Was hat Mahmoud falsches gesagt?

26. September 2011

Damit sich jeder ein eigens Bild machen kann, hier die Ansprache seiner Exelenz Dr. Mahmoud Ahmadinedschad, Präsident der Islamischen Republik  Iran, vor der 66. Sitzung der Vollversammlung der Vereinten Nationen:

Im Namen Gottes, des Mitfühlenden, des Barmherzigen,

Alle Ehre möge Allah gelten, dem Herrn des Universums, und Frieden und Segen möge auf unserem Meister und Propheten, Mohammed, sein, und seinem reinen Haushalt, seinen edlen Mitstreitern und auf allen himmlischen Boten.

“Oh Gott, beschleunige die Ankunft des Imams Al-Mahdi und gebe ihm gute Gesundheit und den Sieg, und mache uns zu seinen Jüngern und denen, die seine Rechtschaffenheit bezeugen.“

Herr Präsident,
Exzellenzen,
Meine Damen und Herren,

Ich bin Allah, dem Allmächtigen, dankbar, der mir, wieder einmal, die Gelegenheit gegeben hat, vor dieser Weltversammlung zu erscheinen. Ich habe die Freude meinen innigsten Dank an S.E. Joseph Deiss, Präsident der 65. Sitzung, auszusprechen für seine außerordentlichen Bemühungen während seiner Amtszeit. Ich möchte auch S.E. Nassir Abdulaziz Al-Nasser beglückwünschen zu seiner Wahl als Präsident der 66. Sitzung der Vereinten Nationen und wünsche ihm allen Erfolg.

Lassen Sie mich die Gelegenheit ergreifen, um all denen die Ehre zu erweisen, die im vergangen Jahr ihr Leben verloren haben, vor allem den Opfern der tragischen Hungersnot in Somalia und den zerstörerischen Überschwemmungen in Pakistan. Ich bitte all, ihre Unterstützung und Hilfe für die betroffenen Bevölkerungen in diesen Ländern zu erhöhen.

Über die vergangenen Jahr habe ich über verschiedene globale Themen gesprochen und die Notwendigkeit, fundamentale Veränderungen in die gegenwärtige internationale Ordnung einzubringen.

Heute, die internationalen Entwicklungen berücksichtigend, werde ich versuchen, die jetzige Lage von einem anderen Blickwinkel zu analysieren.

Wie Sie alle wissen, beruht die Herrschaft und Überlegenheit der Menschen über andere Kreaturen in der ureigenen Natur und Wahrheit der Menschheit

Sie ist eine göttliche Gabe und Verkörperung des göttlichen Geistes, beinhaltend:
Glaube an Gott, der der immerwährende Schöpfer und Planer des gesamten Universums ist.
Mitgefühl für andere zu zeigen, Großzügigkeit, Gerechtigkeitssuche, und die Übereinstimmung von Wort und Taten.
Die Suche nach Erhabenheit, um die Bergspitzen der Perfektion zu erreichen, das Bestreben, den eigenen materiellen und spirituellen Status zu erhöhen, und die Sehnsucht, Freiheit zu schaffen.
Unterdrückung, Korruption und Diskriminierung entgegenzutreten und dafür die Unterdrückten zu unterstützen.
Die Suche nach Glück und andauerndem Wohlstand und Sicherheit für alle.

Dies sind einige der Offenbarungen von allgemeinen göttlichen und menschlichen Attributen, die deutlich in dem geschichtlichen Bestreben der Menschen gesehen werden kann, wie sie im Erbe unserer Suche nach Kunst und Literaturarbeit sowohl in Prosa wie auch im Gedicht wiedergegeben wird, und in den soziokulturellen und politischen Bewegungen der Menschen im Laufe der Geschichte.

Alle göttlichen Propheten und sozialen Reformer haben die Menschen eingeladen, diesen rechtschaffenden Weg zu beschreiten.

Gott hat der Menschheit Würde gegeben, um seinen Status zu erhöhen, um seine Rolle als Nachfolger auf Erden anzunehmen.

Liebe Kollegen und Freunde:
Es ist vollkommen klar, daß trotz aller historischen Errungenschaften, einschließlich der Gründung der Vereinten Nationen, die ein Produkt von unermüdlichen Kämpfen und Bemühungen von freigeistigen und gerechtigkeitssuchenden Einzelpersönlichkeiten wie auch internationalen Kooperationen war, die menschlichen Gesellschaften immer noch weit davon entfernt sind, diese edlen Wünsche und Bestrebungen zu erfüllen.

Die meisten Völker der Erde sind unglücklich mit der gegenwärtigen internationalen Lage.
Und trotz der allgemeinen Sehnsucht und der Bestrebungen, Frieden, Fortschritt und Brüderlichkeit zu befördern, fahren Kriege, Massenmorde, weitreichende Armut und sozioökonomische und politische Krisen fort, die Rechte und die Souveränitäten von Völkern zu verletzen, irreparable Schäden weltweit hinterlassend.

Ungefähr drei Milliarden Menschen weltweit leben mit weniger als 2,5 US-Dollar pro Tag, und über eine Milliarde Menschen leben ohne selbst ein ausreichendes Mahl pro Tag zu haben.

40% der ärmsten Weltbevölkerung haben nur Anteil an 5 % des globalen Einkommens, während 20% der reichsten Menschen 75% vom totalen globalen Einkommen innehaben.

