Seid wachsam, dass über Deutschland nie wieder die Nacht hereinbricht

21. Juni 2012

Ab dem 14. Juni 2012 ist in der IG BCE Hauptverwaltung (Königsworther Platz 6, 30167 Hannover) die Ausstellung „Seid wachsam, dass über Deutschland nie wieder die Nacht hereinbricht.“ zu Gast. Diese Wanderausstellung der Freien Universität Berlin, der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und der Hans‐Böckler‐Stiftung stellt Gewerkschafter/-innen vor, die von 1933-1945 in Konzentrationslagern inhaftiert wurden. Gewerkschafter/-innen gehörten zu den frühesten und aktivsten Gegnern des Nationalsozialismus. Viele von Ihnen bezahlten Widerspruch und Widerstand mit der Inhaftierung in Konzentrationslagern. An das Schicksal dieser mutigen Männer und Frauen will die Wanderausstellung erinnern.

 

Studenten der Freien Universität recherchierten im Rahmen ihres Studiums mehr als 34 Biographien von Gewerkschaftern, 22 der Biographien wurden für die Ausstellung ausgewählt. Sie ist vom 14. Juni bis zum 13. August 2012 von Mo-Fr von 9-20 Uhr und Sa von 10-14 Uhr geöffnet (Eintritt frei). Am 16. Juli 2012 wird es von 17- 19 Uhr eine Begleitveranstaltung u.a. mit dem Ausstellungs-Gedenkstättenleiter in Sachsenhausen Prof. Morsch geben (Anlage). Führungen von Gruppen und Schulklassen können unter 0511-7631-142 (Petra Adams) angemeldet werden. Offene Führungen für alle Interessierten sind außerdem an den Samstagen 23. Juni, 07. Juli, 21. Juli und 04. August 2012 um jeweils 14 Uhr.

 

Die Ausstellung ist danach vom 15. August – 15. September 2012 in unserem IG BCE-Bildungs- und Tagungszentrum in Bad Münder zu sehen.


Nazitreffen in Eschede

13. Juni 2012

Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus fordert:

„Endlich Schluss mit den Nazitreffen in Eschede!“

Wir laden all diejenigen ein an unseren Aktionen teilzunehmen, denen auch jedes Nazitreffen eines zu viel ist!

Seit über 25 Jahren werden in Eschede Nazitreffen durchgeführt.

Aktuell steht eine Sonnwendfeier bevor. Diese sogenannte Brauchtumsfeier dient, wie auch das jährlich stattfindende Erntedankfest, nicht nur dem gemeinsamen Feiern. Nazis aus ganz Norddeutschland knüpfen hier Kontakte, pflegen Kameradschaftsverbindungen und bewerben anstehende Aktionen. Besonders besorgniserregend ist die zunehmende Mitnahme von Kindern und Minderjährigen zu diesen Treffen. Die Kinder werden von klein auf der Ideologie und den Anschauungen der extremen Rechten ausgesetzt. Sie wachsen mit dem Bewusstsein auf, dass nichtdeutsche Menschen weniger Wert seien als sie selbst und dass es „heldenhaft“ sei, sich gegen eine angebliche „Überfremdung“ einzusetzen. Bei diesen „Feiern“ erfahren sie, eine inszenierte Gemeinschaftlichkeit, die sie in ihrer chauvinistischen Haltung stärkt. Mit einem Gefühl der Überlegenheit indoktriniert, gehen diese Kinder und Jugendlichen zurück an Schulen, in Sportvereine, Spielmannszüge und Freiwillige Feuerwehren, in Schützenvereine und in Jugendclubs und können wiederum andere Jugendliche beeinflussen und im schlimmsten Fall für sich vereinnahmen.

Wir fordern, dass die zuständigen Behörden die Treffen nicht nur beobachten, um zu verhindern, dass eine Kindeswohlgefährdung stattfindet, sondern gegebenenfalls illegales jugendgefährdendes Material konfiszieren und Strafanzeige erstatten. Dazu muss auch die Polizei vor Ort sein und kontrollieren, ob evtl. indiziertes Material bei den Treffen den Kindern und Jugendlichen zugänglich ist und ob verbotene Zeichen und Symbole gezeigt werden.

Die Sonnwendfeiern sind nicht die einzigen Zusammenkünfte der extremen Rechten auf dem Bauernhof Nahtz in Eschede.

