Ein präspartacistischer Held

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In Domini Urda et Werdandi et Skulda
Wenn Freyr und Gullinborsti durchs Land maschieren und wieder alles zum grünen und zum blühen bringen, feiern die Anhänger der monotheistischen Religionen den Befreiungskampf ägyptischer Sklaven unter der Führung eines großen präspartacistischen Helden gegen eine der ersten Diktaturen der Klassengesellschaft, gegen Mizraym.
Moses selbst werden in der Literatur der monotheistischen Religion enge Kontakte zum Hof des Pharao nachgesagt und aus dieser Ecke kommt auch diese damals noch neue Idee.

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Echnaton einer der Amtsvorgänger von Ramses II, dem Gegenspieler unseres ägyptischen Freiheitskämpfers, als den ihn schon Freud erkannte,

wollte seine durch das Privateigentum an Boden und Produktionsmitteln, in der Epoche der Sklaverei einschließlich Menschen, in der neuen Klassengesellschaft dadurch erweitern und festigen, dass er die Götter abschafft und nur noch Aton, dessen Sohn er seiner Ansicht nach war, von „seinem“ Volk anbeten lassen. Dadurch wurde er der „legitime“ Herrscher der Menschheit von „Gottes Gnaden“.

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Die Geschichte vom ‚goldenen Kalb‘ deutet dieses Gift an, was mit der Klassenherrschaft unter die Menschen gekommen war und bis zu ihrem Ende immer wieder durch das Streben nach Geld und Macht, zur Ausbeutung des Menschen durch den Menschen führen wird.
Dieser Sklavenaufstand Jahrhunderte vor Spartacus und Jahrtausende vor Müntzer,  war bis zur Oktoberrevolution der einzige einer unterdrückten Klasse, der von den Herrschenden nicht niedergeschlagen werden konnte.
Doch die Entwicklung der Produktionsverhältnisse erlaubte noch keine kollektive Produktionsweise und so endete auch die Freiheit des neuen Volkes.

Nach dem es  40. Jahre durch die Wüste geirrt war und äußerst bescheiden sein Dasein gefristet hatte, viel es in das Land der Kanaaniter ein, plünderte es und gründete ein eigenes Königreich mit den damals üblichen Ausbeutungsverhälnissen und dem damals modernen Staatsverständnis Echnatons.
Jahrhunderte konnte sich dieses neue Reich damit gegen die benachbarten Großmächte behaupten, bis es zu einer römischen Provinz wurde.
Wie es von der Antike bis heute üblich ist arangierten sich die herrschenden Klassen, der Adel, die Bourgeoisie und selbstverständlich auch der Klerus mit den imperialistischen Besatzern und beuteten gemeinsam das Volk aus. Devide et impera.
Der durch die Ausbeutung sich entwickelnde Kampf des Volkes gegen die Herrschenden wurde seit jeher auch durch Idealisten aus den Ausbeuterklassen mit organisiert und oft auch durch neue, manchmal auch gute Ideen bereichert.
Der Spross einer Handwerker und/oder Händlerfamilie, dem selber eine Tätigkeit als Tischler nachgesagt wird, jagte die Reichen und ihre Geldwechsler, die Banker der Antike, aus dem Tempel und prangerte die Kollaboration der Herrschenden, besonders des Klerus, mit den imperialistischen Besatzern an.
Während die Stadthalter Roms, die ihre Provinz auch gern ausgebeutet hätten ohne mit den jüdischen Kollaborateuren zu teilen, ihre Hände „in Unschuld“ wuschen, schrieen diese nach der Vernichtung eines neuen Befreiungstheologen.
Die monotheistischen Quellentexte deuten an, das Jesus am Kreuz das Bewusstsein verlor, aber lebend vom Kreuz genommen wurde. Ein Toter blutet nicht mehr wenn man ihn mit einer Lanze sticht, schon gar nicht stark, „Blut und Wasser“, etc. pp., was damals nur wenigen bekannt war. Es waren  damals auch schon Pflanzen bekannt, deren Wirkung die Vitalfunktionen verlangsamen bzw. vorrübergehend fast aussetzen konnten. Diese konnten sicher auch durch einen „in Essig getränkten Schwam“ verabreicht werden.
Verschieden Quellen gehen davon aus dass Jesus nach seiner Kreuzigung je nach religiösem Background in Gallien, Britanien oder Indien bzw. dem heutigen Pakistan gelebt hat.
Da Jesus auf seine Art Brüderlichkeit unter den Unterdrückten predigten, auch mit den weniger angesehenen Jobs, Zöllner, Prostituierte, usw., wurde und blieb er im Volk beliebt; auch in anderen römischen Provinzen.
Durch Echnatons Idee des Alleinherrschaftsanspruchs wurde seine Sekte später auch für die Monarchie interessant und durch die Herrschenden mit großem Erfolg korumpiert.

