Anschlag auf DKP Büro in Hannover-Linden: Pflastersteine, Baseballschläger und Brandsätze ersetzen keine Argumente

5. Januar 2014

In der Nacht vom 1. zum 2. Januar wurde auf das DKP Büro in der Göttinger Straße (Linden-Süd) ein Anschlag verübt. Zwei bisher unbekannte Männer, die anschließend mit einem Auto flüchteten, zertrümmerten sieben Fenster des Büros und beschädigten die Eingangstür mit scharfem, spitzen Einbruchwerkzeug massiv. Nur durch die dankenswerte Aufmerksamkeit von Anwohnern, die Geräusche bemerkten und die Polizei alarmierten, konnte Schlimmeres verhindert werden.

Die Täter sind weiterhin unbekannt, derzeit gibt es keine konkreten Hinweise auf ihre Identität. Der Anschlag auf unser Büro reiht sich jedoch in eine Serie ähnlicher Anschläge in den letzten Wochen und Monaten ein, die sich gegen die Büros anderer Parteien und Jugendorganisationen gerichtet haben und bei denen teilweise auch versucht worden ist, Brände zu legen. Wir erwarten von den zuständigen Polizeiorganen, dass sie diese Taten zügig aufklären und dafür sorgen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Wir halten es für naheliegend, dass diese Anschlagsserie einen neofaschistischen Hintergrund hat. Nach dem behördlichen Verbot der Organisation „Besseres Hannover“ versucht die neofaschistische Szene in Hannover sich mit dem unlängst eröffneten „Thor-Steinar“-Laden einen neuen Kristallisationspunkt zu schaffen. Gegen den Betrieb dieses Ladens gibt es berechtigte anhaltende Proteste, die von einem breiten antifaschistischen Bündnis organisiert werden. Die Mitglieder unserer Partei haben sich an den Aktionen dieses Bündnisses in vielfältiger Art beteiligt.

Wir hüten uns an dieser Stelle vor Spekulationen. Allerdings verschließen wir genauso wenig unsere Augen vor der Gefahr einer zunehmend aggressiven neofaschistischen Szene auch in Hannover. Wir werden weiterhin gemeinsam mit allen Antifaschistinnen und Antifaschisten dieser Stadt den Aktivitäten der Neofaschisten entgegentreten.

 

DKP Presseerklärung

Hannover, den 4.1.2014

 


B“R“D Regime zittert vorm Koran

14. April 2012

Foto: Aygül Özkan ist besorgt über die neuesten Aktionen der Salafisten.

Die Quotenmigrantin des Abschieberegimes, die christlich demokratische Muslima Aygül Özkan ist besorgt über die neuesten Aktionen der Salafisten.

Özkan: „Koran nicht als Lockmittel missbrauchen“ Deutschland / Welt Politik Nachrichten / HAZ – Hann

Was den etablierten Politikern wie Özkan, Beck, Friedrich oder Tören an den kleineren Sekten nicht passt, kann man in der 12. Sure des Koran aber auch in der Bibel, 1. Buch Mose ab Kapitel 37. nachlesen.

Dort steht genau beschrieben, wie es den Herrschenden gelungen ist einen neuen Klerus zu etablieren und mit Hilfe ihres Geldes und ihrer Bürokratie die ganze Menschheit auszubeuten, zu terrorisieren und ins Unglück zu stürzen.

Diese Bücher sollte man ruhig mal lesen.

Auf keinen Fall darf es den herrschenden Parasiten gelingen, religiöse und weltanschauliche Bekenntnisse in Gute und Schlechte zu teilen und somit jegliche Opposition zu einem Kasperletheater der Bonzen und Faschisten zu degradieren.

Religionsfreiheit muss bleiben!

Bonzen und Faschisten müssen wir vertreiben!


Was geschah in Verden?

7. April 2012
Datei:Widukind-Herfod.jpg

Wer den niedersächsischen Ort Verden besucht, wird keinen Wegweiser finden, der auf den dort befindlichen Sachsenhain verweist. Links und rechts der Wege dieses Haines, die von großen Eichen gesäumt sind, stehen 4.500 Findlinge, herangebracht von Königsberg bis zur niederländischen Grenze. Wenn man beim Fremdenverkehrsamt des Ortes Verden nach der Bedeutung dieser Steinsetzung fragt, drücken die Mitarbeiter einem etwas in die Hand, was vom Landesjugendpfarramt Hannover herausgegeben wurde und von Superintendent Erich Leßke verfaßt ist. Zitate aus diesem Blatt, werden in kursiv dargestellt.