In letzter Zeit traf sich die Kameradschaftsszene, es übte die „Trommelgruppe Norddeutschland“, die sich selbst als Nationalisten bezeichnet und auf Demonstrationen, Sonnwendfeiern, etc. den Takt vorgibt und es fand im vorletzten Sommer ein Konzert mit 600 Neonazis statt. Karfreitag dieses Jahres organisierten Neonazis aus dem Bundesgebiet, nach Hausdurchsuchungen in Nordrheinwestfalen, eine „Solidaritätsveranstaltung“ mit rund 100 Neonazis.

Es reicht! Jedes Nazitreffen ist eines zuviel!

Anlässlich der diesjährigen Sommersonnwendfeier auf dem Hof Nahtz  in Eschede wird es am 23.06.2012 eine große Bündnisdemonstration geben. Der DGB Nord-Ost-Niedersachsen ist Anmelder und organisiert zusammen mit dem Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus das umfangreiche Programm. Ort der Veranstaltung ist die

Verbindungsstraße von Eschede zur Marinesiedlung und gleichzeitig Zubringer zum Hof Nahtz.

Programm für den 23.06.2012

14.00 Uhr: Start am Bahnhof Eschede, Demonstration zur Kreuzung „Am Dornbusch/Zum  Finkenberg“

15.00 Uhr:  Gedenken an die Todesopfer Rechter Gewalt / Vorstellung des Siegerlogos und der neuen Webseite des Netzwerks Südheide gegen Rechtsextremismus / Musik von „Timbuktu“ und einer Sambagruppe, Ausstellungen, Informationen, Aktionen gegen Rechtsextremismus an der Kreuzung Am Dornbusch/Zum Finkenberg

18:00 Uhr:  Staffelgottesdienst: je ein Zug ab der Marinesiedlung und ab Eschede (Nähe Kreuzung Hermannsburger Strasse/Bergener Strasse) zur Kreuzung Am Dornbusch/Zum Finkenberg, dort gemeinsamer Abschluss

Celle, den 07.06.2012

Bei Rückfragen bitte melden bei:

Kirsten Dieckmann

für das Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus

KirstenDieckmann@web.de

Tel.: 0170/6062137


Gegen die Ausweisung syrischer Diplomaten!

2. Juni 2012

Protestiert heute  2.6.2012 um 13:00 Uhr  vor dem Bundestag gegen die völkerrechtswidrige Ausweisung des syrischen Botschafters aus der B“R“D!

.Solche Aktionen waren immer die Vorboten von Kriegen.

Morgen könnten WIR die Solidarität anderer Völker gebrauchen;

Heute braucht man UNS !

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Protestnote an die Regierung

der Bundesrepublik Deutschland

Wir protestieren aufs Schärfste gegen die ungerechtfertigte und völkerrechtswidrige Ausweisung des syrischen Botschafters aus Deutschland.
Völkerrechtlich ist dies nur zulässig :
a) bei Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch völkerrechtsrelevante Gründe
( Kriegshetze, bzw. militärischer Überfall eines anderen Staates ),
b) bei Ausbruch eines Krieges zwischen dem Staat, der den Vertreter akkreditiert hat,
und dem Empfangsstaat.
c) bei einer grundlegenden Änderung der Staatsordnung im Entsendestaat.

Das ist bei Syrien nicht der Fall und widerspricht deshalb allen bestehenden Völkerrechtsregeln.
Damit, dass der Mord an über 100 Zivilisten in Hula (Syrien) von der deutschen Regierung zum Anlass genommen wird, ohne eine von Russland, China, den ALBA-Staaten u.a. geforderte Untersuchung der Ereignisse einzuleiten, ist schlichtweg auch vom einfachen rechtlichem Standpunkt grundlegend falsch, da man sonst auch jeden polizeilich Festgenommenen ohne richterliche Untersuchungen ins Gefängnis werfen könnte !

Außerdem widerspricht ein solches Vorgehen der Bundesregierung dem Friedensplan von Kofi Annan, keine Gewalt anzuwenden und sich von außen nicht in die inneren Angelegenheiten von Syrien einzumischen.

Indem die Bundesregierung sich nicht an diese einfachen rechtlichen und völkerrechtlichen Normen hält, stellt sie sich selbst außerhalb des Rechts und fungiert durch einseitige Stellungnahme für die syrische Opposition quasi als Kriegstreiber, was laut Grundgesetz, Artikel 26 ausdrücklich verboten ist.

In der Hoffnung , dass Sie diese, Ihre Maßnahme, aus den oben genannten Gründen schnellstens rückgängig machen und in Erwartung Ihrer Antwort:
Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg

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Nieder mit den imperialistischen Aggressoren!