Mehr als 20.000 unschuldige und mittellose Kinder sterben jeden Tag in der Welt aus Armut.

80% der finanziellen Ressourcen der Vereinigten Staaten werden kontrolliert von 10% seiner Bevölkerung, während nur 20% dieser Ressourcen 90% der Bevölkerung gehören.

Was sind die Ursachen und Gründe für diese Ungleichheiten? Wie kann man solche Ungerechtigkeit heilen?

Die, die die Zentren der globalen Wirtschaftsmacht beherrschen und betreiben, beschuldigen die Sehnsucht der Menschen nach Religion und die Befolgung des Weges der göttlichen Propheten, oder die Schwachheit der Völker und das Fehlverhalten einer Anzahl von Gruppen oder Einzelpersonen. Sie behaupten, daß nur ihre Sichtweise, Herangehensweise oder Vorschriften die Menschheit und die Weltwirtschaft retten können.

Liebe Kollegen und Freunde:

Glauben Sie nicht auch, daß die Kernursache der Probleme in der vorherrschenden internationalen Ordnung gesucht werden muß bzw. in der Art und Weise, wie die Welt regiert wird?

Ich möchte Ihre geschätzte Aufmerksamkeit auf folgende Fragen richten:

Wer verschleppte mit Gewalt Zehn von Millionen von Menschen aus ihren Heimen in Afrika und anderen Regionen der Welt während der dunklen Periode der Sklaverei, indem sie aus ihnen Opfer ihrer materialistischen Gier machten?

Wer zwang den Kolonialismus über vier Jahrhunderte dieser Welt auf? Wer besetzte Länder und plünderte massiv die Ressourcen anderer Völker aus, zerstörte Talente und entfremdete Sprachen, Kulturen und Identitäten der Völker?

Wer löste den Ersten und Zweiten Weltkrieg aus, die siebzig Millionen getötet hinterließen und Hunderte von Millionen Verletzte oder obdachlos? Wer entfachte die Kriege auf der koreanischen Halbinsel und in Vietnam?

Wer zwang, durch Täuschungen und Heuchelei, die Zionisten und über sechzig Jahre von Krieg, Obdachlosigkeit, Terror und Massenmord auf das palästinensische Volk und auf Länder der Region auf?

Wer zwang auf und unterstützte für Jahrzehnte militärische Diktaturen und totalitäre Regime in asiatischen, afrikanischen und latein-amerikanischen Völkern?

Wer benutzte Atombomben gegen wehrlose Menschen und lagerte Tausende von Sprengköpfen in deren Waffenarsenalen?

Wessen Wirtschaften beruhen darauf, Kriege anzuzetteln und Waffen zu verkaufen?

Wer provozierte und bestärkte Saddam Hussein, den Iran anzugreifen und ihm einen acht Jahre langen Krieg aufzuzwingen, und wer unterstützte und stattete ihn aus, um chemische Waffen gegen unsere Städte und unser Volk zu richten?

Wer benutzte den mysteriösen Vorfall des 11. Septembers als einen Vorwand, um Afghanistan und den Irak anzugreifen – dabei Millionen in zwei Ländern tötend, verletzend und vertreibend – mit dem letztendlichen Ziel, die Herrschaft im Nahen Osten und dessen Ölressourcen unter seiner Herrschaft zu bekommen?

Wer zerstörte das Bretton-Woods-System und druckte Billionen von US-Dollars ohne die Deckung von Goldreserven oder gleichwertigen Währungen? Eine Handlung, die die Inflation weltweit auslöste und darauf ausgerichtet war, nach den wirtschaftlichen Gewinnen anderer Völker zu greifen.

Wessen Landes militärische Ausgaben übersteigen jährlich ein Tausend Milliarden US-Dollar, mehr als das Militärbudget aller Länder der Welt zusammen?

Welche Regierungen sind die am meisten verschuldeten in der Welt?

Wer beherrscht die regelsetzenden Körperschaften der Weltwirtschaft?

Welche sind verantwortlich für die weltwirtschaftliche Rezession und dafür, deren Konsequenzen auf Amerika, Europa und die Welt im allgemeinen aufzuzwingen?

Welche Regierungen sind bereit, täglich Tausende Bomben auf andere Länder zu werfen, aber grübeln und zögern, um ein wenig Lebensmittelhilfe an hungerleidende Menschen in Somalia oder an andere Orte zu senden?

Wer sind diejenigen, die den Sicherheitsrat beherrschen, der offensichtlich verantwortlich dafür ist, die internationale Sicherheit sicherzustellen?

Es gibt Dutzende ähnliche Fragen und natürlich sind die Antworten klar.

Die Mehrheit der Völker und Regierungen der Welt spielten keine Rolle im Entstehen der gegenwärtigen globalen Krise, und tatsächlich waren sie selbst Opfer solcher Politiken.

Es ist so klar wie bei Tageslicht, daß dieselben Sklavenmeister und Kolonialmächte, die einst die zwei Weltkriege anzettelten, weitverbreitetes Elend und Unordnung begründet haben mit seitdem weitreichenden Auswirkungen über den Globus.

