Demo am Qudstag

26. August 2011

Aufruf zur Demonstration am Qudstag

Samstag, 27. August 2011 in Berlin


Treffpunkt: 14:00 Uhr Adenauerplatz
ab 15:00 Uhr über den Kurfürstendamm bis zum Breitscheidplatz
Schlusskundgebung: 16:30 Uhr

Wir rufen alle Menschen, die ihre Stimme gegen die systematische Unterdrückung der Völker dieser Erde erheben wollen, dazu auf, an unserer Demonstration teilzunehmen. Die jährliche Demonstration am Qudstag – dem Tag von Jerusalem – richtet sich nicht nur gegen die Verbrechen des zionistischen Regimes, sondern gegen weltweites Unrecht in all seinen Erscheinungsformen. Macht mit und erhebt eure Stimme…

..gegen die Verbrechen des zionistischen Besatzungsregimes

– ..für die Freiheit und Unabhängigkeit der arabischen Völker

– ..für Solidarität mit der wehrlosen Bevölkerung Bahrains

– ..gegen Diktatoren und Tyrannen, gegen Imperialismus

– ..gegen Kriege und Terrorismus

..gegen die Zerstörung unserer Umwelt und die Verschwendung von Ressourcen

– .. gegen die Instrumentalisierung der Wissenschaft und Technologie durch Raubkapitalismus

– ..für menschliche und vernünftige Regierungen

– ..gegen Hunger und Elend in Afrika

– ..für den Zusammenhalt der Menschheit als eine Weltgemeinschaft, gegen die Aufhetzung der Völker gegeneinander

Rassismus, Antisemitismus, Faschismus, Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie haben bei uns keinen Platz !!!!

QUDS AG

Postfach 424015    12082 Berlin         Dresdner Bank, Kto 564455001   BLZ 10080000
http://www.qudstag.eu   info@qudstag.eu

 

 

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Nieder mit jeglichem

Imperialismus und Faschismus!

 

 

 

 

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Bad Nenndorf 2011- Staatsbad im Ausnahmezustand

16. August 2011

Bad Nenndorf ist bunt

In den ca. 200 Jahren, in denen der Kurort Bad Nenndorf besteht, gaben sich dort viele Gäste unterschiedlicher Klassen und Schichten die Klinke in die Hand. Darunter war auch ein Bruder Napoleon Bonapartes, Jerome. Von seinem Bruder, dem französischen Kaiser, zum König von Westfalen ernannt, ging er vor allem durch den Ausspruch „ Morgen wieder lustick!“ in die Geschichte ein. Allerdings ging es, ähnlich wie im übrigen Europa während dieser Zeit, auch in Bad Nenndorf nicht immer „lustick“ zu. So wurden der Badeort und seine Umgebung 1806/07 mehrmals geplündert.

Zweihundert Jahre später gibt es in Bad Nenndorf schon wieder oder immer noch wenig zu lachen. Denn seit 2006 geben sich dort jährlich Gäste ein Stelldichein, die nicht willkommen sind. Es handelt sich um Neofaschisten aus der ganzen BRD, die die Geschehnisse im alliierten Verhörzentrum „Wincklerbad“ in ihrem Sinne umzudeuten versuchen. An diesem Ort saßen 1945 bis 1947 prominente Nazi-und Kriegsverbrecher ein, darunter SS-Obergruppenführer Oswald Pohl. Pohl war  Stellvertreter des Reichsführers SS, Heinrich Himmler, und Chef des SS-Wirtschaftsverwaltungshauptamtes. Als solcher war er verantwortlich für den Arbeitseinsatz von Häftlingen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern, sowie für die Überstellung  dieser bedauernswerten „Arbeitssklaven“ an die deutsche Rüstungsindustrie. Er war hauptverantwortlich für den gesamten Komplex, der von der SS „Vernichtung durch Arbeit“ genannt wurde.  1947 wurde er von den Alliierten zum Tode verurteilt und 1951 in Landsberg gehängt. Bis zum Schluß behauptete er, sich keines Verbrechens bewußt zu sein. Andere Gefangene im „Wincklerbad“ kamen aus dem NS-Propagandaapparat, darunter der Goebbels-Freund und Abteilungsleiter im Propagandaministerium Kurt Parbel. Er fotographierte und dokumentierte die Schandprozesse Roland Freislers. Andere „Kapazitäten“ der NS-Propaganda wie Horst Mahnke und Gieselher Wirsing setzten nach ihrer Haft in Bad Nenndorf ihre Karrieren beim „Spiegel“ bzw. „Christ und Welt“ fort.

