Pfäfflin jetzt für Abschaffung des TSG

Wie die Bürgerin Schicklang in ihrem Blog berichtet spricht sich der Psychiater Friedemann Pfäfflin,

der als forensischer Gutachter gern jeden perversen Killer raushaut, inzwischen für die Abschaffung des staatsterroristischen TSG der B“R“D aus.

Die vorgeblich „wissenschaftlichen“  Abhandlungen dieses skrupellosen Sadisten zum Thema Transsexualität sind nichts weiter als Anleitungen zur psychischen Vernichtung von Transen und somit zur Reduzierung einer Bevölkerungsgruppe durch drängen zu Substanzmissbrauch und Suizid.

Auf Mut23 heißt es:

Weil Homosexualität kein Grund mehr ist, nicht heiraten zu dürfen und das TSG nicht mehr verlange, dass ein Mann sich zur Frau „umoperieren“ lasse, um in der Rolle der Frau leben zu dürfen, plädiert nun Friedemann Pfäfflin für eine Abschaffung des Transsexuellengesetzes und die Möglichkeit, dass der Personenstand eines Menschen auf dem Standesamt geändert werden kann. So in etwa interpretiere ich den Text, der nun in der Zeitschrift Recht und Psychiatrie (2011, 29. Jahrgang, 2. Vierteljahr) von Friedemann Pfäfflin veröffentlicht wurde. Interessant. Denn genau betrachtet schliesst sich damit Pfäfflin nach einem halben Jahrzehnt, seit dem es die Seite mut23 gibt, vordergründig den Forderungen an, die ich hier bereits vor 5 Jahren gestellt hatte. Ob er nun das Handtuch geworden hat, und sich damit nun aus dem sinnlosen Streit zwischen den Parteien gender und genital verabschiedet hat? Da mag ich nicht daran glauben.

Hier ein Auszug:

„Um eine gleichgeschlechtliche Ehe einzugehen, braucht man keine medizinischen Gutachten. Wozu sollte man solche Gutachten und das aufwendige Verfahren des Transsexuellengesetzes  einschließlich der doppelten Begutachtung dann noch brauchen, wenn die Geschlechtsidentität der subjektiven Selbstbestimmung unterliegt? Es müsste dann doch genügen, dass sich ein Antragsteller beim Standesamt entsprechend erklärt, die Gebühren für die diversen Umschreibungen entrichtet und dann den gewünschten Personenstand erhält.“

und weiter:

„Neben der geschlechtsangleichenden Operation forderte das  Transsexuellengesetz als Voraussetzung für eine Personenstandsänderung die dauernde Fortpflanzungsunfähigkeit des Antragstellers,  ohne diese Forderung näher zu begründen. Dabei stand einerseits wohl der nachvollziehbare Gedanke Pate, für Kinder könnte es verwirrend sein, wenn sie als Eltern zwei Mütter oder zwei Väter hätten. Doch spielte im Hintergrund vermutlich noch die alte Degenerationslehre der Psychiatrie eine entscheidende  Rolle, die solche Menschen von der Fortpflanzung ausschließen wollte.“

Genau betrachtet existieren in der Natur vorkommende transsexuelle Menschen für Friedemann Pfäfflin damit aber immer noch nicht. Er ist immer noch nicht bereit anzuerkennen, dass eine transsexuelle Frau eine Frau ist, und kein „Mann, der sich zur Frau umoperieren lassen will“. Die Veröffentlichung ist dennoch spannend, da sie zeigt, dass die Sexologie, die seit den 60er-Jahren daran bestrebt ist, Transsexualität als widernatürlich zu verkaufen und sie als psychische Erfindung zu deklarieren (stichwort: „gefühltes Geschlecht“) oder als Drang in der „gegengeschlechtlichen Rolle“ (gender) leben zu wollen, darauf bedacht ist, sich einen noch „netteren“, transsexuellenfreundlicheren Anstrich zu verpassen, als zuvor.

