DKP lädt zum Jahresauftakt ein

21. Januar 2014

 

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Zu ihrem Jahresauftakt 2014 am nächsten Sonnabend lädt die DKP Hannover Freunde, Interessierte und Nachbarinnen und Nachbarn in ihr neu eingerichtetes Büro in Linden-Süd (Göttinger Straße 58/Ecke Behnsenstraße) ein.
In einem Einladungsschreiben an die Nachbarschaft nehmen die unterzeichnenden Kreisvorstandsmitglieder Frank Darguß und Matthias Wietzer auch Bezug auf den kürzlich erfolgten, noch unaufgeklärten Anschlag. Weiterhin heißt es in dem Schreiben:
„Wir möchten uns für den Zuspruch und die solidarischen Worte aus der Nachbarschaft, die uns in diesem Zusammenhang erreicht haben, sehr herzlich bedanken – ebenso für die freundliche Aufnahme hier im Stadtteil. Wir möchten Sie/Euch einladen, am Sonnabend, dem 25. Januar, ab 17 Uhr mit uns gemeinsam den Jahresauftakt 2014 zu begehen. Bei Kaffee und Kuchen, vielleicht auch bei einem kleinen Bier und der musikalischen Begleitung der Gruppe „Agitprop Hannover“, können wir uns zwanglos treffen und im Gespräch näher kennenlernen. Wir freuen uns auf Ihren/Euren Besuch.“


Anschlag auf DKP Büro in Hannover-Linden: Pflastersteine, Baseballschläger und Brandsätze ersetzen keine Argumente

5. Januar 2014

In der Nacht vom 1. zum 2. Januar wurde auf das DKP Büro in der Göttinger Straße (Linden-Süd) ein Anschlag verübt. Zwei bisher unbekannte Männer, die anschließend mit einem Auto flüchteten, zertrümmerten sieben Fenster des Büros und beschädigten die Eingangstür mit scharfem, spitzen Einbruchwerkzeug massiv. Nur durch die dankenswerte Aufmerksamkeit von Anwohnern, die Geräusche bemerkten und die Polizei alarmierten, konnte Schlimmeres verhindert werden.

Die Täter sind weiterhin unbekannt, derzeit gibt es keine konkreten Hinweise auf ihre Identität. Der Anschlag auf unser Büro reiht sich jedoch in eine Serie ähnlicher Anschläge in den letzten Wochen und Monaten ein, die sich gegen die Büros anderer Parteien und Jugendorganisationen gerichtet haben und bei denen teilweise auch versucht worden ist, Brände zu legen. Wir erwarten von den zuständigen Polizeiorganen, dass sie diese Taten zügig aufklären und dafür sorgen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Wir halten es für naheliegend, dass diese Anschlagsserie einen neofaschistischen Hintergrund hat. Nach dem behördlichen Verbot der Organisation „Besseres Hannover“ versucht die neofaschistische Szene in Hannover sich mit dem unlängst eröffneten „Thor-Steinar“-Laden einen neuen Kristallisationspunkt zu schaffen. Gegen den Betrieb dieses Ladens gibt es berechtigte anhaltende Proteste, die von einem breiten antifaschistischen Bündnis organisiert werden. Die Mitglieder unserer Partei haben sich an den Aktionen dieses Bündnisses in vielfältiger Art beteiligt.

Wir hüten uns an dieser Stelle vor Spekulationen. Allerdings verschließen wir genauso wenig unsere Augen vor der Gefahr einer zunehmend aggressiven neofaschistischen Szene auch in Hannover. Wir werden weiterhin gemeinsam mit allen Antifaschistinnen und Antifaschisten dieser Stadt den Aktivitäten der Neofaschisten entgegentreten.

 

DKP Presseerklärung

Hannover, den 4.1.2014

 


Traueranzeige zur Schließung der Stadtbibliothek Limmerstraße im „Lindenspiegel“: Bürgerinitiative spricht von „rot-grüner Bildungsheuchelei“

30. Mai 2013

Auf eine außergewöhnliche Art hat die „Bürgerinitiative gegen die Schließung der Stadtbibliothek Limmerstraße“ jetzt gegen die für übermorgen (1.6.2013) vorgesehene Liquidierung der Bücherei im Freizeitheim Linden reagiert.