Das Blatt ist ein Skandal und eine solche Verhöhnung von Opfern eines Massenmordes, wie es wenige Beispiele gibt. Das, was dort auf diesem vierseitigen Blatt ausgeführt wird, ist aber durch vielfältige kirchliche und kirchlich beeinflußte Kanäle verbreitet worden, so daß eine umfangreiche Richtigstellung notwendig erscheint.

Unter der Überschrift: „Was geschah 782 in Verden?“ lesen wir zunächst:
„Seit 772 hat Karl der Große sich die völlige Unterwerfung der Sachsen vorgenommen. Er unterwirft die Engern an der Weser und in Westfalen und zerstört die heilige Stätte der Irminsul. Dagegen lehnen sich die Sachsen auf, obwohl viele von ihnen sich schon hatten taufen lassen.“

Hier finden wir die erste Unwahrheit: Zu diesem Zeitpunkt hatte sich lediglich eine verschwindend geringe Anzahl von Sachsen taufen lassen. Das Stammesheiligtum waren nach wie vor die Externsteine mit der Irminsul. Die Unterwerfung der Sachsen war nicht das einzige Ziel von Karl. Er führte einen Religionskrieg, und deswegen diente sein erster Feldzug der Zerstörung des sächsischen Zentralheiligtums.

„Widukind, der Sachsenherzog, schürt den Kampf – zeitweise sogar von seinem Fluchtasyl in Dänemark aus – und stößt, Kirchen und Klöster zerstörend, bis zum Rhein vor. Der Widerstand der Sachsen verschärft sich, als Karl d. Gr. auf dem Reichstag zu Lippspringe in einem Blutgesetz Untreue gegen den König und Verweigerung der Taufe mit dem Tode bedroht.“

Diese Ausführungen sind mutmaßlich falsch. Beim Reichstag zu Lippspringe 782 wurden nach überwiegender Ansicht die Sachsenkapitularien, also die als „Blutgesetz“ bezeichneten Todesstrafenanordnungen, von Karl noch nicht erlassen, sondern in diesem Jahr wurde die fränkische Grafschaftsverfassung eingeführt, so daß den Sachsen fränkische Grafen vor die Nase gesetzt wurden. Die Kapitularien sind mutmaßlich – obwohl sich eine endgültige Entscheidung insoweit nicht treffen läßt – erst 785 erlassen.

Die Schlacht am Süntel

„Widukind benutzt die zeitweilige Abwesenheit Karls d. Gr., um seine Anhänger zu einem Angriff auf die Ch**stliche Kirche und die fränkische Heermacht zu sammeln, obwohl man Frieden gelobt hat. Am Süntel überfallen sie ein fränkisches Heer und vernichten es in einem glänzenden Siege.“

Daß die Sachsen „Frieden“ gelobt hätten, ist nicht erwiesen. Selbst wenn es so gewesen wäre, ist darauf hinzuweisen, daß ein erzwungener Schwur nicht gehalten zu werden braucht; wenn jemand droht, Frauen und Kinder auszurotten, wenn ihm nicht Treue gelobt wird, ist eine Bindungswirkung des Schwures nicht gegeben.

Durch die Wortwahl will Superintendent Leßke aber die Sachsen ins Unrecht setzen, ebenso durch die Formulierung, daß ein fränkisches Heer – gleichsam aus dem Hinterhalt von Personen, die Frieden gelobt hatten – überfallen und niedergemetzelt worden sei.

Um einen „Angriff auf die Ch**stliche Kirche“ ging es bei der Schlacht am Süntel auch nicht, soll die Franken aber als Verteidiger einer ehrwürdigen Einrichtung erscheinen lassen. Im übrigen ist darauf zu verweisen, daß Karl als erster vertragsbrüchig wurde, weil er einen von Widukind mit eingedrungenen und besiegten Franken an der Weser 775 geschlossenen Vertrag nicht hielt, sondern die Westfalen angriff.