Liebe Kollegen und Freunde,

Haben diese arroganten Mächte wirklich die Kompetenz und die Fähigkeit, die Welt zu leiten oder zu regieren, oder ist es hinnehmbar, daß sie sich als die alleinigen Verteidiger von Freiheit, Demokratie und Menschenrechte bezeichnen, während sie militärisch andere Länder angreifen und besetzen?

Kann die Blume der Demokratie aus Nato-Raketen, -Bomben oder -Gewehren wachsen?

Meine Damen und Herren,

Wenn einige europäische Länder immer noch den Holocaust, nach sechs Jahrzehnten, als Vorwand nutzen, um den Zionisten Strafzahlungen oder Entschädigungen zu leisten, sollte es nicht eine Verpflichtung für die Sklavenmeister oder Kolonialmächte sein, Wiedergutmachungen an die betroffen Völker zu zahlen?

Wenn der Schaden und die Verluste aus der Zeit der Sklaverei und des Kolonialismus tatsächlich ausgeglichen werden würden, was würde mit den Manipulatoren und politischen Mächten hinter den Kulissen in den Vereinigten Staaten und in Europa geschehen? Wird dann irgendein Spalt zwischen dem Norden und dem Süden übrigbleiben?

Wenn nur die Hälfte der Militärausgaben der Vereinigten Staaten und seiner Verbündeten in der NATO gekürzt würde, um die wirtschaftlichen Probleme in deren eigenen Ländern lösen zu helfen, würden sie dann noch irgendwelche Symptome der Wirtschaftskrise erleben?

Was würde geschehen, wenn die Summe den armen Völkern zugeteilt würde?

Was ist die Rechtfertigung für die Anwesenheit von Hunderten von US-Militär- und Geheimdienst-Stützpunkten in unterschiedlichen Teilen der Welt, einschließlich 268 Stützpunkten in Deutschland, 124 in Japan, 87 in Süd-Korea, 83 in Italien, 45 in Großbritannien und 21 in Portugal? Bedeutet dies nichts anderes als militärische Besatzung?

Untergraben die in den genannten Stützpunkten gelagerten Bomben nicht die Sicherheit anderer Völker?

Meine Damen und Herren,

Die Hauptfrage ist die Suche nach der Kernursache für solches Verhalten. Der wesentliche Grund sollte in den Überzeugungen und Neigungen des Establishments gesucht werden.

Versammlungen von Menschen, die im Gegensatz zu den inneren menschlichen Instinkten und Veranlagungen stehen, die auch keinen Glauben an Gott und in den Weg der göttlichen Propheten haben, ersetzen die himmlischen Werte durch ihre Lust nach Macht und materiellen Zielen.

Für sie wird nur Macht und Reichtum obsiegen, und jedes Unterfangen muß diese finsteren Ziele in den Fokus stellen.

Unterdrückte Völker haben keine Hoffnung, ihre legitimen Rechte gegen solche Mächte wiederherzustellen oder zu verteidigen.

Diese Mächte suchen ihren Fortschritt, ihr Wohlgedeihen und ihre Würde in der Armut, Entwürdigung und Vernichtung anderer.

Sie betrachten sich als überlegen gegenüber anderen und genießen besondere Vorrechte oder Sonderregelungen. Sie haben keine Achtung vor anderen und verletzen leichtfertig die Rechte anderer Völker und Regierungen.

Sie erklären sich als die unwiderruflichen Hüter aller Regierungen und Völker mittels Einschüchterung, Drohgebärden, Macht und der Mißachtung von internationalen Vereinbarungen. Sie brechen einfach alle international anerkannten Regelungen.

Sie bestehen darauf, ihren Lebensstil und ihre Überzeugungen anderen überzustülpen.

Sie unterstützen öffentlich Rassismus.

Sie schwächen Länder durch militärische Interventionen und zerstören deren Infrastrukturen, um so deren Ressourcen zu plündern und sie dadurch noch abhängiger zu machen.

Sie säen die Saat des Hasses und der Feindschaft zwischen Völkern und Menschen unterschiedlichen Glaubens, um sie daran zu hindern, deren Entwicklungs- und Fortschrittsziele zu erreichen.

Alle Kulturen, Identitäten, Lebensformen, Werte und Vermögen der Völker, menschliche Werte, Frauen, Jugendliche und Familien werden durch ihre hegemonialen Bestrebungen und ihrer Neigung zu versklaven und andere Völker zu beherrschen geopfert.

Heuchelei und Täuschung sind erlaubt, um ihre Interessen und imperialistische Absichten zu sichern. Drogenhandel und das Töten unschuldiger Menschen sind ebenso gestattet im Verfolgen solch teuflischer Ziele. Trotz der Anwesenheit der NATO im besetzten Afghanistan hat es dort einen dramatischen Anstieg der Produktion von verbotenen Drogen gegeben.

Sie tolerieren keine Fragen oder Kritik, und anstatt eine Begründung für ihre Verfehlungen anzugeben, setzen sie sich immer an die Stelle des Klägers.

Indem sie ihr imperialistisches Mediennetzwerk nutzen, das unter dem Einfluß des Kolonialismus steht, drohen sie jedem mit Strafen und militärischen Handlungen, der den Holocaust und den 11. September in Frage stellt.