In einer Anzeige in der heute erschienenen hannoverschen Stadtteilzeitung „Lindenspiegel“ bekundet die Bürgerinitiative „In zornigem Gedenken“ ihre Trauer über die Büchereischließung und spricht davon, dass die Stadtbibliothek Limmerstraße „Opfer rot-grüner Bildungsheuchelei“ geworden sei.
Weiterhin heißt es in der Traueranzeige: „Gegen den Willen von über 25.000 Bürgerinnen und Bürgern haben rot-grüne Stadtpolitiker eine weitere Bibliothek nach 52 Jahren hervorragender Bildungs- und Sozialarbeit geschlossen.
Sie wird den Leserinnen & Lesern in Linden, Limmer und auch Ahlem fehlen.“
Überschrieben ist der Text der Traueranzeige mit dem eindeutigen Sinnspruch des norddeutschen Schriftstellers Theodor Fontane „Was soll der Unsinn?“
Doris Schollmann (frühere Leiterin der Stadtbibliothek Limmerstraße): „Es tut einem im Herzen weh, wenn man miterleben muss wie ein ehemaliges Vorzeigeprojekt hannoverscher Bildungsarbeit, in dem über Jahrzehnte hervorragende Arbeit geleistet wurde, zerstört wird und Arbeitsplätze vernichtet werden.“
Matthias Wietzer: „Es ist schon bedrückend zu erleben wie die Forderung von über 25.000 Bürgerinnen und Bürgern nach Erhalt der Einrichtung dreist ignoriert wird. Die demnächst leerstehenden Räumlichkeiten werden ein Mahnmal für die Unfähigkeit hannoverscher Rats- und Bezirksratspolitiker sein.“
Die Bürgerinitiative verwahrt sich dagegen, für die Schließung die verharmlosenden und irreführenden Begriffe „Zusammenlegung“ oder „Fusion“ (mit der Bibliothek im Lindener Rathaus) zu verwenden – zumal es sich um die 10. Büchereischließung in Hannover handelt. Vielmehr werde zur Zeit in Linden nach dem Motto verfahren: „Aus zwei mach´ eins – und einer hat keins!“
Auch das in der Vergangenheit oftmals angeführte Argument der „knappen Kassen“ sei offensichtlich in Hannover nicht mehr aktuell, erklärte die Bürgerinitiative. Geld sei an anderer Stelle (vom Rathausvorplatz bis zu Prestige- und Luxusobjekten) genügend vorhanden.
Die Bürgerinitiative wird sich dafür einsetzen, dass künftig in den Räumen im Freizeitheim Linden eine Kinder- und Jugendbibliothek eingerichtet wird. Das würde der oftmals verkündeten Verantwortung gegenüber der jüngeren Generation entsprechen und im übrigen dem mit rot-grüner Mehrheit im Bezirksrat gefassten (bislang erfolglosen) Beschluss endlich Geltung verschaffen. Ein entsprechender Antrag wird in der nächsten Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer (am 12.6.2013) erneut gestellt, diskutiert und voraussichtlich abgestimmt werden.

Der bissige Mund ist verstummt-zum Tode von Dietrich Kittner

27. Februar 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie anfangen ? Die Frage muß man sich stellen, wenn es darum geht, einen so hervorragenden Genossen wie den hannoverschen Kabarettisten Dietrich Kittner und sein Werk zu würdigen. Wir alle kannten ihn – die einen mehr, die anderen weniger. Uns allen war er nahe, politisch und menschlich. Einige arbeiteten bei ihm im Theater, andere hängten Plakate für seine Tourneen und Auftritte. Für sie alle war er eine besondere Art von Arbeitgeber.