Das „Überfallen“ soll die Perfidie der Sachsen ausdrücken, und ähnlich haben es andere geschildert. Von nicht wenigen Geschichtsschreibern wird die Niederlage der Franken am Süntel als die Folge einer „Meuterei“, eines „Verrates“, eines „Überfalles“ seitens der Sachsen hingestellt. In willkürlicher Abweichung vom Bericht der Reichsannalen sagt z. B., Ch. Ritter folgend, A. Lonke: „Zunächst zogen Franken und Sachsen, vermutlich Westfalen und Engern, gemeinsam ostwärts bis an die Weser; hier aber meutern die Sachsen auf Widukinds Betreiben“, die Franken greifen „am Süntel die meuternden Sachsen“ an und „werden völlig geschlagen“. Hans Delbrück erzählt in regelrechter Umkehrung der Tatsachen: „Eine fränkische Schar wurde am Berge Süntel überfallen und niedergemacht“. Ein Historiker wie Karl Hampe spricht von der „verräterischen Niedermetzelung einer fränkischen Heeresabteilung am Süntelgebirge“ durch die Sachsen. Als wenn die Franken harmlosen Herzens und blumenpflückend am Süntel entlangspaziert wären

Bei den Vorwürfen gegen Herzog Widukind ist keine Infamie groß genug. Unter Verweis darauf, daß eines der fränkischen Heere, die am Süntel geschlagen wurden, eigentlich gegen die Slawen ziehen sollte, hat man Widukind einen Verrat des Deutschtums vorgeworfen. Der Domprobst Algermissen schreibt, daß der sächsische Aufstand „zu einer Zeit geschehen (sei), da der König wegen des Slawenaufstandes selber in Bedrängnis war. Statt ihm im Ringen gegen die das Germanentum bedrohenden Slawen beizustehen, benutzte man seine kritische Lage zur Rebellion gegen ihn.“

Wenn damit Karl als Vorkämpfer des Germanentums aufgebaut werden soll, ist dies eine Geschichtsfälschung.

Beginnend 795, wo 10000 Sachsen in der ersten Massenvertreibung deportiert worden waren, fanden laufend Deportationen statt, die größte im Jahr 804, wo dem Annal des Klosters Lorsch zufolge der gesamte Stamm der Nordsachsen, Albinger oder Wigmoti, „mit Weib und Kind oder dem Beistand G*ttes und nach seinem weisen Ratschluß auf verschiedenen Wegen aus Sachsen geführt und auf Gallien und andere Teile des Reiches verteilt“ wurde. Die entvölkerten Landstriche jenseits der Elbe bis zur Ostsee wurden den Slawen für geleistete Waffenhilfe durch Karl überlassen.

Auch nach Rom sind Sachsen umgesiedelt worden. Es gab dort um jene Zeit ein „Sachsenviertel“. Als die Sarazenen im Jahr 846 bis vor Rom rückten, die Peterskirche eroberten, plünderten und anzündeten, da wurden gegen sie diese Sachsen als Vorhut (Kanonenfutter) vorgeschickt, wobei sie – wie die Chronik berichtet – sämtlich umgekommen sind. Ein Sachsenviertel gab es danach in Rom jedenfalls nicht mehr.

Richtig ist folgendes: Die im Reichstag in Lippspringe 782 eingeführte fränkische Grafschaftsverfassung bedeutete das Ende der sächsischen Freiheit, worauf sich unter Widukind die Sachsen geschlossen erheben. Auf die Nachricht hin eilen der fränkische Graf Dietrich mit dem Heer der ripuarischen Franken nach Sachsen, ein anderes, aus Ostfranken bestehendes Heer, das ursprünglich zum Kampf gegen die Sorben bestimmt war, zog ebenfalls gegen die Sachsen; Führer des letzteren waren der königliche Kämmerer Adalgis, Marschall Geilo und Pfalzgraf Worad. Beide Heere vereinigten sich zunächst, und die Führer faßten den Plan, das Lager der Sachsen in einem Zangenangriff anzugreifen. Die Einhard zugeschriebenen Reichsannalen II. Fassung berichten wörtlich, daß, nachdem Adalgis, Geilo und Worad die Nacht in ihrem Lager auf dem rechten Weserufer verbracht hatten