Letztes Jahr, als die Notwendigkeit vorgeschlagen wurde, eine Untersuchungskommission ins Leben zu rufen, um eine gründliche Untersuchung bezüglich der verborgenen Elemente zum Vorfall des 11. Septembers durchzuführen – eine Idee, die auch von allen unabhängigen Regierungen und Völkern unterstützt wird wie auch von der Mehrheit in den Vereinigten Staaten –, wurden mein Land und ich selbst unter Druck gesetzt und bedroht durch die Regierung der Vereinigten Staaten.

Anstatt eine Untersuchungskommission ins Leben zu rufen, töten sie den Haupttäter und warfen seinen Leichnam ins Meer.

Wäre es nicht vernünftig gewesen, den Haupttäter des Vorfalls der Gerichtsbarkeit zuzuführen und ihm ein öffentliches Gerichtsverfahren zu unterziehen, um so die Elemente hinter dem sicheren Raum zu identifizieren, die die eindringenden Flugzeuge zum Angriff auf die Zwillingstürme zur Verfügung hatten?

Warum ist es nicht erlaubt worden, ihn vor Gericht zu bringen, um zu helfen diejenigen herauszufinden, die die Terroristengruppen ins Leben gerufen haben und Kriege und anderes Elend in die Region gebracht haben?

Gibt es irgendwelche streng vertrauliche Informationen, die geheim gehalten werden müssen?

Sie betrachten den Zionismus als heilige Idee oder Ideologie, und jede Frage bezüglich ihrer ureigenen Gründung und Geschichte wird durch sie als unverzeihliche Sünde verdammt. Dagegen beherzigen sie und lassen es zu, daß Entweihungen und Beleidigungen gegenüber dem Glauben anderer heiliger Religionen stattfinden.

Liebe Kollegen und Freunde,

Wahre Freiheit, Gerechtigkeit, Würde, Wohlergehen und andauernde Sicherheit sind das Recht aller Völker.

Diese Werte können weder erreicht werden durch das Beibehalten des gegenwärtigen unwirtschaftlichen Systems der Weltherrschaft, noch durch das Einmischen der weltweiten arrogantesten Mächte und der Kriegsschiffe der NATO-Kräfte.

Diese Werte können nur erreicht werden in der Unabhängigkeit und Anerkennung der Rechte anderer und durch Harmonie und Kooperation.

Gibt es irgendeinen Weg, diese die Welt bedrohenden Probleme und Herausforderungen anzugehen durch die Nutzung der herrschenden internationalen Verfahren oder Instrumentarien, damit der Menschheit geholfen werden kann, die langerwarteten Sehnsüchte nach Frieden, Sicherheit und Gleichheit zu erreichen?

All diejenigen, die versucht haben, Reformen einzuführen, während die bestehenden Normen und Ansichten beibehalten wurden, sind gescheitert. Die wertvollen Bemühungen durch die Bewegung der Blockfreien Staaten und der Gruppe 77 und 15 als auch die durch einige prominente Einzelpersönlichkeiten haben es nicht geschafft, fundamentale Veränderungen herbeizuführen.

Die Führung und Steuerung der Welt braucht fundamentale Reformen.

Was muß nun geschehen?

Liebe Kollegen und Freunde,

Anstrengungen müssen unternommen werden mit starkem Lösungswillen und durch kollektive Kooperation, um einen neuen Plan zu entwickeln auf der Grundlage der Prinzipien und dem ureigenen Fundament menschlicher universeller Werte wie dem Monotheismus, der Gerechtigkeit, der Freiheit, der Liebe und der Suche nach Glück.

Die Idee der Gründung der Vereinten Nationen bleibt eine große und historische Errungenschaft der Menschheit. Ihre Bedeutung muß anerkannt werden und ihre Fähigkeiten müssen genutzt werden zur möglichen Ausweitung unserer edlen Ziele.

Wir sollten es nicht zulassen, daß die Organisation, die die Spiegelung des kollektiven Willens und gemeinsamen Strebens der Völkergemeinschaft darstellt, von ihrem Hauptkurs abweicht und in die Hände der Weltmächte spielt.

Förderlicher Boden sollte vorbereitet werden, um kollektive Teilhabe und Berücksichtigung der Völker sicherzustellen, im Bestreben, dauerhaften Frieden und Sicherheit zu befördern.

Geteilte und kollektive Steuerung der Welt muß erreicht werden in seinem eigentlichen Sinn, gegründet auf den zugrundeliegenden Prinzipien, die im internationalen Recht festgeschrieben sind. Gerechtigkeit muß als Maßstab dienen und die Grundlage aller internationalen Entscheidungen und Handlungen sein.

Wir alle sollten die Tatsache anerkennen, daß es keinen anderen Weg als die geteilte und kollektive Steuerung der Welt gibt, um den gegenwärtigen Unordnungen, der Tyrannei und der weltweiten Diskriminierung ein Ende zu bereiten.

Dies ist in der Tat der einzige Weg zu Wohlstand und Wohlergehen der menschlichen Gesellschaft, der eine anerkannte und lebendige Wahrheit ist.

Bei Berücksichtigung der zuvor genannten Wahrheit sollte man wissen, daß das nicht ausreichend ist und daß wir weiteres Vertrauen darin haben müssen und keine Mühe für sein Erreichen scheuen sollten.