Den alten Ägyptern war der Monotheismus trotz ihres Pharaokultes suspekt.
Echnaton war nach seinem Tod schnell in Ungnade gefallen und wurde samt seines Kultes aus dem kulturellen Leben verbannt. Seine von ihm errichtete Hauptstadt wurde der Wüste überlassen. Archäologische untersuchungen haben ergeben, dass sein Volk hungerte wie nie zuvor während in seinen neuen Kultstätten Lebensmittel und Luxusgüter aufgebahrt wurden, von ihm und seinen Verwanten verprasst wurden und wohl auch massenhaft vergammelten.
Sicher hatten auch die Priester der alten polytheistischen Religion ein großes Interesse an der Restauration der alten Verhältnisse.
Die polytheistischen Religionen sind schon vor dem Zerfall der Menschheit in Klassen entstanden, als die Menschen die Natur beobachteten und versuchten sich die Welt zu erklären.
Die Priester der Pharaonen hatten über Jahrtausende verstanden sich den von den Werktätigen erschaffenen Mehrwert anzueignen in saus und braus zu leben und imposante Sakralbauten zu erichten, ohne diese in Verzweiflung und Elend zu treiben, ähnlich wie die kapitalistischen Diktaturen Westeuropas zwischen dem zweiten imperialistischen Weltkrieg und der Kontterrevolution in Ost- und Mitteleuropa gelernt hatten, dem Volk genug zum Leben zu lassen.
Vor dem Zerfall der Menschheit in Klassen lebten die Menschen und Völker einfach und bescheiden aber in Einheit und Harmonie.
Anne Ross schreibt in ihrem Buch Pagan Celtic Britain:
„Wir müssen uns eine starke Mischung von keltisch und teutonisch sprechenden Menschen westlich des Rheins vorstellen, ohne von einer grundlegenden Feindschaft oder Verschiedenheit zwischen ihnen ausgehen zu können.“
Warum auch? Auch die Germanen östlich des Rheins lebten sicher friedlich mit ihren keltischen und slavischen Nachbarn zusammen, bevor sie durch den Konsumterror der römischen Imperialisten kompromittiert wurden, ihre Nachbarn überfielen, oft auch versklavten und schließlich auch dem einst mächtigen Rom ein Ende bereiteten, dem ihre inzwischen leider etablierten herrschenden Klassen leider nacheiferten.
Der Genosse Friedrich Engels vergleicht unsere Vorfahren in seinen Werken, Zur Geschichte der Urgermanen, mit den First Nations in Nordamerika und weist somit nach, dass dort auch Kriegsgefangene keine Sklaven waren sondern gleichberechtigt im Stamm lebten, was auch aus fortschrittlicher Trivialliteratur hervorgeht. Hier wird die bürgerliche Geschichtsschreibung der Lüge überführt.

Überall lebten die Menschen in Einheit und Harmonie bevor sie in Klassen zerfielen. Auch aus dem Yajurveda ersieht man, dass die Veden für alle Menschen gelten. Erst als im Sudra die indische Gesellschaft in Kasten zerfiel, verrieten die Herrschenden dieses zutiefst humanistische Prinzip.
Davon war auch der große indische Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi überzeugt. Am 24. April 1924 schrieb er in der Young India:
„Es ist das Glück oder Unglück des Hinduismus, dass er über kein offizielles Glaubensbekenntnis verfügt. Um mich vor Missverständnissen zu schützen, habe ich daher Wahrheit und Gewaltlosigkeit zu meinen Glaubenssätzen erwählt. Sollte ich den Hinduismus beschreiben, würde ich einfach sagen: Er ist die Suche nach Wahrheit mit gewaltlosen Mitteln. Ein Mensch muss nicht einmal an Gott glauben und könnte sich dennoch als Hindu bezeichnen. Hinduismus ist die schonungslose Suche nach Wahrheit. Und wenn der Hinduismus heute todgeweiht, unbeweglich und unempfänglich für Entwicklungen scheint, so nur deshalb, weil wir erschöpft sind. Sobald diese Erschöpfung jedoch vorübergeht, wird der Hinduismus vielleicht die Welt überstrahlen wie nie zuvor. Natürlich ist der Hinduismus die toleranteste aller Religionen. Sein Glaube ist allumfassend.“

Auch haben diese alten polytheistischen Religionen aus der Zeit vor dem Zerfall der Menschheit in Klassen eine ganz andere Haltung zu Minderheiten.

Homosexualität gilt z.B. in den antiken Hochkulturen noch als etwas völlig normales, gesellschaftlich akzeptiertes. In Indien haben die Hidjeras noch heute eine besondere gesellschaftliche Stellung und ihnen werden besondere Kräfte nachgesagt. Diese Tradition hat sich auch bei den Kusras in Pakistan erhalten. Auch in der germanischen Mythologie wird aus Njörd Fjörgyn, die erst Frau Odins, eine Transe! Diese ist die Mutter von Thor und Tyr, der erst im laufe seines Lebens zu einem männlichen Gott wird, der die Welt an der Seite Odins vor dem Fenriswolf bewahrt.

Ein gefährliches Raubtier, dass die Welt bedroht. Gibt es eine bessere Beschreibung für die letzte Epoche der Klassenherrschaft, in der sich die Ausbeutung der Menschen durch den Menschen zuspitzt und die Gier der Menschen die Umwelt zerstört und Massenvernichtungswaffen die Existenz unseres ganzen Planeten bedrohen?
Der Zerfall der Menschheit in Klassen hat den Menschen und Völkern also nur Ausbeutung, Unterdrückung, Hass, Intoleranz, Leid und Elend gebracht.
Wenn wir heute also dieses großen ägyptischen Freiheitskämpfers gedenken, so sollten wir ihm die Ehre erweisen, indem wir alle Unterdrückten aller religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisse aufrufen, den Fluch Echnatons zu brechen und dem Elend der Jahrtausende alten Klassenherrschaft, der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ein Ende zu bereiten.
Nieder mit den Bonzen und Faschisten!
Hoch die internationale Solidarität!

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One Response to Ein präspartacistischer Held

  1. Angela sagt:

    Der 11. September schein verflucht zu sein.
    Immer profitiert da nur die Großbourgeoisie.
    Vielleicht der Fluch des Echnaton?

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