Weihnachtsmarkt 2011

In Domini Urda et Werdandi et Skulda

am kommenden Wochenende beginnen wieder überall die Weihnachtsmärkte.

Dort und in allen Konsumtempeln vollführen die Untertanen der vorwiegend westlichen imperialistischen Regime feierlich, was die von ihnen mehr oder weniger frei gewählten Verwalter des Finanzkapitals hauptberuflich machen.

Sie verpulvern Geld. Zu keiner Zeit des Jahres verschulden sich Privathaushalte wohl mehr.

Den Göttern wurde einst prophezeit, dass einer der Ihren ermordet werden sollte. Deshalb ließen sie alle Hölzer, alle Steine und alles Metall schwören, dass keiner Baldur ein Leid zufügen solle und alle taten dies gern.

Nur die Mistel mit ihren  weichen Zweigen wurde vergessen. In ihrem Leichtsinn feierten die Götter ein Fest, bei dem reichlich Met gesoffen wurde. Als sie Hacke waren, warfen sie mit allen möglichen gefährlichen Dingen nach ihm und freuten sich über seine vermeindliche Unverwundbarkeit.

Der verschlagene Loki drückte dem blinden Wächter Heimdall eine Lanze aus einem Mistelzweig in die Hand, er warf sie und traf Baldur mitten ins Herz.

Der Kater der Götter war groß.

Auf Weihnachtsmärkten herrscht bis in unsere Zeit immer ein riesengroßer Andrang und bisweilen wird dort noch heute so viel gesoffen, dass es ratsam wäre beispielsweise in Hannover den Weihnachtsmarkt von dem doch recht begrenzten Platz an der Marktkirche an den wesentlich geräumigeren ZOB zu verlegen.

Wird nicht auch in unserer Zeit durch den Konsumterror in Lokis Tempeln, auf den so genannten Märkten, den Börsen, diesen Brutstätten moderner Teufelsanbetung, alles geopfert, was einem Menschen der auch nur einen Funken Gutes in sich hat heilig ist?

Drückt das Böse den vom Finanzkapital instalierten Regierungen nicht auch heute immer wieder eine Lanze in die Hand, mit der sie uns schöpferischen werktätigen Klassen ins Herz stoßen?

Schulden haben ganz offenkundig etwas mit Schuld zu tun. Was schulden wir Werktätigen den Kapitalisten, die sich den von uns geschaffenen Mehrwert ständig einverleiben und deren übergeordneten Finanzkapitalisten?

Das hebräische Wort für Zinsen , Naeschaek, bedeutet wörtlich übersetzt „Biß“. Der jüdische Gelehrte Salomo Ben Issak führte in seinem Mittelalterlichen Bibelkommentar aus, daß ein Schlangenbiß zuerst einfach nur unangenehm ist, später dann aber anschwillt, gefährlich wird und große Schmerzen verursacht. Auf dieselbe Weise sind Zinsen zuerst nur unangenehm, entwickeln sich jedoch im Laufe der Zeit zu einem für den Menschen oder eine Institution tödlichen Gift. Zinsen tragen das Potential für virtuelles Wachstum in sich, und einhergehend damit bildet sich auch virtuelles Geld: nämlich eine größere Summe Geldes, als eine die sich gebildet hätte , wenn sie in den Markt investiert worden wäre. Dies kann sich zu einer Art Diebstahl entwickeln, den man auch als Inflation bezeichnet. Im Judentum wird anders als im Christentum nicht die Auffassung vertreten , daß Geld nicht auf dieselbe Weise Vermögen bilden sollte, wie dies mit Bäumen , Land oder Vieh möglich ist.Gleichzeitig sind sich die Rabbiner jedoch bewußt das die Praxis des zinslosen Geldverleihs von fundamentaler Bedetung ist……..
aus „Kabbala des Geldes“ – Nilton Bonder.

In der DDR waren Zinsen bis 1959 verboten. Doch das Gift des 20. Parteitages der KPdSU begann auch dort zu wirken.

Nieder mit der Zinswirtschaft!

Stoppt den Tanz um

das goldene Kalb!

Nieder mit dem

Kapitalismus / Imperialismus!



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3 Responses to Weihnachtsmarkt 2011

  1. Saurnos sagt:

    „Doch das Gift des 20. Parteitages der KPdSU begann auch dort zu wirken.“

    Vergiß aber bitte auch nicht das Gift von Stalin der die Schwulen wieder verfolgt hat. Unter Lenin wurde Homosexualität nämlich ausdrücklich nicht mehr verboten. Stalin hat dies rückgängig gemacht.