Liebe Kollegen und Freunde,

Geteilte und kollektive Steuerung der Welt ist das legitime Recht aller Völker, und wir als ihre Repräsentanten haben die Verpflichtung dieses deren Recht zu verteidigen. Obgleich einige Mächte ständig versuchen, alle internationalen Bemühungen zu konterkarieren, die auf eine gemeinschaftliche Kooperation zielen, müssen wir dennoch unsere Glauben darin stärken, das angestrebte Ziel der Schaffung einer geteilten und kollektiven Steuerung zur Führung der Welt zu erreichen.

Die Vereinten Nationen wurden gegründet um zielführende Teilhabe aller Völker im internationalen Entscheidungsfindungsprozeß zu ermöglichen.

Wir alle wissen, daß dieses Ziel noch nicht erreicht worden ist wegen des Fehlens von Gerechtigkeit in den gegenwärtigen Führungsstrukturen und Verfahrensweisen der Vereinten Nationen.

Die Zusammensetzung des Sicherheitsrates ist ungerecht und unausgewogen. Deshalb werden Veränderungen und Neustrukturierungen der Vereinten Nationen als die grundlegende Forderung der Völker betrachtet, die durch die Vollversammlung angesprochen werden müssen.

Während der Sitzung des vergangenen Jahres betonte ich die Wichtigkeit dieses Themas und rief dazu auf, diese Dekade als die Dekade der geteilten und kollektiven globalen Steuerung zu benennen.

Ich möchte nun meinen Vorschlag wiederholen und ich bin sicher, daß durch internationale Kooperation von gewissenhaften und engagierten Weltführern oder Regierungen und durch das Bestehen auf Gerechtigkeit und die Unterstützung aller anderen Völker wir die Schaffung einer gemeinsamen hellen Zukunft erreichen können.

Diese Bewegung ist sicherlich auf dem rechtschaffenden Weg der Schöpfung mit der Zusage einer verheißungsvollen Zukunft für die Menschheit.

Eine Zukunft, die geschaffen werden wird, wenn die Menschheit beschließt, die Wege der göttlichen Propheten und der Rechtschaffenden zu folgen unter der Führung des Imams Al-Mahdi, dem Alleinigen Retter der Menschheit und dem Erben aller göttlichen Boten, Führer und der reinen Generation unseres großen Propheten.

Die Schaffung einer höchsten und idealen Gesellschaft mit der Ankunft des perfekten Menschen, der ein wahrer und aufrechter Liebhaber aller Menschen ist, das ist die garantierte Zusage von Allah.

Er wird kommen mit Jesus Christus, um die Freiheits- und Gerechtigkeitsliebenden zu führen, um die Tyrannei und die Diskriminierung auszumerzen und Wissen, Frieden, Gerechtigkeit, Freiheit und Liebe auf der ganzen Welt zu verbreiten. Er wird jedem einzelnen alle Schönheiten der Welt aufzeigen und alle guten Gaben überreichen, die die Glückseligkeit für die Menschheit bringen.

Heutzutage sind die Völker erwacht, und mit der Zunahme des öffentlichen Bewußtseins werden sie nicht länger den Unterdrückungen und Diskriminierungen unterliegen.

Die Welt erlebt mehr denn je das weitverbreitete Erwachen der islamischen Länder, in Asien, Europa und Amerika. Diese Bewegungen verbreiten jeden Tag ihren Geist und ihre Wirkung, um die Erreichung von Gerechtigkeit, Freiheit und der Schaffung eines besseren Morgens weiter zu verfolgen.

Unser großes Volk steht bereit Hand in Hand zu gehen mit anderen Völkern auf diesem wundervollen Weg in Harmonie und Übereinstimmung mit den gemeinsamen Bestrebungen der Menschheit.

Lassen Sie uns die Liebe, die Freiheit, die Gerechtigkeit, das Wissen und die glanzvolle Zukunft begrüßen, die die Menschheit erwartet.

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Der Papst ist gekommen

23. September 2011

15.000 Menschen demonstrierten friedlich und fröhlich

Auch zahlreiche Bundestagsabgeordnete setzten ein Zeichen gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes

 

Heute demonstrierten 15.000 Menschen in Berlin gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes. Die Demonstration des Bündnisses „Der Papst kommt“ fand unter dem Motto „Keine Macht den Dogmen!“ statt.

 

Bei der Auftaktkundgebung am Potsdamer Platz wurden Ansprachen zu den Themen Frauen- und Geschlechterpolitik, Homosexualität, Kondompolitik sowie Trennung von Kirche und Staat gehalten. Uta Ranke-Heinemann unterstützte die Kundgebung ebenfalls mit einer bewegenden Ansprache. Auch zahlreiche Bundestagsabgeordnete setzten ein Zeichen gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes.

 

Nach der Kundgebung startete der Demonstrationszug mit über 10.000 Menschen am Potsdamer Platz. Bei Ankunft der bunten Wagen und fröhlichen Fußgruppen am Bebelplatz umfasste der Demonstrationszug bereits 15.000 Menschen. Die Veranstaltung endete mit einer Abschlusskundgebung und DJane MARUSHA legte auf.

 

Das Bündnis „Der Papst kommt“ wurde Anfang des Jahres vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg initiiert. Dem Bündnis gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes haben sich inzwischen 70 Organisationen angeschlossen. Die Demonstration, die heute parallel zur Rede des Papstes im Deutschen Bundestag stattfand, wurde vom Berliner CSD e.V. organisiert.

