EU erhöht Radioaktivitätsgrenzwerte

Unglaublicher Skandal:

 

EU erhöht Radioaktivitäts- Grenzwerte für aus der Umgebung Fukushimas importierte Lebensmittel

Nach dem GAU von Tschernobyl wurden EU-Verordnungen erlassen, die für Notfälle wie einen atomaren GAU eine erhöhte radioaktive Belastung von Lebensmitteln erlauben, um eine Nahrungsmittelknappheit zu vermeiden. 

Nach einer Meldung des Umweltinstituts München wurde diese Möglichkeit einer Notfallsverordnung nun in einer am 25. März erlassenen Schnellverordnung der EU-Kommission dazu mißbraucht, um Import von japanischen Nahrungsmitteln auch aus den Präfekturen rund um Fuskushima zu ermöglichen, was ein Überschreiten der üblichen Radioaktivitäts-Grenzwerte um bis das Zehnfache ermöglicht.

Zitat Umweltinstitut München:
„In ihrer Verordnung vom 25. März 2011 (siehe Seite 2) legte die EU-Kommission nun fest, dass Nahrungsmittel auch aus radioaktiv belasteten Präfekturen Japans eingeführt werden dürfen. Diese Lebens- und Futtermittel müssen dabei nicht die üblichen Grenzwerte einhalten, sondern nur noch die Höchstwerte, die für den nuklearen Notstand festgelegt wurden. Dieses Vorgehen ist absurd. Denn von einem Ernährungsnotstand kann bei einem Lebensmittelimportanteil von 0,05 Prozent aus Japan wohl kaum die Rede sein. Die EU-Kommission nimmt also völlig unnötig eine gesundheitsgefährdende radioaktive Belastung ihrer Bevölkerung in Kauf. Statt die Verbraucher zu schützen, werden diese bewusst gefährdet.“
(Anmerkung Kolland: Und es ist zu befürchten, dass so auch die japanische Bevölkerung in die Irre geführt wird, die einer sehr hohen Strahlenbelastung rundum in Luft, Wasser, Nahrungsmitteln und durch aufgeladene Gegenstände ausgesetzt ist. Es war zu spüren, dass der Staatsbesuch des französischen Atomlobbyisten Sazkozy nichts Gutes bringt !)
Zentrale Aussage aus der  EU-Eilverordnung (Artikel 2 Absatz 3)
“ falls das Erzeugnis aus den Präfekturen Fukushima, Gunma, Ibaraki, Tochigi, Miyagi, Yamagata, Niigata, Nagano, Yama­
nashi, Saitama, Tokio oder Chiba stammt, weist es keine Gehalte an den Radionukliden Iod-131, Caesium-134 und
Caesium-137 auf, welche die Höchstwerte überschreiten, die in der Verordnung (Euratom) Nr. 3954/87 des Rates vom
22. Dezember 1987
, der Verordnung (Euratom) Nr. 944/89 der Kommission vom 12. April 1989 und der Verordnung
(Euratom) Nr. 770/90 der Kommission vom 29. März 1990 festgelegt sind. „
Die drei Verordnungen, auf die verwiesen wird, legen eben die erhöhten Toleranzwerte für Radioaktivität im Falle eines atomaren Unfalls fest.
Mehr Information: http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/allgemeines/grenzwerte-nahrungsmittel-864.html
Anbei die gemeinsame Presseerklärung des Umweltinstituts München und Foodwatch.
http://euaustrittvolksbegehren.blogspot.com/2011/04/eu-erhoht-radioaktivitats-grenzwerte.html
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One Response to EU erhöht Radioaktivitätsgrenzwerte

  1. Nadja Norden sagt:

    Liebe Genossin Angela,
    Vielen Dank für diese Weiterverbreitung. Es freut mich!
    Ganz liebe Grüße,
    Nadja

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