Mit dem Beginn des Kalten Krieges änderte sich jedoch die Zusammensetzung der Gefangenen. Bereits ab 1946 wurden auch vermeintliche sowjetische Spione im Wincklerbad  vom britischen Geheimdienst inhaftiert. Bei beiden Gefangenengruppen kam es zu Mißhandlungen. Bis zur Auflösung des Lagers starben mindestens drei Männer.

Seit 2006 versuchen die Neonazis, beide Gefangenengruppen für sich zu vereinnahmen und zum Thema ihres „Trauermarsches“ zu machen. Dabei werden deutsche Täter zu Opfern, das Wincklerbad zum „alliierten Folterlager.“  Ein Verbot des Nazispektakels ist nicht in Sicht, die Aufmärsche sind bis 2030 angemeldet. So befand sich auch in diesem Jahr Bad Nenndorf wieder einmal im Ausnahmezustand.

2000 Polizisten aus Niedersachsen und den benachbarten Bundesländern hatten den Ort weiträumig abgesperrt. Davon konnte sich der Autor dieser Zeilen bereits gegen 8.30. Uhr am 6. August überzeugen. Einen Kilometer vor Bad Nenndorf hatte die Polizei einen richtigen „Checkpoint“ eingerichtet. Jedes Auto mußte anhalten und wurde ausgiebig gefilzt. Das hieß : Fahrzeugpapiere, Aussteigen, Kofferraum öffnen, Inhalt auspacken. Da mein ganzer Kofferraum mit einem halben Infostand mit entsprechenden Materialien vollgepackt war, wollte ich mir diese Prozedur nicht antun, und folgte dem Rat einer Genossin, den Wagen auf dem Parkplatz eines nahegelegenen Möbelmarktes abzustellen. Als Fußgänger kam ich, unbeachtet durch die Staatsmacht, am Checkpoint vorbei. Nach knapp einem Kilometer Fußmarsch bog ich rechts in den Wald ab. Plötzlich tauchten aus einem Seitenweg zwei Polizistinnen vor mir auf. Sie beachteten mich nicht, ich folgte ihnen unauffällig. Kurze Zeit später schlugen sie sich seitwärts in die Büsche, während ich meinen Weg unbehelligt über eine schmale Treppe und einen engen Hohlweg fortsetzten konnte, und mich im Zentrum von Bad Nenndorf wiederfand.  Hier war zu diesem Zeitpunkt noch wenig los. Zwei Polizisten grüßten höflich, ich grüßte ebenso höflich zurück (auch Lenin lobt in seinen Schriften die Höflichkeit); einzelne Gruppen Antifas waren ebenfalls in der Fußgängerzone unterwegs. Wenig später traf ich auf Sebastian Wertmüller mit Kollegin. Zu dritt  versuchten wir zum Ort der Auftaktkundgebung zu kommen, was sich aufgrund polizeilicher Maßnahmen als nicht einfach erwies, denn die Polizei hatte  drei Viertel der  Bahnhofstraße bereits durch Hamburger Gitter weiträumig abgesperrt, und das bereits mehr als eine Stunde vor Beginn des Naziaufmarsches. Vor der Absperrung  kam es zu einem heftigen Wortwechsel zwischen Sebastian Wertmüller und einem Polizisten. Sebastian war ihm offenbar zu laut. Darauf anwortete dieser, er sei nicht laut, er rege sich nur auf, und wo denn die in der Presse vollmundig angekündigte Bürgerfreundlichkeit der Polizei bliebe.  Auch der zweite Versuch, im Schlepptau eines NDR-Teams durch die Absperrung zu kommen, scheiterte. Die Reporter wurden durchgelassen, wir nicht! Schließlich gelangten wir, in großem Bogen den Kurpark umrundend, zur Auftaktkundgebung in die Bornstrasse. Am Ende hatten sich 1200 antifaschistische Demonstranten versammelt, die von der Bornstrasse in die Kurhausstrasse zogen. Das Ziel, die Faschisten zu konfrontieren, oder deren Aufmarsch zu verhindern, konnte wieder einmal, aufgrund des massiven Polizeischutzes für die Nazis, nicht verhindert werden. Das ist ein Skandal, und war neben der Forderung nach einem NPD-Verbot,  auch Thema der Redebeiträge auf der Demonstration. Überhaupt war das Polizeiaufgebot eindeutig gegen die Antifaschisten gerichtet. Es standen Wasserwerfer bereit, und es wurden seitens der Staatsmacht scharfe Hunde mitgeführt, die immer nur in unsere Richtung kläfften.