Quelle

Jetzt kann der Bürger Josef Ratzinger wie jeder mehr oder weniger gern gesehene Staatsgast auch wieder gehen.

Gute Heimreise.

 

 

 


Wahlnachlese Niedersachsen – Ziel (fast) erreicht

22. September 2011

Die Kommunalwahl 2011 in Niedersachsen ist Geschichte. Das linke Personenbündnis „Bündnis für Soziale Gerechtigkeit – Region Hannover (BSG), bestehend aus GenossInnen der DKP, der KPD und Einzelpersonen,  kann mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf das Ergebnis zurückblicken. Denn leider konnte das Ergebnis aus dem Jahr 2006, in dem ein Sitz im Bezirksrat Herrenhausen-Stöcken, zwei Sitze im Bezirksrat Linden, und ein Sitz in der Regionsversammlung erkämpft wurden, nicht gehalten werden. Dennoch wurde ein Hauptziel erreicht: die Erringung eines Sitzes im Bezirksrat des traditionsreichen Arbeiterstadtteiles Linden-Limmer.

Das  BSG wird dort durch den parteilosen Schornsteinfegermeister Norbert Voltmer vertreten.

Das nicht alle gesetzten Ziele erreicht wurden, ist vor allem auf zwei Gründe zurückzuführen. Unmittelbar vor Beginn der Wahlkampagne kam es zu Auseinandersetzungen innerhalb des Bündnisses.  Es wurde zu spät gesehen, daß sich sozialdemokratische und bürgerliche Kräfte innerhalb des BSG von den Kommunisten aus DKP und KPD trennen wollten. Immer wieder kam es zu antikommunistischen Ausfällen seitens dieser Mitglieder. Die Folge war eine heftige Krise des BSG. Nach der Trennung von diesen Reformisten  gelang es jedoch, unser Bündnis zu stabilisieren und, leider beinahe zu spät, in den Wahlkampf einzutreten, wobei wir beim zweiten Grund wären.

Danach wurde unter der zentralen Losung „Streichen bei den Reichen statt Sparen bei den Armen“ ein engagierter und ideenreicher Wahlkampf geführt. Es wurden Flugblätter zu den verschiedensten kommunalpolitischen Themen unters Wahlvolk gebracht. Alle diese Flyer zeugen von einem hohen politischen Niveau unseres Bündnisses. Themen waren die kommunalen Finanzen („Wer zahlt?“), die allgemeine politische Situation (Auftaktflyer „BSG wählen? BSG wählen!“), („Für 10 Euro Mindestlohn-Weg mit Hartz IV-Tarifliche Arbeit statt Ein-Euro-Jobs“) sowie der von der SDAJ gestaltetete Flyer „ Für das Recht auf Bildung kämpfen- Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!“  Diese Flugblätter fanden unter den Menschen viel Anklang. Aussagen wie „Das ist das Beste, was ich bisher an Material zur Kommunalwahl gelesen habe“ bis zur eher bürgerlichen Dienstvorgesetzten des Autors dieses Artikels („Das liest sich aber gut. Da habt ihr euch viel Mühe gegeben!“) waren durchaus keine Seltenheit. Es ist uns gelungen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, darüber, daß man sich solidarisch wehren muß gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf  Werktätige, Rentner, Arbeitslose und Studenten. Infostände und das „Küchengartenfest“ der DKP in Linden boten Gelegenheit dazu. In diesem Stadtteil wurde der Wahlkampf am heftigsten geführt. Hier war die drohende Schließung der Stadtbücherei eines der Hauptthemen. Über 25.000 Unterschriften hatte die Bürgerinitiative gegen die Schließung der Bücherei gesammelt. Das BSG ging mit einem entsprechenden Plakat in den Wahlkampf: „Empört Euch – In Hannover bereits 10 Büchereien geschlossen – Rettet die Stadtbücherei Limmerstraße!“

In der Region erhielt das BSG insgesamt  2429 Stimmen (0,6 %), für den Rat der Stadt Hannover 3532 Stimmen (0,7%), für den Bezirksrat Linden-Limmer 1074 Stimmen (2,7%)  und damit einen Sitz. Leider sind wir knapp an den Mandaten für die Region, den Rat der Stadt Hannover und den Bezirksrat Herrenhausen-Stöcken „vorbeigeschrammt.“  Am engagierten Wahlkampf vieler GenossInnen aus DKP und KPD hat dies sicherlich nicht gelegen.

Insgesamt war der niedersächsische Kommunalwahlkampf durch die Krise der schwarzgelben Koalition gekennzeichnet. Deutliches Symbol dafür ist der Absturz der FDP, und der Aufstieg der „Piraten“ sowie der Erfolg der Grünen. Die beiden anderen großen „Volksparteien“, die wieder einmal dabei waren, ihre Ergebnisse schönzureden, sollen hier einmal außer Acht gelassen werden. Denn ein anderes Phänomen, aber symptomatisch für die Krise des kapitalistischen Systems, trat am rechten Rand auf. In vielen Stadt-, Kreis,- und Gemeinderäten konnten die faschistische NPD, aber auch rechtskonservative Bürgerbewegungen wie „Die Hannoveraner“ einen oder mehrere Mandate erringen. Das ist eine gefährliche Entwicklung. Hier gilt es Bündnisse aller Demokraten zu schmieden, um diese faschistoiden Tendenzen zu bekämpfen. In Hannover gibt es ein aktives Bündnis gegen rechts, ebenso in Oldenburg und Wihelmshaven. Jetzt muß es darum gehen, diese Bündnisse stärker zu vernetzen. Das ist eine Aufgabe, nicht nur für das BSG.