„besprachen sie sich untereinander und kamen zu der Befürchtung, daß sich der Ruhm des Sieges an den Namen Dietrichs heften würde, wenn dieser an der Schlacht teilnähme. Daher beschlossen sie, ohne ihn mit den Sachsen zu kämpfen; sie griffen zu den Waffen und zogen mit größter Eile, als wenn sie es nicht mit einem in Schlachtreihe stehenden Feinde zu tun hätten, sondern auf der Verfolgung von Fliehenden und beim Beutemachen wären, so schnell die Rosse sie tragen konnten, auf die Sachsen los, die vor ihrem Lager zur Schlacht geordnet standen. So übel wie der Anmarsch, so übel war auch der Kampf. Kaum hatte die Schlacht begonnen, wurden sie von den Sachsen umzingelt und fast alle getötet. Diejenigen, die entrinnen konnten, flohen nicht in das eigene Lager, sondern in das jenseits des Gebirges gelegene Lager Dietrichs. Der Verlust der Franken war noch viel größer als er zahlenmäßig zu sein schien, weil die beiden Kommandeure Adalgis und Geilo, vier Grafen und gegen 20 andere namhafte und edle Männer gefallen waren, abgesehen von all den anderen, die ihnen gefolgt waren und lieber mit ihnen untergehen als überleben wollten.“

So der Annalen-Bericht, der immerhin von einem Franken geschrieben wurde. Von einem Überfall der Sachsen auf die Franken, Herr Superintendent Leßke, keine Spur – das Umgekehrte ist wahr!

Leßke behauptet weiter: „Als Karl d. Gr., ohne Widerstand zu finden, bis zur Allermündung herangerückt ist, liefert der sächsische Adel, der sich dem König unterworfen und damit auch die Unterwerfung des Volkes garantiert hat, die am Aufstand Beteiligten an Karl ‚zur Tötung‘ aus.“

Hier will Leßke suggerieren, daß der sächsische Adel von Karl die Tötung gefordert hätte, oder der sächsische Adel mit Karl gemeinsame Sache gemacht hätte. Das ist falsch.

Richtig ist zwar, daß es neben fränkischen Grafen in Sachsen auch sächsische Grafen gab; aber nur ein geringer Teil des sächsischen Adels ist überhaupt von Karl zu einem Grafenstand bestimmt worden. Diese sächsischen Grafen erschienen Karl aber als so unsichere Verbündete, daß er – eine Ausnahme von seiner sonstigen Gewohnheit – nur in Sachsen den Geistlichen eine Aufsicht über die staatliche, von den Grafen ausgeübte Rechtsprechung übertrug. Ganz deutlich wird dies Mißtrauen auch im 24. Abschnitt der Sachsenkapitularien, wo es über Königsfeinde u.a. heißt:

„Wenn jemand sie in seinen Schutzbereich aufnimmt und sieben Nächte bei sich behält, außer zum Stellen, zahle er unsere Bannbuße; in gleicher Weise, wenn ihn der Gaugraf verbirgt und ihn nicht zur gerichtlichen Aburteilung stellen will und sich deswegen nicht reinigen kann, verliere dieser seine Ehre.“

Daß der allergrößte Teil des sächsischen Adels sich nicht zum Grafen bestellen ließ und den fränkischen König bis zuletzt bekämpft hat, beweist die Deportation auch von Edelingen im Jahre 795. Man merkt die Absicht der Kirche: nicht Karl und die hinter ihm stehende Ch**stliche Kirche trifft die Schuld an der Bluttat in Verden, sondern den sächsischen Adel. Diese Geschichtsfälschung klingt schon bei den Karolingern an und ist so oft wiederholt worden, daß selbst in heidnischen Kreisen die Auffassung weit verbreitet ist. Deshalb wurde dem hier widersprochen.

Quelle


Bonzenmüll fressen verboten

10. Januar 2012

Die Bonzen und ihre Klassenjustiz gönnen ihren Opfern nicht mal Müll zu fressen.

Laut Süddeutscher Zeitung muss sich ein Lüneburger der kapitalistischen Klassenjustiz dort erwehren.

Sein Vergehen: Er hat eine Packung Kekse genommen – aus der Mülltonne einer Großbäckerei. Nun muss sich der 52-Jährige in Lüneburg erneut vor Gericht verantworten. Um die Frage, ob es illegal ist, abgelaufene Lebensmittel aus dem Abfall zu nehmen – eine Praktik, die „Containern“ genannt wird – soll es in dem Prozess aber nicht gehen. Im Vordergrund des Verfahrens, das an diesem Montag vor dem Landgericht Lüneburg begann, stehe ein angeblicher Hausfriedensbruch.