Da ist es auch nur ein schwacher Trost, daß in diesem Jahr „nur“ 640 Faschisten statt der erwarteten Tausend marschierten. Diese mußten allerdings durch ein Spalier von Feiernden. Knapp ein Dutzend Vereine, Organisationen und Nachbargemeinden hatten für den Nachmittag entlang der Aufmarschstrecke der Nazis private Feiern angemeldet.  Das ging vom Schulfest bis zur Weinprobe. Die Faschisten wurden mit Konfetti beschmissen und ausgelacht. Vielleicht hatten sich die Partymacher an Jerome Bonaparte und sein „Morgen wieder lustick!“ erinnert. Besonders dumme Gesichter müssen die Nazis gemacht haben, als ihnen auf der Höhe des Jüdischen Gemeindezentrums die heimliche Hymne des Staates Israel „Schole Malechem“ entgegenschallte.  Es wurde ihnen gezeigt: Um eure blutige Vergangenheit gibt es nichts zu trauern! Wer eine Einladung hatte, konnte an diesen Feiern teilnehmen. Aber am späten Nachmittag wurden auch Menschen mit Einladung nicht mehr in die Nähe der Faschos gelassen. Überhaupt begann die Polizei, härtere Saiten aufzuziehen. Aufgrund eines Kessels konnten ca. 200 Gegendemonstranten, die später angereist waren, nicht mehr an den verschiedenen Aktionen teilnehmen. Viele wurden an diesem sehr heißen Tag bis zu fünf Stunden im Kessel festgehalten. Durch Übergriffe der Polizei kam es zu Verletzungen. Einige erlitten Kreislaufzusammenbrüche, da sie während der gesamten Zeit festgehalten wurden, und keine Chance hatten, sich mit Getränken zu versorgen.

Der Bahnhof war bis 19 Uhr abgesperrt. Wer keine Mitfahrgelegenheit bekam, mußte bis zum Abzug der Faschisten in Bad Nenndorf ausharren. Da war es ermutigend, mehrere Anrufe aus Gera zu erhalten. Dort gelang es Antifaschisten, ein Nazi- Konzert „für Deutschland“ erfolgreich zu blockieren. Der Anmelder des Konzerts blieb in einer antifaschistischen Blockade stecken. Am Ende versagte bei den Faschos die Technik!

Fazit aber ist: Die Nazis konnten marschieren. Und sie werden, nachdem ihnen Wunsiedel genommen, und wir in Dresden Ihren Aufmarsch zweimal erfolgreich verhindert haben, nicht von Bad Nenndorf als ihrem verbliebenen „Wallfahrtsort“ ablassen. Darum: Naziaufmärsche verhindern! Um jeden Preis! Denn Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Joerg Lorenz

 

Bild 1

http://www.neues-deutschland.de/artikel/204150.neonazis-gucken-dumm-aus-der-waesche.html?sstr=T-Shirts


Zionisten dulden kein Theater

14. August 2011

Laut der Jüdische Stimme in ihrer Pressemitteilung vom 11. August, 2011 „kämpft“ die Armee des Zionistenregimes jetzt auch gegen Theatergruppen.