Also beginnen. Am besten mit dem ersten Eindruck von Dietrich. Diesen hatte der Autor dieses Artikels 1986 im Theater am Küchengarten (TAK). Nicht nur, daß Dietrich Kittner selbst die Eintrittskarten verkaufte, für ihn immer ein wichtiger erster Kontakt zum Publikum, und vielleicht auch ein Mittel gegen  Lampenfieber vor dem Auftritt, oder die von seiner Frau Christel zubereiteten scharfen Gulasch-und Zwiebelsuppen Ihresgleichen suchten – es waren die gepfefferten Pointen, die ausgefeilte politische Poesie und ihre Anleihen bei der literarischen Klassik, die ätzende Kritik am bürgerlich – kapitalistischen System, welche als dreistündiges Soloprogramm von Dietrich auf das begeisterte Publikum abgeschossen wurden. Über die Länge seiner Programme sagte er einmal : „So lange Reden gibt es nur noch bei Fidel Castro und bei mir!“ Apropos : Nach jeder Vorstellung reichte „der Mann mit der Mütze“ diese herum, um Geld für Soliprojekte auf Cuba zu sammeln.  Derartige Erlebnisse wiederholten sich bei weiteren Theaterbesuchen im TAK. Oft waren der politischen Sottisen und Sentenzen so viele,daß man sich nicht an alle erinnern kann. Nur ein Beispiel : die Märchentante : „Es war einmal ein Mann, der durch seiner Hände ehrlicher Arbeit sehr, sehr reich wurde. Und morgen, liebe Kinder, erzähle ich euch ein neues Märchen!“ So bin ich seit 1986  ein Fan- besonders von Dietrichs Weinert-Rezitationen, wie sie bravourös auf der LP „Der Rote Feuerwehrmann“ verewigt sind. Erich Weinert-diesen Dichter nannte Dietrich oft  sein Vorbild.  Und ebenso direkt und kompromisslos in seinem Klassenstandpunkt wie der Magdeburger Arbeiterdichter war auch Dietrich. Diese Haltung zeigte er nicht nur auf der Bühne, sondern trug  sie nach draußen, sei es bei Aktionen gegen das Schah-Regime, die Notstandsgesetze 1968, die „Rote-Punkt-Aktion“ gegen die horrenden Fahrpreiserhöhungen der hannoverschen Verkehrsbetriebe ÜSTRA 1969-73, bei Demonstrationen gegen die Berufsverbote 1979, in deren Verlauf er „Neun Thesen gegen die erschröcklichen Berufsverbote“ verlas und an der Kröpcke-Uhr im Zentrum Hannovers anschlug, bis hin zum Engagement gegen den Krieg des NATO-Imperialismus gegen Jugoslawien im März 1999. Er war der Erste, der am Kröpcke das Gespräch mit den Menschen suchte und Flugblätter verteilte. Sein Kampf gegen das kapitalistische System und die Sympathie für die DDR und die anderen sozialistischen Staaten auf und außerhalb der Bühne brachten ihm eine dicke Verfassungsschutzakte, den Ausschluß aus der SPD, den Boykott des sogenannten öffentlich-rechtlichen  Fernsehens, aber auch den Deutschen Kleinkunstpreis, den deutschen Schallplattenpreis und den Erich-Mühsam-Preis ein. Der Boykott durch die bürgerlichen Medien hat ihm nie geschadet, sondern ihn politisch und künstlerisch nur noch mehr beflügelt.  Günther Wallraff nannte ihn einmal den „Einzelkämpfer und Partisan,der sich wesentlich weiter vorwagt auf feindliches Terrain als alle etablierten- früher mal politischen – Kabaretts zusammen!“  Nach der Konterrevolution in den Staaten Osteuropas begegnete Dietrich diesem Zustand bei seinen Auftritten mit feiner Ironie, mit der Bemerkung, daß er dem „Chemnitzismus-Sankt-Petersburgismus“ niemals untreu werde.  1993 mußte er die Leitung des  ständig ausverkauften TAK  an eine GmbH übergeben. Als einziges hannoversches Theater wurde es nie bezuschusst. Ich meine, man kann sich denken, warum. 2006 starb sein Sohn Konrad, Sänger der Band „Abstürzende Brieftauben „ mit 44 Jahren. Ein harter Schlag für Christel und Dietrich. 2007 kam es wegen „unüberbrückbarer künstlerischer und  organisatorischer Tendenzen“  zum Bruch mit dem TAK. Seit 1991 in Österreich in der Steiermark lebend starteten Dietrich und Christel von dort aus zu den Auftritten in Deutschland. Leider war Dietrich in den letzten Jahren an Pankreas-Krebs erkrankt. Ich traf ihn vor einigen Jahren zufällig in der Ladenstraße der MHH. Wir unterhielten uns, und Dietrich schien guten Mutes zu sein. Er sprach auch von Plänen für neue Auftritte. Sein Kampfgeist hat in nie verlassen.

Am 15. Februar 2013 verstummte sein, für die herrschende Klasse,  bissiger Mund. Menschlich, politisch und künstlerisch  hinterläßt er eine große Lücke. Er war der beste linke Kabarettist!  Wir trauern um einen großen Künstler und Genossen.

An dieser Stelle möchte wir vor allem seiner Frau Christel unser tief empfundenes Mitgefühl aussprechen.

KPD- Landesorganisation Niedersachsen.


Stoppt die zionistischen Terrorangriffe!