Am Ende sei hier noch einmal allen WahlkämpferInnen des BSG aus DKP und KPD herzlich gedankt. Ebenfalls ein Gruß aus Niedersachsen an den Genossen Rainer Perschewski in Berlin und seine Mitstreiter für ihr hervorragendes Wahlprogramm und ihren erfolgreichen Berliner Wahlkampf.

Jörg Lorenz


Herbstäquinox 2011

21. September 2011

Am Äquinox sind in beiden Hemisphären unseres Planeten Tag und Nacht gleich lang. Freyr und Gullinborsti verlassen unsere Seite und ziehen in den Süden. Die Tage werden merklich kürzer und fast alles Grün schwindet mit einem herlichen Farbenmeer aus unserer Landschaft.

 

Schrecklicher Herr der Schatten,

Gott des Lebens, Spender des Lebens,

Das Wissen um Dich

Ist das Wissen um den Tod.

Öffne die Tore weit, wir flehen Dich an,

Die Tore durch die wir alle gehen müssen.

Lass unsere Lieben, die von uns gegangen sind,

In dieser Nacht zurückkehren, um mit uns zu feiern.

Und wenn unsere Zeit, wie es sein muss, kommt,

Oh Du, mein Tröster und Erquicker,

Der Du Frieden und Ruhe spendest,

Werden wir froh und furchtlos Dein Reich betreten…

 

Leider hatten wir 2011 einen etwas verregneten Sommer.


Friede den Sozialkassen! Krieg den Börsen!

15. September 2011


Philipp Rösler

Der Kampf um Reformen im Kapitalismus kann für die Werktätigen selbstverständlich immer nur kurzzeitige Erfolge bedeuten. Auch kann es den Ausgebeuteten egal sein, ob sie von den Herrschenden um die Mark oder um den Euro betrogen werden. Völlig unverständlich ist jedoch die Kritik der Partei Die Linke an der Forderung des B“R“D Wirtschaftsministers Rösler, nach einer Insolvenz Griechenlands oder auch anderer EU Vasallen. Wäre es doch für die Steuerzahler viel günstiger und vor allem aus humanistischen Gründen viel sinnvoller die griechischen oder auch andere Sozialkassen mit ein paar hundert Millionen Euro im Jahr zu subventionieren, als Jahr für Jahr oder gar Monat für Monat den Gaunern und Supergaunern des internationalen Finanzkapitals hunderte von Milliarden von Euro in den gierigen Rachen zu schmeißen.

Friede den Sozialkassen!

Krieg den Börsen!

Hier ein Lied aus kämpferischeren Zeiten.

Erstaunlich, wer heutzutage alles Angst vor der Konsequenz seines eigenen Geredes haben muss.

Die Herrschenden haben offenkundig allen Grund, Angst um ihren jämmerlichen Staat zu haben.


Traurige Wahlniederlage

12. September 2011
Wahlergebnisse Region Hannover
Die Kommunalwahl gestern ist ziemlich dumm gelaufen. In Niedersachsen bleibt die CDU stärkste Kraft. In Hannover blieb Die Linke deutlich unter 5% und das BSG hat nur einen einzigen Stadtbezirksrat in Linden. Die ASH hat auch nur in Stöcken profitiert. Wenn“S“PD und Grüne über 50% sind, sind linke Kräfte in den Volksvertretungen eh nur eine Randerscheinung. Sicher werden die jetzt die ganzen kommunalen Einrichtungen verhökern, wie es die Sozis im Wahlkampf so eifrig dementiert haben.
Besonders peinlich für unsere schöne Heimatstadt ist das Ergebnis einer Partei, die sich ausgerechnet Die „Hannoveraner“ nennt und eigentlich nur eine Tarnorganisation der antiislamistischen Hetzpartei Die „Freiheit“ ist.
Die Chancen dieser  Xenophobie schürenden Organisationen um René Stadtkewitz, dessen Hassreden selbst einer berliner CDU, wo die ebenfalls extrem antiislamistische Vera Lengsfeld immer noch willkommen ist, zu viel waren; dem schwedischen Multimillionär Patrik Brinkmann, der niederländischen Ikone der sich für „Demokratiefähig“ haltenden Rechtsetremisten Geerd Wilders und ähnlichen Leuten;
wurden von allen demokratischen Kräften, auch vom BSG, nach dem klerikalfaschistischen Attentat in Oslo völlig unterschätzt.
Ihre „freiheitliche demokratische Grundhaltung“ versuchen diese Leute genau wie Breivig , auch gern mit ihrer „Solidarität“, Wilders spricht sogar von „liebe“ zum  Juden, sogar Rabbis folternden Zionistenregime zu beweisen.
Der Imperialistismus ist eben nichts weiter als parasitärer, verfaulender Kapitalismus und der Zionismus nur eine besondere Spielart davon.
Hier mal ein Kommentar des recht konservativen Juden
Reuven J. Cabelman,
leider mit sexistischer Hetze gegen
Homoehe, „Pornographie und Massenabtreibungen“.

