen zuspitzt und die Gier der Menschen die Umwelt zerstört und Massenvernichtungswaffen die Existenz unseres ganzen Planeten bedrohen?
Der Zerfall der Menschheit in Klassen hat den Menschen und Völkern also nur Ausbeutung, Unterdrückung, Hass, Intoleranz, Leid und Elend gebracht.
Wenn wir heute also dieses großen ägyptischen Freiheitskämpfers gedenken, so sollten wir ihm die Ehre erweisen, indem wir alle Unterdrückten aller religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisse aufrufen, den Fluch Echnatons zu brechen und dem Elend der Jahrtausende alten Klassenherrschaft, der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ein Ende zu bereiten.
Nieder mit den Bonzen und Faschisten!
Hoch die internationale Solidarität!