17. November 2012

Foto: This quote stopped being distributed for some time. But, the "Talmud Teachings" he represents and is dedicated and obligated to, confirms his quote. He has also quoted quotes containing this content for many years and decades. Other PM's of Israel also have this same belief against the Gentiles. Otherwise they would never be Prime Minsters's of Israel. Their people try and discredit this quote word per word. Yet, all they stand for recites this quote precisely. It's like saying "I hate Gentiles and their our slaves" or Gentiles are our slaves and their immensely hated.". It's the same thing but, worded slightly different. Rabbi Leaders of Israel have recited this quote as well.  Type in quotes to any search engine and you will find quoted quotes. It has to be exactly as stated to be found. And there may be one or two words different. But, that should not change the entire meaning they already stand for.

 

 

Stoppt den Krieg gegen Gaza!
Freiheit für Palästina!

Gaza wird seit 2006 belagert. Dies ist die kollektive Bestrafung, des Zionistenregimes gegen die 1,5 Millionen Palästinenser für die Wahl der Hamas-Regierung . In diesen sechs Jahren aufgezwungener Isolation hat Zionistenregime, wie im Fall der Gaza-Flotilla 2010, selbst symbolische Lieferungen von Waren und Arzneimitteln in den Gaza-Streifen verhindert. Im Jahr 2009 hat das Zionistenregime einen tödlichen Angriff auf Gaza durchgeführt, eine Militäroperation, die durch Luftangriffe, Artillerie und Bodentruppeneinsatz den Tod von ungefähr 1500 Menschen verursachte. Jetzt beginnt das zionistische Militär mit der Bombardierung des Gaza-Streifens und der Mobilisierung für eine Bodeninvasion eine zweite Auflage dieser schrecklichen Tagen von 2009. Wieder werden unter der Zivilbevölkerung viele Tote zu beklagen sein.

Wir werden diesen Gräueltaten nicht untätig zusehen. Auf der ganzen Welt vereinigen sich Menschen von Moral und Vernunft mit dem Ruf, diese zionistischen Akte der Aggression zu stoppen. Wir werden auf die Straßen gehen und einen sofortigen Stopp der Angriffe und ihrer Unterstützung durch die Regierung des B“R“D Regimes fordern, ein dauerhaftes Ende der israelischen Belagerung des Gaza-Streifens und die gerechte Befreiung des palästinensischen Volkes überall von ihrer Unterdrückung und Besatzung. Wir fordern von der B“R“D Regierung, ihre Unterstützung des Zionistenregimes und die Lieferung nuklearer U-Boote an das zionistische Militär sofort zu beenden.

Wir rufen alle Menschen auf, die diesen aggressiven Akten des Zionistenregimes Widerstand leisten wollen, auf die Straße zu gehen und sich uns in Hannover am Samstag des 24.11.2012

 um 12:00 auf dem Opernplatz
anzuschließen.

Foto

Nieder mit dem Zionistenregime und allen anderen imperialistischen Räuber- und Mörderbanden!


Seid wachsam, dass über Deutschland nie wieder die Nacht hereinbricht

21. Juni 2012

Ab dem 14. Juni 2012 ist in der IG BCE Hauptverwaltung (Königsworther Platz 6, 30167 Hannover) die Ausstellung „Seid wachsam, dass über Deutschland nie wieder die Nacht hereinbricht.“ zu Gast. Diese Wanderausstellung der Freien Universität Berlin, der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und der Hans‐Böckler‐Stiftung stellt Gewerkschafter/-innen vor, die von 1933-1945 in Konzentrationslagern inhaftiert wurden. Gewerkschafter/-innen gehörten zu den frühesten und aktivsten Gegnern des Nationalsozialismus. Viele von Ihnen bezahlten Widerspruch und Widerstand mit der Inhaftierung in Konzentrationslagern. An das Schicksal dieser mutigen Männer und Frauen will die Wanderausstellung erinnern.

 

Studenten der Freien Universität recherchierten im Rahmen ihres Studiums mehr als 34 Biographien von Gewerkschaftern, 22 der Biographien wurden für die Ausstellung ausgewählt. Sie ist vom 14. Juni bis zum 13. August 2012 von Mo-Fr von 9-20 Uhr und Sa von 10-14 Uhr geöffnet (Eintritt frei). Am 16. Juli 2012 wird es von 17- 19 Uhr eine Begleitveranstaltung u.a. mit dem Ausstellungs-Gedenkstättenleiter in Sachsenhausen Prof. Morsch geben (Anlage). Führungen von Gruppen und Schulklassen können unter 0511-7631-142 (Petra Adams) angemeldet werden. Offene Führungen für alle Interessierten sind außerdem an den Samstagen 23. Juni, 07. Juli, 21. Juli und 04. August 2012 um jeweils 14 Uhr.

 

Die Ausstellung ist danach vom 15. August – 15. September 2012 in unserem IG BCE-Bildungs- und Tagungszentrum in Bad Münder zu sehen.


