Faule Griechen ?

 

Die arbeitenden Menschen bei uns haben nicht über ihre Verhätnisse gelebt. Und die arbeitenden Menschen in Griechenland   natürlich auch nicht. Das Kapital lebt ständig über seine Verhältnisse. Seine Regierungen, ob in Griechenland oder in Deutschland, haben die Staatshaushalte, alle öffentlichen Haushalte, besonders die Haushalte der Kommunen, dem Verarmungsprozess preisgegeben, um mit gigantischen Krediten die Zinsgewinne der Banken zu bedienen. Parallel haben die gleichen Regierungen, ob in Griechenland oder in Deutschland, die Steuern für das  privaten Kapital gesenkt. In Griechenland ist klar, nicht das Volk hat die Krise verursacht, sondern die Banken und eine steinreiche kapitalistische Oberschicht.  Griechenland ist mit seinen Ressourcen durchaus ein reiches Land. Das internationale Monopolkapital, insbesondere nach Eingliederung Griechenlands in die EU, hat aber die Strukturen der nationalen Ökonomie zerstört, daher trifft dieses vergleichsweise kleine Land die ökonomische Krise besonders hart. Die internationalen Monopole, das einheimische Großkapital, hier insbesondere die griechischen Reeder, im Zusammenspiel mit EU-Kommission und den Regierungen der führenden EU-Mitgliedsstaaten sind die Verantwortlichen für die Krise. Sie haben die gesellschaftlichen Reichtümer nicht nur Griechenlands abkassiert. Sie haben sich verspekuliert. Sie müssen zur Verantwortung gezogen werden. Wir zahlen nicht für eure Krise! findet sich als Parole wie in allen von der kapitalistischen Krise betroffenen Länder auch bei griechischen Kundgebungen, Demonstrationen, Streiks und Betriebsbesetzungen.

 

Mit dem Angriff auf die fundamentalen Existenzrechte der arbeitenden Menschen, der Rentner/innen und der lernenden Jugend versuchen die Herren in den Chefetagen der Konzerne und Banken die drohenden Profitverluste zu verhindern. Mit Papadimos steht jetzt gleich ein Bankier, bis 2010 Vizepräsident der Europäischen Zentralbank, an der Spitze der Regierung in Athen. Dieser Mann steht für die Durchsetzung der Interessen der Gläubiger-Banken und der von der deutschen Regierung dominierten EU-Politik. Mit der Einbeziehung der faschistischen LAOS auf die Regierungsbänke ist in Griechenland die vorletzte Schamgrenze überschritten. Die letzte kennen die Griechen aus leidvoller Vergangenheit nur zu gut. Bildzeitung, Focus und andere haben bereits – noch verdeckt – gedroht, „man“ könne auch anders. Der faschistische Putsch inspiriert von den Herren Kissinger und Co liegt 44 Jahre zurück. Die deutsche Besatzung, mit der Deutschen Bank als einer der großen Profiteure damals wie heute, liegt noch 25 weitere Jahre zurück Die Schuld gegenüber dem griechischen Volk ist bis heute nicht beglichen.

 

Empörung und Zorn haben sich in den vergangenen Monaten in einen gewaltigen Strom des Volkswiderstandes verwandelt, aktuell darauf konzentriert, die Zahlung der neuen Zusatzsteuern auf die kleinen Olivenhaine, auf die persönlich bewohnten Wohnungen und Häuschen sowie auf die Umsätze in den kleinen dörflichen und Stadtteil-Lebensmittelmärkten zu verweigern. Diese Steuern wurden über die Stromrechnung eingefordert und die Stromkappung bei Nichtzahlung angedroht. Kollektiv im Bündnis mit den Beschäftigten der Stromgesellschaft DEI, die an RWE verscherbelt werden soll, zeigen die Betroffenen den Regierenden die rote Karte. Der Teil des Volkes, der hinter Frau Merkel und Herrn Papadimos die wirklichen Verantwortlichen erkennt, steigt mit jeder weiteren Maßnahme, mit der das griechische Volk für die Krise zahlen soll. In der klassenbewussten Gewerkschaftsorganisation und der Kommunistischen Partei (KKE) finden zunehmend mehr Menschen die politische Kraft, mit denen dem ganzen Spuk ein Ende gemacht werden könnte. Der Aufruf zum politischen Umsturz beginnt, die Massen zu ergreifen. Ihr Widerstand, der ist auch unseren Widerstand gegen die Politik des Kapitals in unserem Land stärkt, verdient unsere ungeteilte Solidarität.

 

Logo der DKP

Keinen Euro, keinen Cent mehr für die Gauner und Supergauner des Finanzkapitals!

Enteignet die Banken und Konzerne!

 

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