Der Wettbewerb der zwei eindimensionalen Lager der gender-Gläubigen auf der einen und der genital-Gläubigen auf der anderen Seite ist damit wieder einen Schritt modernen geworden: Jetzt wird darüber gestritten, wer sich schneller und eleganter von der Bühne verabschiedet und wie lange dieser Abschied dauern wird. Was nicht vermutet werden darf ist, dass diese beiden Lager der verwirrten Ideologien von ihren Sichtweisen abrücken wird. Da wird es immer noch die einen geben, die von „Geschlechtsumwandlungen“ sprechen, und damit meinen, dass ein „Mann, der wie eine Frau fühlt“ sich zur „Frau umoperieren“ lässt (genital-only-Fraktion), und die anderen, die meinen Geschlecht sei nur ein „Konstrukt“ (gender-only-Fraktion) aber bis heute nicht erklären können, warum sie dann „Geschlecht“ einen so hohen Stellenwert in ihrem Leben einräumen (was letzlich eine ähnliche Eindimensionalität im Denken offenbart).

Letztlich aber wird es letztendlich völlig unwichtig sein, für wen oder was ein Sexologe einen transsexuellen Menschen hält, wenn er das Recht hat, als der Mensch anerkannt zu werden, der er ist. Sollen sie transsexuelle Frauen doch für „biologische Männer“ halten (die in der Frauenrolle leben wollen) und damit weiterhin mit verschlossenen, ideologisch verklärten Augen durch die Welt laufen, obwohl die Realität zu begreifen doch weitaus mehr hergeben würde … aber wen interessiert das dann noch? Eben. Denn wer ist, der ist.

Hier der Text:

Plädoyer für die Abschaffung des Transsexuellengesetzes, Friedemann Pfäfflin 2011

P.S. Übrigens lässt sich der Missbrauch von transsexuellen Menschen durch die deutsche Sexologie so einfach auch nicht wegwischen. Das interessiert dann schon noch, wann ihr, liebe Psychoanalytiker, bereit seid, euch bei euren Opfern zu entschuldigen. Das wäre dann doch noch ganz nett, oder nicht?

Eine Entschuldigung dieser furchtbaren Mediziner wäre vielleicht ein Schritt in die richtige Richtung, würden aber viele Opfer wohl auch als Verhöhnung empfinden.

Was ist mit einer gesetzlichen Regelung, die schnelle und unbürokratische Hilfe bei Transsexualität gewährleistet?

Weitere Opfer zu verhindern ist doch wohl das mindeste.

Was ist mit einer strafrechtlichen Aufarbeitung dieser staatlich organisierten Körperverletzungen und Morde?

Was ist mit materiellen Entschädigungen für all das Leid, für entgangene Lebensperspektiven, usw. ?

Dieses Pack hat doch an seinen Opfern gut verdient.

Wohl jeder dieser von den zuständigen Gerichten auserwählten Gutachter und „Therapeuten“ hat Menschenleben auf dem Gewissen.

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7 Responses to Pfäfflin jetzt für Abschaffung des TSG

  1. Nadja Norden sagt:

    Liebe Angela,
    Das Thema “Transsexualität” kommt in Dein Blog regelmäßig wieder und zwar sehr engagiert. Darf ich schlußfolgern daß Du selbst eine bist?
    Sehr liebe Grüße,
    Nadja

  2. Angela sagt:

    Liebe Nadja

    Jetzt irritierst Du mich aber. Wirke ich denn irgendwie maskulin?
    Ich greife doch viele Themen immer wieder mal auf, wenn es was neues darüber zu berichten gibt.
    Ich hoffe das wirkt nicht alles völlig unengagiert.
    Keine Sorge, Deine „süße dicke Kämpferin“, wie Du das immer sooo lieb ausdrückst ❤ , bleibt ganz Frau!
    Hast Du denn gar kein Bezug zu diesem Thema? Mich würde mal interessieren, wie in der DDR mit dem Thema umgegangen wurde. Ich weiß nur dass dort 1975 eine Verordnung dazu beschlossen sein soll, die sich an der schwedischen von 1972 orientiert hat. Einen Text dazu habe ich aber nicht.
    Wie ist denn die Lage in Belgien? Ich kann leider weder französisch noch flämisch.
    Ich halte dieses Thema aber für das wichtigste im antisexistischen Kampf!
    Ich werde mal versuchen etwas über „homosexualität“ und Islam zu schreiben. Vielleicht interessiert Euch das.
    Diese grausame Klassenherrschaft versucht ja alles mögliche gegeneinander auszuspielen.
    Antifaschisten sollten immer auf der Seite der Unterdrückten stehen!

