Antisemitische Grabschändung

In Warschau wurde das Grab einer Gerechten unter den Völkern geschändet.

Warschau (APA/AFP) – Das Grab der polnischen Widerstandskämpferin Irena Sendler, die während des Zweiten Weltkriegs 2500 jüdischen Kindern das Leben rettete, ist geschändet worden. Wie der polnische Fernsehsender TVP am Mittwoch berichtete, wurde das Grab auf dem Warschauer Powazki-Friedhof mit der Parole „Juden raus“ beschmiert. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Michal Glowinski, der zu den damals von Sendler geretteten Kindern gehörte, sprach im Sender TVP von einem „schändlichen Akt, der vor Empörung erschaudern lässt“.

Sendler hatte ab dem Herbst 1940 unter erheblicher Gefahr den Bewohnern des Warschauer Ghettos geholfen. Zwei Jahre später begann sie als Mitglied der Widerstandsbewegung Zegota, jüdische Kinder aus dem Ghetto zu schmuggeln und in katholischen Familien oder Klöstern unterzubringen. Im Oktober 1943 wurde sie von der Gestapo festgenommen und zum Tode verurteilt, aber dann von einem deutschen Offizier gerettet. Nach dem Kriegsende arbeitete sie in Waisenhäusern und Altenheimen. Im Jahr 2008 starb sie im Alter von 98 Jahren.

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