  2. Das ist mir wirklich neu. Selbst in der monopolistischen Hetzpresse habe ich noch nie davon gehört. Auch hätte dies gegen die SU – Verfassung verstoßen.
    Kannst Du denn auch eine Quelle angeben?

  3. Saturnos sagt:

    Also das ist ja eigentlich eine bekannte Tatsache, dass seit Stalin die Schwulen wieder verfolgt wurden.
    Lenin hätte sich im Grab umgedreht !!!

    Das die Imperialisten davon kaum was berichten iss ja klar, denn die haben ja selbst Schwule verfolgt…

    hier mal ein paar Quellen:

    http://jungle-world.com/artikel/2010/05/40303.html

    […]Interessanterweise gab es nach der Oktoberrevolution eine kurze Periode, in der von den Bolschewiki d
    freie Liebe propagiert wurde. Homosexualität wurde legalisiert, Eheschließungen, Familiengründungen w
    kein Muss mehr. Die Menschen konnten ihre Sexualität ungezwungener ausleben[…] Stalin erließ im Jahr
    ein Gesetz, nach dem Homosexualität zu fünf Jahren Zwangsarbeit bestraft werden konnte.[…]

    ————————-

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetze_zur_Homosexualität

    In den Anfangsjahren der Sowjetunion war im Rahmen einer allgemeinen Reform der Sexualgesetze Homosexualität nicht mehr strafbar. Unter Stalin wurde 1934 die Strafbarkeit wieder eingeführt[7], und diese Einstellung galt für Jahrzehnte in fast allen kommunistischen Ländern.
    7. Vgl. zur Entwicklung in den Anfangsjahren der Sowjetunion:
    Reich,Wilhelm: Die sexuelle Revolution, Frankfurt 1971, S.211-214
    ———————–

    http://marx21.de/content/view/196/43/

    Im Jahr 1917 stürzten Arbeiter, Bauern und Soldaten die seit 450 Jahren despotisch herrschende Zaren-Monarchie
    und beendeten die russische Beteiligung am Ersten Weltkrieg. Sie gründeten im ganzen Land Räte („Sowjets“),
    verteilten das Land der Großgrundbesitzer unter den Bauern und nahmen die Fabriken und Betriebe unter ihre
    demokratische Kontrolle. In der Armee wählten die Soldaten nun ihre Offiziere.
    Eine neue Regierung, der „Rat der Volksbeauftragten“, wurde gebildet. Die Bolschwiki, die spätere
    Kommunistische Partei, hatte darin die Mehrheit. Lenin war ihr Vorsitzender.
    Diese Regierung ergriff zahlreiche Maßnahmen, die teilweise noch heute in vielen Ländern
    unerreicht sind – so zum Beispiel das Recht auf Abtreibung.
    Sie stärkte die Rechte der Frauen und der Homosexuellen sowie die
    aller nationalen und religiösen Minderheiten.[…]
    […]Aber nicht nur Arbeitnehmerrechte wurden in der Zeit des Stalinismus zurückgedrängt,
    auch viele andere Errungenschaften aus der Revolutionszeit nahm das Regime zurück.
    Viele Frauenrechte, wie etwa das auf Abtreibung, wurden wieder abgeschafft
    und Homosexualität unter Strafe gestellt.[…]
    ————————-

    Quelle : http://eeo.uni-klu.ac.at/index.php/Homosexualität
    Homosexualität (Auszüge)
    (Teilbeitrag Russland und Sowjetunion)
    […] Zwischen 1917 und 1933 gab es keinerlei Strafverfolgung für freiwilligen homosexuellen Verkehr
    zwischen Männern. Die Sowjetunion nahm damit zu dieser Zeit sogar eine Vorreiterrolle gegenüber
    Westeuropa ein.
    Russische Wissenschaftler plädierten auf internationalen Kongressen für eine Liberalisierung des Strafrechts.
    Sie forderten die homosexuelle als Teil der Befreiung von jeder Form der Unterdrückung.
    Ab den 30er Jahren aber wurden wieder traditionelle Familienbeziehungen und Geschlechterrollen propagiert.
    Paragraph 121 regelte die erneute Strafverfolgung männlicher Homosexualität. Lesbisch sein galt dagegen in
    einer Gesellschaft, die die Verweigerung von Mutterschaft nicht tolerierte, v. a. als geistige Störung.[…]
    Quelle : http://eeo.uni-klu.ac.at/index.php/Homosexualität
    Homosexualität (Auszüge)
    (Teilbeitrag Russland und Sowjetunion)

    …usw…usw…usw…….

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