Samhain 2011

31. Oktober 2011

Heute ist Samhain. Zwischen Herbstäquinox und Jul verlieren die Bäume ihr letztes Laub, die Natur zieht sich zurück, Loki drückt Heimdall eine Lanze aus einem Mistelzweig in die Hand. Viele Vögel sammeln sich und folgen Freyr und Gullinborsti in den Süden.

Bei den Kelten war oder ist Halloween das höchste Fest und der Beginn  des neuen Jahres.

In der Nacht von Samhain ist die Grenze zwischen den Welten am durchlässigsten und fast jeder kann heute mit den Wesen aus anderen Dimensionen in Kontakt treten.

In unterirdischen Gewölben trifft man die Seelen der Verstorbenen und wer reinen Herzens ist, braucht sich vor ihnen nicht zu fürchten.

Dieses spirituell sensible Datum musste natürlich auch von der spätrömisch imperialistischen Staatsreligion vereinnahmt werden. Kerzen und Gestecke werden heutzutage auf Gräber gestellt und am „Reformationstag“ wird fortschrittlichen Geistlichen wie Thomas Müntzer und den von Luthers Hetz- und Schmähreden verfluchten und von den Herrschenden in Massen ermordeten Bauern in keiner Weise gedacht.

Von ihren Anfängen bis zur Hartz IV Verbrecherregierung liegt das Wort Reform selbst wie eine kalte, gefrierbrand verursachende Hand des Bösen an der Kehle der Arbeiterbewegung.

Heute in Zeiten stetig zunehmender Kirchenaustritte versucht der Kapitalismus selbst Halloween mit neuen und alten Bräuchen zu übernehmen. Eine zunehmende Kommerzialisierung lässt es fast an Weihnachten erinnern.

Zweifel heißt der Fluss, der das Land der Riesen

Vom Land der Götter trennt.

Für alle Zeiten fließt er frei und offen,

Kein Eis bildet sich auf Ifing.

Sag denn, so du von Anbeginn versuchen willst,

Gangradr, dein Glück,

Wie heißt das Feld, wo zum Kampf sich finden

Surtur und die seligen Götter?

 

Happy Samhain

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Was geht ab in Israel?

21. Oktober 2011
 

 

 

Samstag, 22. Oktober · 20:00 – 23:00

SDAJ-Büro Volgersweg 6a


Bis vor kurzem nahm man aus Israel vor allem ihre Besatzungspolitik gegen die Palästinenser wahr, von einer angespannten sozialen Lage in Israel war jedoch wenig bekannt.

Seit etwa drei Jahren sind die Mieten für Wohnungen um dramatische 40 Prozent gestiegen, aufgrund der hohen Lebensmittelpreise können selbst Familien mit zwei Vollzeitbeschäftigten die Lebenshaltungskosten kaum noch decken.

Diese soziale Ungerechtigkeit führte im Juli 2011 zu den größten Protestkundgebungen in der Geschichte Israels, Umfragen zufolge unterstützen 87 Prozent der Einwohner Israels die Protestbewegung.

Was sind jedoch die konkreten sozialen Probleme in Israel? Welche Proteste finden momentan statt?

Über diese Entwicklungen und deren Einfluss auf den Nahostkonflikt werden wir nach dem kurzen Vortrag der Genossin Ilil von der Kommunistischen Jugend Israels diskutieren.


B“R“D Regime kriminalisiert berliner Antifa

17. Oktober 2011

 

Pressemitteilung                                                                                                  14. 10. 2011

 

Die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschisten protestiert gegen die Hausdurchsuchungen in den Morgenstunden des 13. Oktober bei Berliner AntifaschistInnen, die am 19. Februar 2011 in Dresden mit Tausenden anderen den provokatorischen Aufmarsch der Neonazis mit ihrer – oft beschworenen – Zivilcourage zu verhindern versuchten.

Von der Kriminalisierung zivilen Ungehorsams gegen den Aufmarsch der Neonazis seitens der Staatsanwaltschaft Dresden und der Landesregierung Sachsen werden wir uns nicht einschüchtern und von unserem zivilgesellschaftlichen Engagement gegen Neonazismus und Rassismus abbringen lassen, erklärt der Vorsitzende der Berliner VVN-BdA, Hans Coppi, anlässlich der Hausdurchsuchungen, wovon auch ein Mitglied der Berliner Vereinigung betroffen war.

Alle Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft erwiesen sich bislang als haltlos. Doch die (auf gut Glück) Suche nach einem Erfolgserlebnis zur Legitimierung von rechtswidrigen Massenüberwachungen, Durchsuchungen und Einschüchterungsversuchen gegenüber Busunternehmen sowie zur Kriminalisierung der Proteste geht unbeirrt weiter. Dazu zählt die politisch motivierte Aufhebung der Immunität von Landtagsabgeordneten der Partei DIE LINKE ebenso wie die willkürlichen Hausdurchsuchungen in Jena, Aachen, Köln, Stuttgart, Berlin und in anderen Orten.

Wir fordern Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) auf, seine Ablehnung zu einem erneuten NPD-Verbotsverfahren zu überdenken, statt zivilen Ungehorsam als legitimes Mittel des Protestes gegen öffentliche Auftritte von Neonazis und Rassisten in Dresden zu kriminalisieren und Bürgerrechte einzuschränken. Seine Argumente von rückläufigen Mitgliederzahlen und von angeblich ausbleibenden Wahlerfolgen der NPD stehen eher für einen – offenbar politisch fehlgeleiteten – Realitätsverlust und verharmlosen die von der NPD weiterhin ausgehenden Gefahren und negieren die bis in die Mitte der Gesellschaft akzeptierten und oftmals tolerierten neonazistischen und rassistischen Einstellungsmuster.

Solange Neonazis und Rassisten marschieren und die Politik ihrer Verantwortung bei der Beseitigung der Ursachen für Neonazismus, Rassismus und der Ausgrenzung von Menschen nur zögerlich oder gar nicht nachkommt, ist Blockieren unser Recht! Auch 2012!

 

Dr. Hans Coppi

 

Vorsitzender der

Berliner VVN-BdA e. V.

Franz-Mehring-Platz 1

10243 Berlin

http://berlin.vvn-bda.org