Wieso „Hausfriedensbruch“?

Wohnt der Bonze vielleicht in seiner Mülltonne?

Lebenslang für jeden Richter!

Berufungsverfahren im Keks-Prozess Bild vergrößern Solidarität für den Angeklagten (rechts): Der 53-jährige muss sich vor dem Lüneburger Landgericht verantworten, weil er eine Packung Kekse mit abgelaufenem Verfallsdatum aus einer Mülltonne nahm. (© dpa)Der Mann, so der Vorwurf, soll das Bäckereigelände betreten haben, obwohl es eingezäunt war. Das Amtsgericht Lüneburg hatte ihn in erster Instanz zu einer Geldstrafe von 125 Euro verurteilt. Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt, auch der Angeklagte war in Berufung gegangen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihren Widerspruch allerdings am vergangenen Freitag wieder zurückgezogen.Der Angeklagte wollte sich zu Prozessbeginn nicht zur Sache äußern. „Ich bin verarmt und lebe vom Containern“, sagte er vor Beginn der Gerichtsverhandlung. „Hartz IV habe ich nicht beantragt, weil mich die unwürdige Behandlung im Amt abgeschreckt hat.“ Unterstützer entrollten vor dem Landgericht ein Transparent auf dem stand „Kriminalisierung geht uns auf den Keks – Gerichte sind zum Essen da!“

Gestehe, dass Du Hungerleider Kekse gefressen hast?!

Die Staatsanwaltschaft bot an, das Verfahren einzustellen, wenn sich der Angeklagte geständig zeigen würde. Das lehnte dieser jedoch ab und stellte einen Antrag auf Pflichtverteidigung – was abgelehnt wurde. Am Nachmittag wurde der Angeklagte nach Polizeiangaben verhaftet. Hintergrund sollen nichtbezahlte Geldbußen wegen lange zurückliegender Verkehrsdelikte sein.

Im aktuellen Fall der Kekse aus der Tonne hat das Landgericht vier Verhandlungstage angesetzt.

Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!
Jeder reiche Geier soll enden wie der Schleyer!


Wahlnachlese Niedersachsen – Ziel (fast) erreicht

22. September 2011

Die Kommunalwahl 2011 in Niedersachsen ist Geschichte. Das linke Personenbündnis „Bündnis für Soziale Gerechtigkeit – Region Hannover (BSG), bestehend aus GenossInnen der DKP, der KPD und Einzelpersonen,  kann mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf das Ergebnis zurückblicken. Denn leider konnte das Ergebnis aus dem Jahr 2006, in dem ein Sitz im Bezirksrat Herrenhausen-Stöcken, zwei Sitze im Bezirksrat Linden, und ein Sitz in der Regionsversammlung erkämpft wurden, nicht gehalten werden. Dennoch wurde ein Hauptziel erreicht: die Erringung eines Sitzes im Bezirksrat des traditionsreichen Arbeiterstadtteiles Linden-Limmer.

Das  BSG wird dort durch den parteilosen Schornsteinfegermeister Norbert Voltmer vertreten.

Das nicht alle gesetzten Ziele erreicht wurden, ist vor allem auf zwei Gründe zurückzuführen. Unmittelbar vor Beginn der Wahlkampagne kam es zu Auseinandersetzungen innerhalb des Bündnisses.  Es wurde zu spät gesehen, daß sich sozialdemokratische und bürgerliche Kräfte innerhalb des BSG von den Kommunisten aus DKP und KPD trennen wollten. Immer wieder kam es zu antikommunistischen Ausfällen seitens dieser Mitglieder. Die Folge war eine heftige Krise des BSG. Nach der Trennung von diesen Reformisten  gelang es jedoch, unser Bündnis zu stabilisieren und, leider beinahe zu spät, in den Wahlkampf einzutreten, wobei wir beim zweiten Grund wären.