Nazitreffen in Eschede

13. Juni 2012

Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus fordert:

„Endlich Schluss mit den Nazitreffen in Eschede!“

Wir laden all diejenigen ein an unseren Aktionen teilzunehmen, denen auch jedes Nazitreffen eines zu viel ist!

Seit über 25 Jahren werden in Eschede Nazitreffen durchgeführt.

Aktuell steht eine Sonnwendfeier bevor. Diese sogenannte Brauchtumsfeier dient, wie auch das jährlich stattfindende Erntedankfest, nicht nur dem gemeinsamen Feiern. Nazis aus ganz Norddeutschland knüpfen hier Kontakte, pflegen Kameradschaftsverbindungen und bewerben anstehende Aktionen. Besonders besorgniserregend ist die zunehmende Mitnahme von Kindern und Minderjährigen zu diesen Treffen. Die Kinder werden von klein auf der Ideologie und den Anschauungen der extremen Rechten ausgesetzt. Sie wachsen mit dem Bewusstsein auf, dass nichtdeutsche Menschen weniger Wert seien als sie selbst und dass es „heldenhaft“ sei, sich gegen eine angebliche „Überfremdung“ einzusetzen. Bei diesen „Feiern“ erfahren sie, eine inszenierte Gemeinschaftlichkeit, die sie in ihrer chauvinistischen Haltung stärkt. Mit einem Gefühl der Überlegenheit indoktriniert, gehen diese Kinder und Jugendlichen zurück an Schulen, in Sportvereine, Spielmannszüge und Freiwillige Feuerwehren, in Schützenvereine und in Jugendclubs und können wiederum andere Jugendliche beeinflussen und im schlimmsten Fall für sich vereinnahmen.

Wir fordern, dass die zuständigen Behörden die Treffen nicht nur beobachten, um zu verhindern, dass eine Kindeswohlgefährdung stattfindet, sondern gegebenenfalls illegales jugendgefährdendes Material konfiszieren und Strafanzeige erstatten. Dazu muss auch die Polizei vor Ort sein und kontrollieren, ob evtl. indiziertes Material bei den Treffen den Kindern und Jugendlichen zugänglich ist und ob verbotene Zeichen und Symbole gezeigt werden.

Die Sonnwendfeiern sind nicht die einzigen Zusammenkünfte der extremen Rechten auf dem Bauernhof Nahtz in Eschede.

In letzter Zeit traf sich die Kameradschaftsszene, es übte die „Trommelgruppe Norddeutschland“, die sich selbst als Nationalisten bezeichnet und auf Demonstrationen, Sonnwendfeiern, etc. den Takt vorgibt und es fand im vorletzten Sommer ein Konzert mit 600 Neonazis statt. Karfreitag dieses Jahres organisierten Neonazis aus dem Bundesgebiet, nach Hausdurchsuchungen in Nordrheinwestfalen, eine „Solidaritätsveranstaltung“ mit rund 100 Neonazis.

Es reicht! Jedes Nazitreffen ist eines zuviel!

Anlässlich der diesjährigen Sommersonnwendfeier auf dem Hof Nahtz  in Eschede wird es am 23.06.2012 eine große Bündnisdemonstration geben. Der DGB Nord-Ost-Niedersachsen ist Anmelder und organisiert zusammen mit dem Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus das umfangreiche Programm. Ort der Veranstaltung ist die

Verbindungsstraße von Eschede zur Marinesiedlung und gleichzeitig Zubringer zum Hof Nahtz.

Programm für den 23.06.2012

14.00 Uhr: Start am Bahnhof Eschede, Demonstration zur Kreuzung „Am Dornbusch/Zum  Finkenberg“

15.00 Uhr:  Gedenken an die Todesopfer Rechter Gewalt / Vorstellung des Siegerlogos und der neuen Webseite des Netzwerks Südheide gegen Rechtsextremismus / Musik von „Timbuktu“ und einer Sambagruppe, Ausstellungen, Informationen, Aktionen gegen Rechtsextremismus an der Kreuzung Am Dornbusch/Zum Finkenberg

18:00 Uhr:  Staffelgottesdienst: je ein Zug ab der Marinesiedlung und ab Eschede (Nähe Kreuzung Hermannsburger Strasse/Bergener Strasse) zur Kreuzung Am Dornbusch/Zum Finkenberg, dort gemeinsamer Abschluss

Celle, den 07.06.2012

Bei Rückfragen bitte melden bei:

Kirsten Dieckmann

für das Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus

KirstenDieckmann@web.de

Tel.: 0170/6062137