Europas Rechte singt die „Hatikva“

Nun ist es sozusagen amtlich und offiziell, alle Spekulationen haben ein Ende und was wir in unserem Artikel „Wächst zusammen, was zusammen gehört“? vor einigen Wochen prophezeiten, hat sich sehr rasch realisiert: Europas Rechte steht (wieder einmal) stramm vor dem und zum Zionismus.
Alte Seilschaften erfinden sich neu, zeigen sich in der Öffentlichkeit und besuchen einander. Was nicht nur in der jüngeren Vergangenheit noch eher klammheimlich vonstatten ging, zeigt man mittlerweile unverblümt und offenherzig. Schließlich hat man doch die gleichen „Sorgen“: Juden sollen alle in einem Staat („Israel“) konzentriert und Muslime sowie Araber möglichst sowohl aus dem Zionistenstaat wie aus den kontinental-europäischen „christlichen Leitkultur-Ländern“ verschwinden.
Deutsche Blätter haben ausführlich über die Auftritte von europäischen Rechtspopulisten wie Geert Wilders (Niederlande), Filip Dewinter (Vlaams Belang, Belgien), Heinz-Christian Strache (FPÖ), Kent Ekeroth (Schwedendemokraten) und dem noch CDU-Mann René Stadtkewitz aus Berlin berichtet. Die Welt titelte „Wilders empfiehlt Israel den Bau von mehr Siedlungen“ und die FAZ gibt uns einen ausführlichen Einblick in die Reiseaktivitäten der antisemitischen Neo-Zionisten.
Dass der moderne Rechtspopulismus seine Bündnispartner gerade auch bei den Zionisten sieht, ist nicht verwunderlich, schöpfen doch beide noch immer aus einer antiquiert-verklärten national-faschistischen Gedankenwelt des vorletzten Jahrhunderts, ohne auf die Probleme der sich verändernden Gesellschaften der Neuzeit adäquate Antworten bieten zu können.
Wenn der eine Österreicher und Burschenschaftler (Strache) dem anderen Burschenschaftler (Theodor Herzl) ausdrücklich seine „Sympathie“ entgegenbringt, zeigt dies nicht nur eine historische und inhaltliche Verbundenheit beider, sondern bestätigt auch heute noch Herzl’s programmatische These aus seinen Tagebüchern, wonach „Die Antisemiten unsere verlässlichsten Freunde werden“.
Europa und seine Nationalstaaten könnten durchaus einen Schuss mehr gesunden Patriotismus und Konservatismus gebrauchen, der sich jedoch gewiss nicht mit Parteien und Parteioberen umsetzen lässt, deren einzige „programmatische“ Grundlage die des Islamhasses ist und sich zudem an einer Ausrichtung orientiert, die die Interessen eines fremden Staates (in diesem Fall des zionistischen) höher einstuft als diejenigen des eigenen Landes. Eine „Israel-First“-Mentalität wie sie von Wilders, Strache und Co. zur Schau getragen wird, grenzt schon nicht mehr nur an den Verdacht des Landesverrats, verschärft innenpolitische Konflikte innerhalb der entsprechenden Länder, sondern wird vor allem auch auf dem Rücken des jüdischen Thora-Volkes in diesen Ländern ausgetragen, das kein Interesse daran hat, gegen einen Teil der Bevölkerung – in diesem Fall den muslimischen – ausgespielt und für rassistische Umtriebe missbraucht zu werden.
Das billige Geschwätz pro-zionistischer Regierungen, Parteien und Organisationen über eine vermeintlich „christlich-jüdische Leitkultur“, die es zu verteidigen gelte, soll das übrige dazu beitragen, dass Gesellschaften Europas im Innern zerrissen und gespalten werden. Und ausgerechnet für dieses abartige Unterfangen will man das Judentum missbrauchen? Welche Art „christlich-jüdischer“ Symbiose soll das bitteschön sein? Jene von Weißwürsten und Bierzeltgestank oder die von Homoehe, Pornographie und Massenabtreibungen etwa? Oder dachten die Erfinder dieser unappetitlichen Phrase etwa an die „wahre Nächstenliebe“ der Christenheit, die diese über alle Jahrhunderte den Juden Europas anhand christlicher Judenverfolgung und Judenmission entgegenbrachte? Oder will man etwa die antijüdische Urschrift schlechthin, das  sogenannte „Neue Testament“, ins Felde führen, um den Beleg der gemeinsamen „christlich-jüdischen Kultur“ zu erbringen?
„Wir alle sind Israel“, hat Geert Wilders lauthals verkündet. Wir antworten darauf klar und unmissverständlich: Nur das jüdische Volk der Thora ist Israel und nichts und niemand sonst. Die jüdische Religion, das Judentum, lässt sich nicht vor diesen Mistkarren einer rechtspopulistisch-antisemitisch-zionistischen Hetz- und Hasskampagne von Aggressoren und Kriegstreibern spannen. Die Menschen Europas haben etwas besseres verdient. Wer mit dem Zionismus ist, stellt sich zugleich gegen das jüdische Volk, gegen die Gemeinschaft Israels, und ist folglich ihr erklärter Feind.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20101221_OTS0229

Bleibt stark, seid mutig;

die Arbeiterbewegung hat schon schlimmere Stürme überstanden!

 


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10. September 2011