Tag der Befreiung in Hannover

5. Mai 2012

Datei:Mahnmal Gerichtsgefängnis Hannover vor dem Pavillon 8. Mai 1989 Befreiung vom Nationalsozialismus alle Sprachen 003.jpg

Am 8. Mai feiern hannöversche Antifaschisten die bedingungslose Kapitulation der Reste der faschistischen Wehrmacht vor den Truppen der Alliierten und damit das Ende des grausamen Raubkriegs, mit dem der deutsche Faschismus Europa überzogen hatte! Dieser Sieg musste bis zuletzt in schweren und opferreichen Kämpfen gegen die verbrecherische deutsche Staats- und Wehrmachtsführung erzwungen werden.

Der Krieg wurde nur möglich durch die Zerschlagung des antifaschistischen Widerstands, den besonders angehörige der Parteien und Organisationen der Arbeiterbewegung geleistet hatten. Polizei und Justiz dienten dabei dem Faschismus in großen Teilen als willige Helfer. Das Mahnmal für das ehemalige Gerichtsgefängnis am Raschplatz ist dafür ein Symbol.

Eine große Zahl der Träger des faschistischen Justizterrors kamen  nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland schnell wieder in Amt und „Würden“. Ihre „Erfahrung“ wurde gebraucht, um den Widerstand gegen die Wiederaufrüstung des deutschen Imperialismus im Rahmen der NATO zu brechen. Viele Kommunisten und Pazifisten wurden von ihnen erneut eingekerkert. Manche auch gleich abgeknallt.

In diesem Jahr gedenken die Antifaschisten in Hannover Kurt Baumgarte, der am 22. April 2012 100 Jahre alt geworden wäre. Er war 1934 aus dem sowjetischen Exil zurückgekehrt, um in Deutschland die illegale Widerstandsarbeit der KPD, zu unterstützen. Er wurde verhaftet und 1935 zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Befreiung durch die Alliierten nahm er seine antifaschistische Arbeit wieder auf . Nach dem Verbot seiner Partei wurde er 1966 vom Landgericht Lüneburg erneut für 22 Monaten  ins Gefängnis geschickt. Die dabei tätige politische Strafkamme war weitgehend mit Richtern besetzt, die sich schon im Faschismus bei der Verfolgung politischer Gegner „bewährt“ hatten!

Das Mahnmal Gerichtsgefängnis des Künstlers Hans-Jürgen Breuste, wurde am 8. Mai 1989 eingeweiht.

Kommt zur Gedenkstunde am Raschplatz am

Dienstag, den 8. Mai 2012, 17.00 Uhr!

Datei:Mahnmal Gerichtsgefängnis Hannover vor dem Pavillon 8. Mai 1989 Befreiung vom Nationalsozialismus alle Sprachen 004.jpg

Nieder mit den Bonzen und Faschisten und all ihren Regimen!

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15. Antifaschistische Sozialkonferenz in Hannover

14. Januar 2012

28.01.2012, 10:00-15:30 Uhr:
In der Krise? Demokratie stärken gegen rechts. – 15. Antifaschistische Sozialkonferenz in Hannover

Die Wirtschaftskrise dominiert seit Jahren täglich unsere Schlagzeilen und hat längst einen politischen und sozialen Charakter. Politische Mitbestimmung wird immer weniger durch jeden einzelnen Bürger ausgeübt und Entscheidungen werden häufig unter vermeintlichen Sachzwängen getroffen. Die wahren Bedürfnisse der Menschen finden sich nur selten in Politik und Wirtschaft wieder.

Unsere Demokratie ist in der Krise an einem entscheidenden Punkt angekommen: viele Menschen spüren, dass ihre sicher geglaubte Position in der Gesellschaft bedroht ist und ihnen womöglich ein sozialer Abstieg droht. Sie wählen unterschiedliche Strategien, um dem zu begegnen, aber deutlich zeigt sich, dass es solche offenen Situationen Rechtspopulisten und Rechtsextremen leichter machen, Fuß zu fassen. Solidarität wird unter diesem Vorzeichen verkehrt und gilt als begrenzt. Damit wird Solidarität systematisch bestimmten Bevölkerungsgruppen vorenthalten:
zunächst entlang den nicht nur rechtsextremen Ausgrenzungskategorien Nationalität, Hautfarbe, Geschlecht, Glauben und Lebensstil. Inzwischen wird aber auch die politische Meinungsbildung und politische Aktivität nicht mehr geachtet, wenn sie nicht dem normativen Maß entspricht. Und dieses Maß ist leider zu häufig Stillhalten statt Engagement.

Wie verarbeitet die Mitte die Krise? Welche Einstellungsmerkmale und Orientierungen haben die Menschen in der Mitte unserer Gesellschaft? Welche demokratischen Mittel können wir der rechtspopulistischen Einflussnahme entgegensetzen? Wie kann politische Beteiligung möglich gemacht und gesellschaftlich anerkannt werden? Und wenn es dann mal schief gegangen ist: wie kann Politik und Zivilgesellschaft mit gewählten Rechten in Parlamenten umgehen?

Diesen Fragen und Themen wollen wir auf dieser Konferenz nachgehen und diskutieren.

Veranstalter:
Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Nds.-Mitte, Bildungswerk ver.di Niedersachsen, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA), Geschichtswerkstatt Hannover e. V., DGB Region Niedersachsen – Mitte, DGB Jugend Niedersachsen – Sachsen-Anhalt, DGB Jugend Hannover, IG Metall Hannover, Pavillon Hannover, ver.di Jugend, Bezirk Hannover/Leine-Weser, VVN Bund der AntifaschistInnen Hannover

Programmflyer hier

Anmeldung hier

Ort:Pavillon Kultur – und Kommunikationszentrum, Lister Meile 4, 30167 Hannover

Kontakt:
DGB Region Niedersachsen-Mitte, Tom Seibert, 0511-16387-23, tom.seibert@dgb.de


VVN – BdA fordert: Keine Kriminalisierung antifaschistischen Handelns!

1. November 2011

Presseerklärung

Keine Kriminalisierung antifaschistischen Handelns!

Der Landesvorstand Sachsen des VVN-BdA wendet sich scharf gegen Versuche politischer Kräfte und staatlicher Stellen, antifaschistisches Handeln als Straftaten zu deuten, zu diskriminieren und zu verfolgen. Menschen, die versuchen, die öffentliche Verbreitung neonazistischer Ideologie und Losungen zu verhindern, handeln im Sinne des Grundgesetzes, insbesondere des Artikels 139.

Unsere Organisation, gegründet 1947 von Überlebenden des Holocaust, der nazistischen Zuchthäuser und KZ, wird auch künftig alle friedlichen Proteste gegen eine Wiederbelebung faschistischer Organisationen und Propagierung menschenfeindlicher, rassistischer Anschauungen unterstützen. In diesem Sinne tritt der VVN-BdA Sachsen entschieden für das Verbot der NPD und der in ihrem Sog sich bewegender Organisationen und Kameradschaften ein, die immer offener und gewalttätiger auftreten.

Bild des Abgeordneten Dr. André  Hahn

Wir sind enttäuscht von der Entscheidung des Sächsischen Landtages, die Immunität des Abgeordneten Dr. Andre Hahn aufzuheben und ihn damit zweifelhaften, tendenziösen staatsanwaltlichen Ermittlungen auszusetzen. Wir versichern Dr. Hahn unserer rückhaltlosen Solidarität und fordern eine Revision dieses Beschlusses.

Auerbach/V., 19.10.2011

P. Giersich

Sprecher der VVN-BdA Sachsen