Danach wurde unter der zentralen Losung „Streichen bei den Reichen statt Sparen bei den Armen“ ein engagierter und ideenreicher Wahlkampf geführt. Es wurden Flugblätter zu den verschiedensten kommunalpolitischen Themen unters Wahlvolk gebracht. Alle diese Flyer zeugen von einem hohen politischen Niveau unseres Bündnisses. Themen waren die kommunalen Finanzen („Wer zahlt?“), die allgemeine politische Situation (Auftaktflyer „BSG wählen? BSG wählen!“), („Für 10 Euro Mindestlohn-Weg mit Hartz IV-Tarifliche Arbeit statt Ein-Euro-Jobs“) sowie der von der SDAJ gestaltetete Flyer „ Für das Recht auf Bildung kämpfen- Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!“  Diese Flugblätter fanden unter den Menschen viel Anklang. Aussagen wie „Das ist das Beste, was ich bisher an Material zur Kommunalwahl gelesen habe“ bis zur eher bürgerlichen Dienstvorgesetzten des Autors dieses Artikels („Das liest sich aber gut. Da habt ihr euch viel Mühe gegeben!“) waren durchaus keine Seltenheit. Es ist uns gelungen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, darüber, daß man sich solidarisch wehren muß gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf  Werktätige, Rentner, Arbeitslose und Studenten. Infostände und das „Küchengartenfest“ der DKP in Linden boten Gelegenheit dazu. In diesem Stadtteil wurde der Wahlkampf am heftigsten geführt. Hier war die drohende Schließung der Stadtbücherei eines der Hauptthemen. Über 25.000 Unterschriften hatte die Bürgerinitiative gegen die Schließung der Bücherei gesammelt. Das BSG ging mit einem entsprechenden Plakat in den Wahlkampf: „Empört Euch – In Hannover bereits 10 Büchereien geschlossen – Rettet die Stadtbücherei Limmerstraße!“

In der Region erhielt das BSG insgesamt  2429 Stimmen (0,6 %), für den Rat der Stadt Hannover 3532 Stimmen (0,7%), für den Bezirksrat Linden-Limmer 1074 Stimmen (2,7%)  und damit einen Sitz. Leider sind wir knapp an den Mandaten für die Region, den Rat der Stadt Hannover und den Bezirksrat Herrenhausen-Stöcken „vorbeigeschrammt.“  Am engagierten Wahlkampf vieler GenossInnen aus DKP und KPD hat dies sicherlich nicht gelegen.

Insgesamt war der niedersächsische Kommunalwahlkampf durch die Krise der schwarzgelben Koalition gekennzeichnet. Deutliches Symbol dafür ist der Absturz der FDP, und der Aufstieg der „Piraten“ sowie der Erfolg der Grünen. Die beiden anderen großen „Volksparteien“, die wieder einmal dabei waren, ihre Ergebnisse schönzureden, sollen hier einmal außer Acht gelassen werden. Denn ein anderes Phänomen, aber symptomatisch für die Krise des kapitalistischen Systems, trat am rechten Rand auf. In vielen Stadt-, Kreis,- und Gemeinderäten konnten die faschistische NPD, aber auch rechtskonservative Bürgerbewegungen wie „Die Hannoveraner“ einen oder mehrere Mandate erringen. Das ist eine gefährliche Entwicklung. Hier gilt es Bündnisse aller Demokraten zu schmieden, um diese faschistoiden Tendenzen zu bekämpfen. In Hannover gibt es ein aktives Bündnis gegen rechts, ebenso in Oldenburg und Wihelmshaven. Jetzt muß es darum gehen, diese Bündnisse stärker zu vernetzen. Das ist eine Aufgabe, nicht nur für das BSG.

Am Ende sei hier noch einmal allen WahlkämpferInnen des BSG aus DKP und KPD herzlich gedankt. Ebenfalls ein Gruß aus Niedersachsen an den Genossen Rainer Perschewski in Berlin und seine Mitstreiter für ihr hervorragendes Wahlprogramm und ihren erfolgreichen Berliner Wahlkampf.

