Die dritte Front der deutschen Großbourgeoisie

Am 28. November 2010 fand in Bukarest schon zum 12. mal hintereinander ein Ge“denk“marsch für den rumänischen Oberfaschisten Codreanu statt.

Die von ihm gegründete Partei „Eiserne Garde“  hatte anfangs kein eigenes Programm, was jedoch laut deren Propaganda gerade ihre Stärke war, weil dort alle das gleiche „dachten“ und fühlten; alle waren sie Antisemiten, fanden aber auch Jesus ganz toll, alle marschierten geeint nebeneinander , usw..

Heute marschieren die aber wohl lieber hintereinander.

Diese zumindest oberflächich betrachtet recht freie Organisationsweise fanden aber offensichtlich doch nicht alle Faschisten in Rumänien so toll.

So arangierte sich das Hitlerregime lieber mit Sima und Coreanu landete im Knast wo er unter ungeklärten bzw. nur von den Nazis geklärten Umständen „auf der Flucht erdrosselt“ wurde, oder so ähnlich.

Dies qualifiziert ihn heute zu einer Art rechtem Volkshelden, auch in der B“R“D, in Kreisen von „Freien Kamereadschaften“, „Autonomen Nationalisten“, „Nationalen Antifaschisten“ und ähnlich skurilen Erscheinungen.

Sein 1936 erschienenes Buch, das ebenfalls „die Eiserne Garde“ heißt und seit der Konterrevolution in den mittel- und osteuropäischen  Satellitenstaaten der B“R“D wieder frei publiziert wird, zeigt sehr deutlich, was dort zwischen 1989 und 1991 für eine „Demokratie“ ausgebrochen ist, als auch die soziale Demagogie der Nazis:

Das Volk führt sich nicht selbst nach eigenem freien Willen, wie die Demokratie verkündet. Es wird auch nicht nach dem Willen eines einzelnen geführt, wie die Diktatur behauptet. Die Führung des Volkes geschieht nach festen Gesetzen. Es handelt sich dabei aber nicht um Gesetze, die von Menschen aufgestellt wurden. 

Es gibt feste Normen, Naturgesetze des Lebens und Naturgesetze des Todes. Ein Volk geht den Weg des Lebens oder des Todes, je nachdem es sich nach diesen oder jenen Naturgesetzen richtet.

Es bleibt nur noch festzustellen: Wer ist es, der diese Gesetze versteht und erfaßt? Die Masse? Ich glaube, damit mutet man ihr zuviel zu. Die breite Masse versteht und erfaßt nicht einmal andere, viel einfachere Gesetze. Ihr fällt die Erkenntnis dieser Gesetze nicht in den Schoß. Sie müssen der Masse Tag und Nacht erklärt, sie müssen ihr unerbittlich eingehämmert werden. Ja, die Masse muß sogar bestraft werden, damit sie die Gesetze wirklich erfaßt und sich nach ihnen richtet.

Hier einige dringende, lebensnotwendige Gesetze, die das Volk schwer begreift:

Wenn im Hause eine ansteckende Krankheit ausgebrochen ist, muß der Kranke isoliert und das ganze Haus desinfiziert werden. Ein Haus braucht Sonne, deshalb müssen große Fenster eingesetzt werden. Oder: Wenn das Vieh ordentlich gehalten und vernünftig ernährt wird, steigt auch seine Leistung usw.

 

Bei diesen Krankheiten handelt es sich zumeist um alle möglichen Minoritäten, die statt den Bonzen für Lohn-, und Sozialabbau „schuld“ sind.

An Hartz IV bis ? werden die Juden schuld sein

Faschismus stammt übrigens vom italienischen Fasci, was so viel wie Bund heißt.

Die erste faschistische Partei wurde vom vormals „sozialdemokratischen“ Journalisten Mussolini gegründet.

Die italienischen Sozialdemokraten trennten sich aber von dem.

Andere Zitate aus Codreanus Buch erinnern an die Haltung der B“R“D zu Volksabstimmungen, z.B. zu einer gesamtdeutschen Verfassung oder profaneren Dingen wie Bahnhöfen in Stuttgardt, usw..

Wenn die breite Masse nicht einmal diese einfachsten lebensnotwendigen Gesetze einsieht oder sehr schwer erfaßt, wie soll sie nach den Lehren der Demokratie sich selber führen und die schwersten Naturgesetze des Völkerlebens erfassen? Wie soll sie diese feinsten und unfaßbarsten Normen menschlicher Führung selbst meistern, Normen, die über sie und ihre alltäglichen Lebensbedürfnisse hinweggreifen, Normen, die nicht unmittelbar auf sie zugeschnitten sind, sondern die letzten Endes einer höheren Wirklichkeit gelten: der ewigen Nation!

Die Verlage in vielen dieser Staaten in Mittel- und Osteuropa gehören teilweise zu über 90% der deutschen Großbourgeoisie.

Während im Zuge systembedingter Krisen die nationale Souveränität verschiedener Euroländer ökonomisch beseitigt wird, schafft sich hier das großwestdeutsche Hegemonialkapital seine Herrenvölker, die im sich im Kampf um knapper werdende Resoursen für die Interessen der imperialistischen Räuber skrupellos verheizen lassen.

Kampf dem Faschismus!

Nieder mit der Konterrevolution!

Hoch die internationale Solidarität!