Innerhalb der letzten zwei Wochen wurden drei Mitglieder des Freiheitstheaters in Jenin von der israelischen Armee festgenommen: In der Nacht zum 27. Juli wurden Adnan Naghnaghiye, der Manager des Theaters, und Bilal Saadi, ein Vorstandsmitglied, sowie am 6. August der Student der Theaterschule Rami Awni auf seinem Wege nach Hause zur Ramadanzeit festgenommen. Zwei Wochen lang wurden Herrn Naghnaghiye und Herrn Saadi fundamentale Menschenrechte verwehrt, sie wurden inhuman behandelt und die Herstellung von Kontakten zu einem Rechtanwalt verhindert. Die administrative Haft wird ständig verlängert, da die Ermittler keine Anklage erheben können.
Das Freiheitstheater ist ein Kultur- und Theaterzentrum im Flüchtlingslager Jenin in der Westbank, das von dem ermordeten Juliano Mer-Kahmis und seiner verstorbenen Mutter Arna gegründet worden ist. Dort bekommen die von der anhaltenden brutalen israelischer Besatzung traumatisierten Jugendliche einen freien Raum, ihre belastenden Erfahrungen und ihre Kreativität mit künstlerischen Mitteln auszudrücken.  Mehrmals wurde das Theater, das inzwischen zum Symbol für einen freien Geist unter der Okkupation geworden ist, Ziel der zerstörerischen Überfälle der israelischen Armee. Mehrmals wurde das Theater neu aufgebaut. Soll jetzt, mit den Inhaftierungen, der Geist des Theaters und seine wichtige Botschaft zum Schweigen gebracht werden?
Die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost protestiert gegen die Inhaftierungen und die Anschläge auf das Theater und fordert die israelische Armee auf, die Inhaftierten freizulassen.
Mit großer Sorge um das Weiterbestehen des Theaters  appelliert die Jüdische Stimme auch an die Bundesregierung, sich für die Freilassung der Inhaftierten einzusetzen.
Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalderstr. 4
D- 10405 Berlin

Naziaufmarsch in Bad Nenndorf

3. August 2011

Der Naziaufmarsch in Bad Nenndorf

steht vor der Tür. Es sind etliche

Gegenaktionen organisiert.

Von 10-18 Uhr am
Gymnasium in Bad Nenndorf. Das ist die Horster Straße,
etwa 200 m von der Bahnhofstrasse auf der die Nazis marschieren
entfernt, Stadtauswärts.

Die Veranstaltung ist vor allem ein Anlaufpunkt für alle, die sich an
dem Samstag frei in Bad Nenndorf bewegen wollen, da ihr zwischen den
Veranstaltungen wechseln könnt, indem ihr sagt zu der jeweils anderen zu
gehen,
und auch auf die Ostseite der Bahnhofstraße gelangen möchten. Ausserdem
wird die
Volksküche da sein, und es wird die Möglichkeit geben, sich mal ne Weile
auszuruhen und etwas zu Esssen. Also ausdrücklich eine eher chillige
Basis, von der man dann an die Strecke gehen kann um seinem Unmut Luft
zu machen.

Die Gegenaktionen habe ich mal auf einer Karte eingezeichnet.
Neben einigen privaten Gartenfeiern an der Bahnhofstraße wird es
speziell auf dem letzten Stück vorm Wincklerbad eine regelrechte
Partymeile geben. Auf 50 m sind dort 4 Veranstaltungen geplant. Drei
sind private Veranstaltungen, zu denen man ohne Einladung vermutlich
nicht durchgelassen wird, eine ist jedoch öffentlich. Das ist die
Weinprobe im Feinkostladen Gusto.

Am wichtigsten ist wohl der ökumenische Shabbat der jüdischen Gemeinde
zu dem jeder herzlich eingeladen ist. Da es sich um einen Gottesdienst
handelt hat diese Veranstaltung ebenso Verfassungsrang wie die
Versammlungsfreiheit auf die sich die Nazis berufen. Die Polizei muss
den Zugang ermöglichen, solange keine Gefahr durch Nazis ausgeht.
Inwiefern sie sich daran hält bleibt abzuwarten.

6. August 2011
10:30 Uhr Bornstrasse, Bad Nenndorf
12:00 Uhr Kurhausstrasse, Bad Nenndorf

Treffen zur gemeinsamen Bahnfahrt Hannover – Bad Nenndorf
9:30 Uhr Ernst-August-Platz, Hannover