Jörg Lorenz


Nazischmierereien in Wunstorf

17. Februar 2011

Pressemitteilung zu Nazischmierereien in Wunstorf

 

Soeben haben wir erfahren, dass Neonazis in Wunstorf  auf ihre Weise mit Farbschmierereien an die Zerstörung Dresdens erinnerten. Bei der Bombardierung Dresdens habe es sich um Völkermord gehandelt, behaupten die Nazis. Auf diese Weise soll – wie üblich – von der Verantwortung des NS-Regimes für die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges, vom Mord an den europäischen Juden und von weiteren Massenverbrechen abgelenkt werden. Deutsche sollen ausschließlich zu Opfern der Alliierten stilisiert werden. Dass ausgerechnet in Wunstorf versucht wird, mit der Erinnerung an Dresden, deutsche Verbrechen zu relativieren, demonstriert deutlich die Geschichtsvergessenheit und Demagogie der Neonazis. Denn aus Wunstorf kamen Bomberbesatzungen, die zuvor Guernica, Coventry und andere Städte in Schutt und Asche gebombt, die sich ohne Skrupel am Angriffskrieg gegen europäische Nachbarländer beteiligt hatten. Gerade in Wunstorf dürfte es schwierig sein, einen deutschen Opferkult zu inszenieren. Warum passiert es dennoch?

Unserer Meinung nach tragen sowohl die Stadt Wunstorf als auch das auf dem Fliegerhorst Wunstorf stationierte Lufttransportgeschwader der Bundeswehr Mitverantwortung für diese Geschichtsvergessenheit. Bereits in den 1980er Jahren wurden eine Städtepartnerschaft mit Guernica und die Umbenennung der Boelckestraße in Guernicastraße verhindert. In der JU 52-Halle und in den durch die Stadt gesponserten Chroniken zur Geschichte des Fliegerhorstes bleiben die verheerenden Einsätze der Wunstorfer Bombereinheiten während des Zweiten Weltkrieges bis heute unerwähnt. Wer jahrelang eine Geschichtspolitik betreibt, in der die Verbrechen der deutschen Luftwaffe vertuscht werden, sollte sich über das, was jetzt passiert ist, nicht zu wundern.

 

Arbeitskreis Regionalgeschichte e.V.

www.ak-regionalgeschichte.de


Aygül Özkan und die christlichen Traditionen

27. April 2010

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Heute wurde im Leineschloss die erste muslimische Ministerin mit hamburger Migrationshintergrund vereidigt.

www.aygueloezkan.de

Obwohl wir in Niedersachsen eigentlich genug Arbeitslose mit Migrationshintergrund haben, ist dies eine grundsätzlich zu begrüßende politische Entwicklung der bourgeoisen Herrschaftsstrukturen. Doch aus ihren politischen  Äußerungen noch vor der Amtseinführung wird deutlich, dass zwischen bürgerlichem und sozialdemokratischem Multikultigeplärre einerseits und proletarischem Internationalismus andererseits Welten liegen.
Zwar sollten religiöse Symbole in staatlichen Einrichtungen und besonders in Schulen nichts zu suchen haben, wie selbst die Klassenjustiz schon sehr richtig erkannt hat; doch genau dies sollte sich aber nur auf die Innen – Architektur selbst beziehen.
Ob sich Schülerinnen und Schüler oder Lehrerinnen und Lehrer ein Kreuz oder einen Shahadaschriftzug oder einen Davidstern um den Hals hängen oder ein Kopftuch tragen, geht die Methöken genau so wenig an wie die First Nations in eben diesen verantwortlichen Positionen!
Wenn sich irgend welche Kolleginnen und Kollegen der Bürgerin Aygül Özkan um die christlichen Traditionen unseres Landes sorgen, dann sollten sie sich lieber für den Erhalt des Leineschlosses und gegen einen Abriss zugunsten eines Neubaus einsetzen.
Schließlich war unser Landtag ursprünglich ein Kloster aus dem zwölften Jahrhundert. So etwas sollte doch schon aus historischen Gründen unbedingt erhalten bleiben.
Dieses Geld solte man lieber in die Infrastruktur und langfristige Arbeitsplätze investieren.
Schon die Welfen wollten diese alte Bausubtanz nach der Reformation erhalten und bauten diese zu einem Schloss aus.
Was die aktuell herrschende Bourgeoisie vermutlich noch mehr abschreckt als den damaligen Feudalismus, ist die Tatsache, dass unser Leineschloss einmal ein Minoritenkloster war,  also in der Tradition der Franziskaner, einem Bettelorden stand. Diese mussten damals schon vorsichtig agieren, weil sie Reichtum ablehnten, was den Protagonisten der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen schon seit Anbeginn des Zerfall der Menschheit in Klassen ein Dorn im Auge war.