Kulturerbe der Konterrevolution


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One Response to Die dritte Front der deutschen Großbourgeoisie

  1. blogofgdr sagt:

    „…An Hartz IV bis ? werden die Juden schuld sein…“

    Nö, dieses Mal sind andere Schuld, ganz sicher die pösen Moslems…

    Thilo Sarrazin hat die Republik aufgeschreckt. Auf den ersten Blick sah es so auch, als müssten wir uns über die Sarrazinische Renaissance des Antisemitismus, der Fremden- und Schwulenfeindlichkeit erschrecken. Doch wird, angeführt von der BLÖD-Zeitung, dem focus, aber auch von eher gemäßigten Blättern wie dem Kölner Stadt-Anzeiger, das Erschrecken in eine andere Richtung gelenkt: Die Meinungsfreiheit sei gefährdet, heißt es unisono. Verstehen muss man das nicht. Sarazzin darf sich auf allen Fernsehsendern und in Zeitungen und Magazinen jeder Couleur verbreiten. Seine Meinung darf er überall frei äußern; er wird gegenwärtig geradezu genötigt, seine Meinung kundzutun.

    Und seine Meinung, genauer: die dümmlichen Parolen, die er als Meinung ausgibt, kommt an. In den Zeitungen wird über mehr oder weniger sorgfältig durchgeführte Umfragen berichtet, nach denen ein erheblicher Teil, womöglich sogar die Bevölkerungsmehrheit, Sarrazin und seinen Thesen zustimmt.

    Ist das schlimm?

    Ja, es schlimm. Als Sarrazin vor einigen Monaten anfing, seine begründungsfreien Thesen zu verbreiten, war ich durchaus geneigt, der ein oder andern Ansicht zuzustimmen, denn für das ein oder anderen habe ich, nicht bei Sarrazin, sachliche Begründungen gefunden. Mit Beginn der Werbe- und Selbstbeweihräucherungsaktion für sein Buch, dessen Titel es nicht wert ist, hier erwähnt zu werden, offenbarte Sarrazin jedoch unbewusst seine Beweggründe. Die Antriebsfeder zu seinem Rundumschlag ist nicht etwas die Sorge um die Zukunft Deutschlands und schon gar nicht sorgt er sich um das Wohlergehen der Menschen. Nein, sein Ansichten gewinnt er aus dem Herrenrassendenken: er hält sich aufgrund einer genetischen Prädisposition für anderen überlegen. Damit werden seine Thesen zur Ideologie; einer Ideologie, die dem Kernbereich des Faschismus zuzuordnen ist, den sie teilt Menschen ein in mehr- und minderwertige.

    Diese Ideologie, die Vorstellung, dass es aufgrund genetischer Vorprägung unwertes Leben gibt, ist die Grundlage, auf der Sarazzin sich zu Wort meldet. Zwar versucht er ein paar Zahlen zuanalysieren, zwar versucht er logische Argumentationsketten aufzubauen. Jedoch ist er nicht objektiv; er nimmt sich die Zahlen (wer prüft sie insbesondere auf Vollständigkeit?), die in sein Herrenmenschenkonzept passen. Das ein oder andere erscheint schlüssig, scheint sich mit der Lebenserfahrung der Menschen zu decken, wird aber von Sarazzin doch nur mit einem Ziel vorgebracht: Er will eine Einteilung in gute Menschen (nicht zu verwechseln mit Gutmenschen), und Menschen die per se schlecht und böse sind. Nach Sarrazin sind es diese schlechten Menschen, die unbescholtenen Deutschen wie Sarrazin einen undeutsches Leben aufzwingen, indem sie, die Migranten, den armen Deutschen die Butter vom Brot nehmen oder, indem sie, die Schwulen, dem strammen heterosexuellen deutschen Mann eine wie auch immer geartete Kultur aufzwingen. Sarrazin zeigt keine Wege zu einem friedlichen Miteinander auf; er bereitet vielmehr einer Bereinigungsaktion den Weg.

    Würden Sarrazins Thesen inhaltlich hinterfragt, fiele sehr schnell auf, dass sie nichts anderes als zusammengesetzte Vorurteile, hier und da mit ein paar möglicherweise zutreffenden Fakten angereichert, sind, die einen sachlichen Diskurs nicht tragen können. Sarrazin nimmt, assistiert von den Mainstreammedien, diesem Einwand jedoch die Luft, indem er sich in eine Opferrolle begibt und seiner schlicht verbalisierten gequirlten Hühnerkacke den Tarnanstrich der Wahrheit gibt. Anstatt Sarrazins Tarnung zu zerreißen, sekundiert die BLÖD-Zeitung, man müsse diese Wahrheiten doch wohl noch sagen dürfen. Damit heiligt sie, und alle die ähnlich denken und reden, Sarrazins faschistische Ideologie. All die, die sich im Namen der Meinungsfreiheit auf Sarrazins Seite schlagen, ebnen dem begründungslosen ich-bin-besser-als-die-anderen-Denken den Weg. Sie sehen nicht, dass es nicht um Meinung, nicht um den Streit in der Sache geht. Ziel der Sarrazinade ist die Bedienung niederer Instinkte.

    Will man der Meinungsfreiheit einen Dienst erweisen, dann kämpfe man darum, Sarrazins Reden und Schreiben als das zu entlarven was es ist: Demagogie!

    Dass ein erheblicher Teil der Deutschen wieder einmal nicht in der Lage ist, Demagogie und Meinung auseinanderzuhalten, ist das eigentlich erschreckende.
    Quelle: http://www.stevenmilverton.com/2010/09/10/sarrazinade/

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