    Liebe Grüße

    Angela

  3. Nadja Norden sagt:

    Liebe Angela,
    Vielen Dank für diese ausführliche Antwort! Entschuldige bitte daß ich Dich irritiert habe. Das habe ich überhaupt nicht beabsichtigt. Bleibe ruhig „ganz Frau“, so gefällt es mir!
    Und nein, ich habe nichts mit diesem Thema.Außer daß im Dritten Reich gewisse Homosexuellen im KZ waren mit einen “rosa Dreieck” versehen (viele Nazis waren selbst,schwul‘), sehe ich auch kein Bezug zum Antifa.
    Etwas offizielles aus der DDR kann ich nicht bieten. Das Volksvorurteil aber war dort dasselbe wie im Westen. In Frankfurt (Oder) gab es früher einen stadtbekannten „Zwitter“, der mußte aber als „Mann“ angezogen gehen, sonst wurde er von Kerle belästigt…
    Sehr liebe Grüße,
    Nadja

  4. Angela sagt:

    Liebe Nadja

    Jetzt habe ich wieder mehr über TS geschrieben.
    Aber ich glaube ich habe wenigstens viele Infos zusammengesammelt, die im Abendland nicht allgemein bekannt sind.

    Liebe Grüße

    xoxo

    Angela

  5. Tina sagt:

    @Nadja Norden,

    Nadja Norden sagt: 24. Mai 2011 um 08:22
    Liebe Angela, Das Thema “Transsexualität” kommt in Dein Blog regelmäßig wieder und zwar sehr engagiert. Darf ich schlußfolgern daß Du selbst eine bist?

    @Nadja, warum klingt dass, so ein wenig, in meinen Ohren wie:
    „Herr Obersturm Anführer, ich habe Heut etv. eine Jüdin entlarvt, die sich bisher unerkannt, als Genetisch Reinrassige Frau ausgegeben hat“ , was du da so geschrieben hast?

  6. Heidi REITEL sagt:

    FRIEDEMANN PFÄFFLIN:
    ULM
    UND BAYREUTHER LANGERICHT:

    SZ. SEITE R 18
    “ DER FALL MOLLATH “
    “ SPIEL AUF ZEIT “
    FÜR GEWISSE MENSCHEN, DIE AUF ERDEN LEBEN,
    G I B T E S K E I N E Z E I T !
    ES IST ALSO KEINE FRAGE,
    W E R DAS SPIEL MIT
    PSYCHIATRIE,
    MIT MOLLATH,
    UND DEN GERICHTEN
    GEWINNEN WIRD !

    HEIDI REITEL

  7. Sybille sagt:

    Pfäfflin ist schon lange kein Freund des TSG und seiner Bestimmungen, die sukzessive vom BVerfG zerschossen wurden. Pfäfflin war ener der engagiertesten Gegner Siguschs und seiner vernichtenden Verdikte über Transmenschen, bevor sich Sigusch irgendwann seltsam plötzlich vom Saulus zum Paulus wandelte. Es war immer Pfäfflins Sicht, daß es nicht Aufgabe der Medizin sein kann und darf, jemanden mit dem Wunsch nach Selbstbestimmung über das eigene Leben incl. Vornamen und gelebtem Geschlecht, erst einmal eine „Klatsche“ zu attestieren, damit diese Person dann per richterlichem Verdikt dazu legitimiert wird. Ich habe mich schon vor vielen Jahren mit ihm darüber unterhalten, obwohl er diesbezüglich berufbedingt sehr reserviert war, aber seine Sicht war deutlich. Insofern kann ich diesen Beitrag nur als „nach Aktenlage“ bezeichnen, einer Sünde, der sich Pfäfflin im Fall Mollath schuldig gemacht hat. Das aber ist dann auf gleicher Ebene.

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